Rennen um die Arktis Russland kritisiert geplanten Nato-Ausbau um den Nordpol

»Die Nato muss ihre Präsenz in der Arktis erhöhen«, so hat es Generalsekretär Stoltenberg wegen verstärkter russischer Aktivitäten in der Region angekündigt. Die Antwort aus Russland folgte prompt.
Kremlsprecher Dmitri Peskow

Kremlsprecher Dmitri Peskow

Foto: Mikhail Metzel / imago/ITAR-TASS

Russland hat den geplanten Ausbau der Nato-Präsenz rund um den Nordpol kritisiert. »Wir nehmen das negativ wahr«, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Mit der Ankündigung setze der Westen die Politik der Konfrontation gegen Russland fort.

»Russland wird seine Interessen in angemessener Weise wahren.« Peskow verwies etwa auf Sicherheitsbedürfnisse und »wirtschaftliche Aktivitäten«. Moskau erhebt in der Arktis Anspruch auf 1,2 Millionen Quadratkilometer – insbesondere auf die dort lagernden Rohstoffe wie Öl und Gas.

Auch China interessiert sich für die Arktis

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte der »Welt am Sonntag« gesagt: »Die Nato muss ihre Präsenz in der Arktis erhöhen.« Moskau sei dabei, Stützpunkte aus Sowjetzeiten wieder zu öffnen und dort neue hochmoderne Waffen wie Hyperschallraketen zu stationieren.

Auch China interessiere sich zunehmend für die Region. Zur Arktis gehören Gebiete der USA, Dänemarks, Finnlands, Islands, Kanadas, Norwegens, Schwedens und Russlands.

col/dpa
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