Russisches Kernkraftwerk Rostow Reaktorblock nach Zwischenfall abgeschaltet

Im Süden Russlands musste ein Reaktorblock vom Netz genommen werden. Aus einem defekten Rohr war Dampf ausgetreten. Radioaktive Verseuchung ist nach Angaben des Betreibers nicht zu befürchten.
Das Kernkraftwerk Rostow hat vier Reaktorblöcke

Das Kernkraftwerk Rostow hat vier Reaktorblöcke

Foto: Rosenergoatom Concern Press Service / picture alliance / Globallookpress.com

Nach einem Zwischenfall in einem Atomkraftwerk im Süden Russlands ist ein Reaktorblock für Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. In dem Kraftwerk rund 120 Kilometer von der Stadt Rostow am Don entfernt soll in der Nacht zum Donnerstag Dampf aus einem defekten Rohr ausgetreten sein. Das teilte der Betreiber Rosenergoatom im sozialen Netzwerk Telegram mit. Das Rohr sei allerdings Teil eines Kraftwerksystems, in dem kein radioaktiv belastetes Wasser fließe.

Der Reaktorblock Nummer zwei müsse vorübergehend abgeschaltet werden, da die notwendigen Reparaturen nicht möglich seien, solange die Technik erhitzt sei.

Das Kernkraftwerk Rostow besteht aus insgesamt vier Blöcken und ist seit 2001 in Betrieb. Neben dem nun abgeschalteten Teil wird laut Betreiber noch ein weiterer Block seit September gewartet. Die beiden anderen Blöcke sind demnach planmäßig in Betrieb.

muk/dpa
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