Nach Besuch in Moskau Israels Regierungschef trifft Olaf Scholz – enger Austausch vereinbart

Israels Premier hat am Samstag zunächst mit Wladimir Putin gesprochen und ist anschließend nach Berlin gereist. Dort tauschte er sich anderthalb Stunden lang mit Bundeskanzler Olaf Scholz aus – nun wurden erste Details bekannt.
Bennett und Scholz auf der Terrasse des Bundeskanzleramts in Berlin

Bennett und Scholz auf der Terrasse des Bundeskanzleramts in Berlin

Foto: Michael Kappeler / dpa

Nach einem Besuch in Moskau hat sich Israels Ministerpräsident Naftali Bennett am Samstagabend in Berlin mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über den Konflikt in Osteuropa beraten. »Im Mittelpunkt des 90-minütigen Gesprächs standen die Ergebnisse der Unterredung, die der Ministerpräsident am Samstag mit dem russischen Präsidenten Putin in Moskau gehabt hatte«, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in der Nacht zum Sonntag mit.

Man wolle in der Sache weiter in engem Kontakt bleiben. Das gemeinsame Ziel bleibe es, den Krieg in der Ukraine »so schnell wie irgend möglich« zu beenden, hieß es in der Mitteilung weiter. Daran werde man mit aller Kraft arbeiten.

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Scholz hatte erst vor drei Tagen Jerusalem besucht . Bennett hatte sich zuvor am Samstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin getroffen, um über den Ukrainekrieg zu sprechen.

Aus Regierungskreisen in Jerusalem hieß es, das Gespräch zwischen Putin und Bennet in der russischen Hauptstadt habe drei Stunden gedauert. Bennett habe sich mit den USA, Deutschland und Frankreich abgestimmt und sei »in ständiger Kommunikation mit der Ukraine«.

Nach Angaben aus Jerusalem telefonierte Bennett nach dem Treffen mit Putin auch mit Wolodymyr Selenskyj. Der ukrainische Präsident telefonierte unterdessen in der Nacht zum Sonntag auch mit US-Präsident Joe Biden.

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Im Ukrainekrieg ist Israel als Vermittler im Gespräch. Medienberichten zufolge soll Selenskyj Bennett vor einigen Tagen gebeten haben, in Israel Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine auszurichten. Israel hat gute Beziehungen zu beiden Ländern, befindet sich daher aber auch in einem Zwiespalt : Es will seinen wichtigsten Bündnispartner, die USA, nicht verärgern, ist aber gleichzeitig aus strategischen Gründen vom Wohlwollen Moskaus abhängig, unter anderem in den Konflikten mit Syrien und Iran.

aar/dpa
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