Krieg in der Ukraine Kreml kündigt Vergeltung für westliche Sanktionen an

Wegen des Einmarsches Russlands in die Ukraine hat der Westen Sanktionen gegen Moskau verhängt, stellt noch härtere Schritte in Aussicht. Der Kreml will mit Gegenmaßnahmen reagieren.
Kremlsprecher Peskow (hier 2020 bei einer Pressekonferenz von Präsident Putin, der im Hintergrund auf einer Videoleinwand zu sehen ist) : »Mit symmetrischen und asymmetrischen« Gegenmaßnahmen reagieren

Kremlsprecher Peskow (hier 2020 bei einer Pressekonferenz von Präsident Putin, der im Hintergrund auf einer Videoleinwand zu sehen ist) : »Mit symmetrischen und asymmetrischen« Gegenmaßnahmen reagieren

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Sergei Bobylev / ITAR-TASS / IMAGO

Während die Europäische Union gerade weitere Sanktionen gegen Russland plant, hat der Kreml Vergeltung angekündigt. Moskau werde mit »symmetrischen und asymmetrischen« Gegenmaßnahmen reagieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag.

Der Westen hatte den russischen Großangriff auf die Ukraine scharf verurteilt. Die EU, die USA und weitere westliche Verbündete hatten wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine umfangreiche Sanktionen gegen Moskau verhängt. US-Präsident Joe Biden gab am Donnerstag Strafmaßnahmen gegen mehrere russische Banken sowie Exportkontrollen bekannt, die nach seinen Worten »mehr als die Hälfte der Hightech-Importe Russlands abschneiden« werden (mehr zu den Maßnahmen der USA lesen Sie hier ).

EU will weitere Sanktionen verhängen

Die EU-Staats- und Regierungschefs gaben am Donnerstagabend grünes Licht für ein neues Sanktionspaket. Die Sanktionen betreffen laut einer Gipfelerklärung den russischen Finanz-, Energie- und Transportsektor, den Export von Dual-Use-Gütern, die für zivile und militärische Zwecke genutzt werden können, die Visavergabe für russische Staatsbürger sowie eine Reihe »russischer Einzelpersonen«.

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Doch die EU will offenbar noch weiter gehen. So schrieb EU-Ratspräsident Charles Michel am Freitag auf Twitter, ein »weiteres (Sanktions-)Paket wird dringend vorbereitet.« Er habe mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird von Russland angegriffen, russische Truppen sind bereits in die Außenbezirke vorgedrungen.

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Die Lage spitzt sich weiter zu: Russland sprach nun der gewählten Regierung in der Ukraine die demokratische Legitimation ab. »Wir sehen keine Möglichkeit, eine Regierung als demokratisch anzuerkennen, die ihr eigenes Volk unterdrückt und Völkermord-Methoden anwendet«, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in Moskau der Agentur Interfax zufolge und folgte damit den bizarr anmutenden Ausführungen von Präsident Putin in den letzten Tagen.

mfh/AFP
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