»Operationen unter falscher Flagge« Briten warnen mit Twitter-Video vor »Russlands Drehbuch«

Das britische Außenministerium mahnt in eigentümlicher Manier vor einem Einmarsch Russlands in die Ukraine und vor russischer Propaganda: mit einem Video auf Twitter.
Großbritanniens Außenministerin Elizabeth Truss

Großbritanniens Außenministerin Elizabeth Truss

Foto: Russian Foreign Ministry / imago images/ITAR-TASS

Auf ungewöhnliche Art und Weise hat Großbritannien seinen Vorwurf erneuert, Russland wolle mit »Operationen unter falscher Flagge« einen Vorwand für einen Einmarsch in die Ukraine provozieren. In einem aufwendig produzierten Social-Media-Video, das vom britischen Außenministerium am Freitag auf Twitter veröffentlicht wurde, heißt es in weißen Lettern zu Bewegtbildern von Straßenszenen sowie marschierenden Soldaten: »Wir kennen Russlands Drehbuch. Lasst euch nicht täuschen.«

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Von Klaviermusik untermalt warnen die Briten in dem knapp eineinhalb Minuten langen Clip vor verschiedenen Szenarien, die Russland inszenieren und ukrainischen Kräften in die Schuhe schieben könnte – unter anderem einen Terrorangriff auf Zivilisten oder die Provokation von Gewalt, um eine folgende Invasion wie eine Friedensmission aussehen zu lassen. Russland habe bereits in der Vergangenheit falsche Vorwände genutzt, um militärische Aktionen zu rechtfertigen, etwa bei der Annexion der Krim im Jahr 2014, heißt es.

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Premierminister Boris Johnson und die britische Außenministerin Liz Truss hatten bereits zuvor mehrfach vor »Operationen unter falscher Flagge« gewarnt. Johnson sagte, er fürchte, solche Aktionen könnten in den kommenden Tagen deutlich zunehmen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich besorgt über das Ausmaß der russischen Militärpräsenz an der Grenze zur Ukraine geäußert. »Es kann keinen Zweifel geben, dass wir nun die größte Konzentration militärischer Streitkräfte in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges erleben«, sagte Stoltenberg am Freitag im ZDF-»heute journal«. Der Truppenaufmarsch, der nach westlichen Angaben rund 150.000 Soldaten umfasst, schürt seit Wochen Befürchtungen vor einem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

jso/dpa/AFP
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