Ionisches Meer Flüchtlingsboot sinkt vor Griechenland - mehrere Tote

Vor der griechischen Küste ist ein Flüchtlingsboot gesunken, mindestens zwölf Menschen starben.
Eine Rettungsweste bei einer Übung von Helfern (Archivbild)

Eine Rettungsweste bei einer Übung von Helfern (Archivbild)

Foto: Lefteris Pitarakis/ AP

Beim Untergang eines Bootes vor der Inselgruppe Paxos sind am Samstagmorgen mehrere Flüchtlinge ums Leben gekommen. Bis zum Mittag konnten rund 20 Menschen gerettet werden, zwölf weitere wurden nur noch tot geborgen. Unklar blieb, wie viele Menschen an Bord waren. Griechische Medien berichten von bis zu 50 Personen.

Die Küstenwache setzte ihre Such- und Rettungsaktion am Mittag fort. Im Einsatz sind nach Angaben der Behörde mehrere Patrouillenboote und Hubschrauber. Auch Passagier- und Frachtschiffe beteiligten sich an der Suche in der Region, wie auf dem Portal Marine Traffic zu sehen war.

Rund hundert Kilometer bis Italien

Die griechische Küstenwache entdeckt fast täglich Boote mit Migranten auf dem Weg von Griechenlands Westküste nach Italien. Schleuser nutzen die Überfahrt, um die weitgehend geschlossene Balkanroute zu umgehen. Der kürzeste Seeweg von Griechenland an die Südspitze Italiens beträgt gerade mal 60 Seemeilen (etwa 111 Kilometer). Offizielle Zahlen dazu, wie viele Migranten versuchen, diesen Weg zu nutzen, fehlen jedoch.

Das Mittelmeer ist zur gefährlichsten Flüchtlingsroute der Welt geworden. 2019 starben dort nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 1200 Menschen, in den vergangenen fünf Jahren waren es insgesamt mehr als 19.000.

irb/AFP/dpa
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