Richtung USA Hunderte Migranten in Lastwagen in Mexiko entdeckt

Auf der Flucht vor Armut und Gewalt: 292 Migranten sollten in zwei Lastwagen in die USA geschleust werden. Sie sollen je fast 5000 Euro an Schleuser bezahlt haben.
Migranten in Guatemala auf dem Weg in die USA (Symbolbild)

Migranten in Guatemala auf dem Weg in die USA (Symbolbild)

Foto: Alex Pena/ Anadolu Agency/ Getty Images

Fast 300 Menschen sollten zusammengepfercht in zwei Lastwagen von Mexiko in die USA gebracht werden - doch Polizisten im Südosten Mexikos haben die Fahrzeuge gestoppt und die Menschen befreit. In einem der beiden Lkw seien 162 Menschen aus Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua versteckt gewesen, im anderen 130 Guatemalteken, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Unter ihnen waren auch etwa 50 Minderjährige.

Die Fahrzeuge seien bei einer Kontrolle nahe der Stadt Berriozábal im Bundesstaat Chiapas aufgefallen, hieß es weiter. Einer der Fahrer sei festgenommen worden, der zweite sei entkommen. Medienberichten zufolge hatte jeder der Migranten jeweils 100.000 Pesos (4800 Euro) an Schleuser gezahlt, um bis zur US-Grenze gebracht zu werden.

Jedes Jahr versuchen Hunderttausende Menschen aus Mittelamerika über Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Mitte Januar waren mehr als 3500 mehrheitlich honduranische Migranten Richtung USA aufgebrochen. An der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala war es erst vergangene Woche zu Zusammenstößen zwischen Migranten und der Nationalgarde gekommen. Die Behörden hatten etwa 1000 Menschen dort gestoppt.

vks/dpa/AFP
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