Internationale Armeespiele Russland richtet »Panzer-Biathlon« aus

Ein Waffenmuseum, ferngesteuerte Mini-Panzer und Kinderattraktionen bietet Russland den Besuchern des »Panzer-Biathlons«. Den organisiert Moskau in diesem Sommer – während der Kreml in der Ukraine einen Angriffskrieg führt.
»Panzer-Biathlon« bei Moskau (2014)

»Panzer-Biathlon« bei Moskau (2014)

Foto: Maxim Shemetov / REUTERS

Fast ein halbes Jahr nach dem Beginn seines Überfalls auf die Ukraine veranstaltet Russland internationale Armeespiele. Unter den Teilnehmern sind Panzereinheiten aus knapp zwei Dutzend Ländern.

Der diesjährige »Panzer-Biathlon« werden an diesem Samstag beginnen und zwei Wochen lang dauern, teilte Russlands Verteidigungsministerium mit. Soldaten aus insgesamt 22 Ländern sollen sich bei dem Wettkampf etwa im Panzerfahren, an Schießständen und in Hindernisparcours messen, heißt es auf einer eigens eingerichteten Homepage.

Auch China ist dabei

Zu den Teilnehmerstaaten zählen demnach neben Russland etwa China und Venezuela sowie die Ex-Sowjetrepubliken Belarus, Kasachstan und Usbekistan. Die Militärveranstaltung läuft bereits zum zehnten Mal unweit der russischen Hauptstadt Moskau und wird von der »Internationalen Föderation des Panzer-Biathlons« organisiert.

Für Besucher gibt es unter anderem ein Waffenmuseum, ferngesteuerte Mini-Panzer und Kinderattraktionen, heißt es in der Ankündigung. Am Montag beginnt im Patriot-Park nahe der russischen Hauptstadt auch die große Ausstellung »Armija 2022« mit einer Waffenschau. Russland will dort auch seine neuesten Produkte der Rüstungsindustrie zeigen.

Russland führt seit Ende Februar Krieg gegen das Nachbarland Ukraine. Westliche Staaten haben seitdem zahlreiche weitreichende Sanktionen gegen Moskau verhängt. Zuletzt stufte Lettland Russland als Terror unterstützenden Staat ein. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wird die Gewalt gegen Zivilisten in der Ukraine und anderen Ländern als Terrorismus bezeichnet. Die Abgeordneten forderten zudem die anderen EU-Länder dazu auf, die Ausstellung von Touristen- und Einreisevisa für Bürger aus Russland und dem Nachbarland Belarus auszusetzen.

asa/dpa
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