Nach stundenlanger Suche »Ocean Viking« rettet 114 Migranten aus dem Mittelmeer

Dutzende Migranten trieben in einem Schlauchboot vor der libyschen Küste durch die Nacht. Die »Ocean Viking« nahm sie im Morgengrauen auf. Unter den Geretteten war ein elf Tage altes Baby.
Rettungsschiff »Ocean Viking« (Archivbild)

Rettungsschiff »Ocean Viking« (Archivbild)

Foto:

Anthony Jean/SOS Mediterranee/ DPA

Die Hilfsorganisation SOS Mediterranee hat nach eigenen Angaben im zentralen Mittelmeer 114 Menschen aus Seenot gerettet. Die Crew der »Ocean Viking« habe die Migranten in ihrem Schlauchboot vor Libyen in internationalen Gewässern an Bord genommen.

Darunter sei ein elf Tage altes Baby gewesen, teilten die privaten Seenotretter auf Twitter mit.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Immer wieder versuchen Menschen, von den Küsten Nordafrikas das Mittelmeer zu überqueren, um die EU zu erreichen. Tausende sind bei den extrem gefährlichen Überfahrten bereits gestorben. Private Organisationen operieren in der Region, um Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.

Neben der »Ocean Viking« ist derzeit auch die »Geo Barents« von Ärzte ohne Grenzen unterwegs. Die »Sea-Eye 4« der Regensburger Organisation Sea-Eye ist nach eigenen Angaben auf dem Weg in ihr Zielgebiet im zentralen Mittelmeer.

Trauerfeier für im Ärmelkanal ertrunkene Afghanen

Im französischen Lille haben Angehörige am Donnerstag Abschied von mehreren Männern genommen, die jüngst beim Versuch ums Leben gekommen waren, den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien zu überqueren.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, nahmen etwa hundert Menschen in der Al Imane Moschee von vier ertrunkenen Afghanen Abschied. Insgesamt waren bei der Kenterung mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen.

fek/dpa/Reuters