Pennsylvania Polizei vereitelt Angriff auf Wahlzentrum in Philadelphia

Vor dem Wahlzentrum in Pennsylvania demonstrieren viele Menschen, um die Auszählung aller Stimmen zu fordern. Die Polizei verhinderte nach eigenen Angaben zuletzt einen Angriff auf das Convention Center in Philadelphia.
Vor dem Convention Center in Philadelphia: Demonstranten fordern, dass jede Stimme gezählt wird

Vor dem Convention Center in Philadelphia: Demonstranten fordern, dass jede Stimme gezählt wird

Foto: JUSTIN LANE/EPA-EFE/Shutterstock

In Philadelphia hat es Polizeiangaben zufolge offenbar den Versuch gegeben, das Wahlzentrum zu stürmen. Die Polizei der größten Stadt im Bundesstaat Pennsylvania habe einen Tipp bekommen, wonach sich ein Fahrzeug mit bewaffneten Personen vom Staat Virginia aus auf den Weg gemacht habe, um das Convention Center anzugreifen, sagte ein Polizeivertreter.

Eine Person sei festgenommen sowie das Fahrzeug und eine Waffe sichergestellt worden. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

In Pennsylvania ist die Wahl zwischen Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden von den Demokraten noch nicht entschieden. Mit 20 Wahlleuten gehört der Staat zu den wichtigsten des Landes. Sollte Biden dort gewinnen, hätte er die Wahl zum Präsidenten gewonnen. Aktuell schrumpft der anfängliche Vorsprung Trumps, je mehr per Post eingegangene Stimmzettel ausgewertet werden. Anhänger der Demokratischen Partei hatten angesichts der Corona-Gefahr stärker zur Briefwahl gegriffen als die Republikaner. 

In Pennsylvania sollen noch die Stimmzettel gezählt werden, die bis zu drei Tage nach dem Wahltermin am 3. November eintreffen. Vor dem Wahlzentrum demonstrierten zahlreiche Menschen dafür, dass jede Stimme gezählt werde.

Amtsinhaber Trump hatte sich zuvor fälschlicherweise zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt und dazu aufgerufen, die Auszählung weiterer Stimmen zu stoppen. Immer wieder macht der US-Präsident haltlose Betrugsvorwürfe und droht rechtliche Schritte an.

DER SPIEGEL

Bundesrichter lehnt Trumps Versuch ab, Auzählung zu stoppen

Ein US-Bundesrichter lehnte indes den Antrag von Trumps Wahlkampfteam auf Stopp der Auszählung in Pennsylvania ab. Der Klage werde nicht stattgegeben, erklärt Richter Paul Diamond in einer kurzen Mitteilung.

Trump wollte erzwingen, dass die Auszählung nur dann fortgesetzt werden kann, wenn Beobachter der Republikaner beiwohnen. Allerdings haben die Republikaner nach einem Gerichtsbeschluss bereits Zugang zu dem Wahlzentrum in Philadelphia. Trumps Team vertritt aber die Ansicht, dass die Arbeit der Beobachter behindert werde.

mfh/Reuters
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