Atomprogramm Nordkoreas Außenminister weist Gesprächsangebot der USA zurück

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hatte zuletzt von einem möglichen Dialog mit Washington gesprochen, die Biden-Regierung sah darin ein Signal. Doch nun folgte aus Pjöngjang die zweite Absage binnen einer Woche.
Ri Son Gwon (r.) bei einem Treffen in Südkorea (Januar 2018)

Ri Son Gwon (r.) bei einem Treffen in Südkorea (Januar 2018)

Foto: Uncredited/ dpa

Nordkoreas Außenminister Ri Son Gwon hat Verhandlungen ohne Vorbedingungen mit den USA über das Atomwaffenprogramm des isolierten Staats abgelehnt. »Wir erwägen nicht einmal die Möglichkeit von Kontakten mit den USA, geschweige denn, solche zu haben, die uns nirgendwo hinführen«, hieß es in einer Erklärung Ris. Solche Gespräche würden nur »kostbare Zeit« kosten, wurde er von den Staatsmedien des kommunistischen Regimes zitiert.

Der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Sung Kim, hatte der Führung in Pjöngjang am Montag während eines Besuchs in Seoul erneut Gespräche ohne jede Vorbedingung angeboten.

Es war bereits die zweite Absage Nordkoreas binnen einer Woche. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hatte den USA am Dienstag vorgeworfen, falsche Erwartungen zu haben.

Kim spielte auf Äußerungen des Nationalen Sicherheitsberaters von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, an, der zuletzt von einem »interessanten Signal« aus Pjöngjang gesprochen hatte. Nordkoreas Machthaber sagte in der vergangenen Woche bei einem Parteitreffen, seine Regierung müsse sich auf »Dialog und Konfrontation« mit den USA vorbereiten.

Die Nuklearverhandlungen mit den USA kommen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen Kim Jong Uns mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran. Nordkorea machte seitdem mehrfach deutlich, an neuen Gesprächen nicht interessiert zu sein, solange Washington keine neuen Vorschläge unterbreite.

asa/dpa
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