Erklärung von mehr als 100 Parteifreunden Republikanische Sicherheitsexperten drängen auf Eingeständnis der Wahlniederlage

Republikanische Kongressabgeordnete bekommen Druck aus den eigenen Reihen: Sie sollen auf Donald Trump einwirken, die Wahlniederlage zu akzeptieren, verlangen prominente Politiker.
Donald Trump verliert in der eigenen Partei mehr und mehr den Rückhalt

Donald Trump verliert in der eigenen Partei mehr und mehr den Rückhalt

Foto: HANNAH MCKAY / REUTERS

Eine Gruppe führender Sicherheitsexperten der Republikaner hat ihre Kongressabgeordneten aufgefordert, von Donald Trump zu verlangen, dass er seine Wahlniederlage eingesteht. Das berichtete zuerst die »Washington Post «. Demnach solle schnell der Beginn einer geordneten Übergabe der Amtsgeschäfte an Joe Biden ermöglicht werden.

Die Weigerung Trumps, eine Übergabe zuzulassen, stelle »ein erhebliches Risiko für unsere nationale Sicherheit dar«, heißt es in der Erklärung , die von mehr als hundert Parteimitgliedern unterschrieben worden ist. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der ehemalige Gouverneur von Pennsylvania und Ex-Sekretär von Homeland Security, Tom Ridge, sowie der frühere CIA-Direktor Michael Hayden und John. D. Negroponte, der unter George W. Bush Direktor des nationalen Geheimdiensts war.

Die Unterzeichner der Erklärung fordern ihre Parteikollegen auf, Trump »entschieden entgegenzutreten« bei seinen »gefährlichen und außergesetzlichen Bemühungen, Staatsbeamte zu bedrohen und einzuschüchtern, um eine Abstimmung durch das Wahlkollegium zu verhindern«.

Noch immer weigert sich Donald Trump, seine Niederlage zu akzeptieren. Mit mehreren Klagen gegen Wahlergebnisse einzelner Bundesstaaten ist er bereits gescheitert. Darüber hinaus wird ihm vorgeworfen, Staatsbeamte hinsichtlich der Wahlergebnisse beeinflussen zu wollen.

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, wollte die Erklärung laut der »Washington Post« nicht kommentieren. Auch aus dem Weißen Haus gab es zunächst keinen Kommentar.

Die Erklärung wurde Stunden vor der geplanten Abstimmung in Michigan über die Bestätigung der Wahlergebnisse in diesem Bundesstaat veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass Biden knapp 140.000 Stimmen mehr als Trump erhalten hat.

»Präsident Trumps fortgesetzte Bemühungen, die Gültigkeit der Wahlen infrage zu stellen und in staatliche Wahlprozesse einzugreifen, untergraben unsere Demokratie und riskieren langfristigen Schaden für unsere Institutionen«, heißt es in der Erklärung.

svs
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