Krieg gegen die Ukraine Russisches Verteidigungsministerium räumt Beteiligung von Wehrpflichtigen ein

Russland behauptet, seine Soldaten auf eine »Militäroperation« und nicht in den Krieg geschickt zu haben. Nun zeigt sich: Einige Kombattanten sind deutlich jünger als angegeben.
Russische Militärdienstleistende (Archivbild)

Russische Militärdienstleistende (Archivbild)

Foto: SOPA Images / SOPA / LightRocket / Getty Images

Vor zwei Wochen hat Russlands Militär die Ukraine angegriffen. Nun hat Russland den Einsatz von Wehrpflichtigen eingeräumt. Das Verteidigungsministerium in Moskau betonte am Mittwoch allerdings, dass dies nicht von der Führung genehmigt worden sei. Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte der Agentur Tass zufolge, auf Befehl von Präsident Wladimir Putin werde die Militärstaatsanwaltschaft diese Fälle untersuchen und die Verantwortlichen bestrafen. Putin hatte wiederholt bestritten, dass Wehrpflichtige in der Ukraine kämpfen.

»Fast alle diese Soldaten wurden bereits nach Russland abgezogen«, teilte das Verteidigungsministerium nun mit. Allerdings seien dabei einige Wehrpflichtige in ukrainische Gefangenschaft geraten. Die Entsendung weiterer Rekruten werde mit allen Mitteln verhindert.

Fast alle vorgesehenen Truppen bereits in der Ukraine im Einsatz

Noch vor zwei Tagen sagte Putin, dass weder Wehrpflichtige noch Reservisten an der russischen Militäroperation in der Ukraine beteiligt seien und nicht beteiligt werden würden.

Russland ist nach US-Angaben mit nahezu allen für den Einmarsch vorgesehenen Truppen in das Land eingerückt. »Fast hundert Prozent« der in den vergangenen Wochen an der ukrainischen Grenze zusammengezogenen »Kampfkraft« befinde sich inzwischen in der Ukraine, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Montag.

Nach westlichen Angaben hatte Russland vor Beginn seines Angriffs auf die Ukraine mehr als 150.000 Soldaten an den Grenzen aufmarschieren lassen.

muk/dpa
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