Königliche Entscheidung Queen Camilla tauscht Hofdamen gegen informelle Begleitung

Camilla bricht mit einer alten royalen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht: Ihre Hofdamen werden abgeschafft. Die Nachfolgerinnen haben weniger Privilegien.
Königsgemahlin Camilla

Königsgemahlin Camilla

Foto: POOL / REUTERS

Die britische Königsgemahlin Camilla hat anstelle von Hofdamen eine Reihe von informelleren Begleiterinnen ernannt. Damit bricht sie mit einer jahrhundertealten royalen Tradition.

Die sechs »Queen's Companions« sind langjährige Vertraute der 75-Jährigen. Dazu gehören nach Angaben des Buckingham-Palasts unter anderem die Innenarchitektin Marchioness of Lansdowne sowie Carlyn Chisholm, die im britischen Oberhaus sitzt.

Die Frauen sollen Camilla abwechselnd bei öffentlichen Terminen begleiten, aber sich anders als Hofdamen nicht um ihre Korrespondenz oder Terminplanung kümmern. Der BBC  zufolge erhalten sie kein Gehalt, bekommen aber Ausgaben erstattet. Zudem hat Camilla als ihren neuen persönlichen Assistenten Ollie Plunket in Vollzeit eingestellt.

Symbolischer Richtungswechsel

Der BBC zufolge endet mit der Ära der »Ladies-in-waiting« eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Oft kamen die Hofdamen selbst aus aristokratischen Familien. Die ehemaligen Hofdamen von Queen Elizabeth II. dürfen jedoch weiter für den Palast arbeiten: Als »Ladies of the Household« werden sie König Charles III. bei formellen Anlässen im Buckingham-Palast unterstützen.

Der symbolische Richtungswechsel soll gleich in der kommenden Woche in die Praxis umgesetzt werden, die Begleiterinnen werden Camilla demnach bei einem Empfang zum Thema häusliche Gewalt zur Seite stehen. Das Office for National Statistics  hatte am Freitag neue Statistiken zur häuslichen Gewalt veröffentlicht. Demnach sind 2,4 Millionen Erwachsene in England und Wales im vergangenen Jahr Opfer häuslicher Gewalt geworden, die meisten von ihnen waren Frauen.

lal/dpa
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