Mit Bär verwechselt Regionalpolitiker in Russland erschießt Mann

Ein Politiker der Kremlpartei »Einiges Russland« hat einen Menschen erschossen – offenbar aus Versehen. Er habe gedacht, dass er auf einen Bären ziele. Seine Parteimitgliedschaft ruht vorerst.
Ein Bär auf der Halbinsel Kamtschatka. Dort soll es vermehrt Begegnungen wilder Tiere mit Menschen gegeben haben (Symbolbild)

Ein Bär auf der Halbinsel Kamtschatka. Dort soll es vermehrt Begegnungen wilder Tiere mit Menschen gegeben haben (Symbolbild)

Foto: Yuri Smityuk / ITAR-TASS / imago images

Ein Regionalpolitiker hat im äußersten Osten Russlands laut eigener Aussage versehentlich einen Menschen erschossen. Er habe in der Abenddämmerung einen Bären auf einer Müllhalde vertreiben wollen, sagte der Abgeordnete der gesetzgebenden Versammlung der Halbinsel Kamtschatka der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge. Er habe demnach erst später erfahren, dass er dabei wohl einen 30-Jährigen angeschossen habe, der später in einem Krankenhaus gestorben sei. Der Politiker der Kremlpartei »Einiges Russland« wurde dem Bericht zufolge festgenommen. Die Partei setzte seine Mitgliedschaft zunächst aus.

Der Gouverneur von Kamtschatka, Wladimir Solodow, sagte dem Radiosender Echo Moskwy, in der Vergangenheit habe es auf der Halbinsel vermehrt Begegnungen wilder Tiere mit Menschen gegeben. »Bewohner schreiben mir, dass sie wegen der Bären Angst haben.« Erst vor gut zwei Wochen war in dem russischen Naturpark »Jegarki« in Sibirien ein Bär nach dem Tod eines Touristen erschossen worden.

mfh/dpa

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