Granaten und Minen Entschärfung russischer Kampfmittel wird laut ukrainischem Innenminister Jahre dauern

»Sie liegen unter Trümmern und stellen eine echte Bedrohung dar«: Der Innenminister der Ukraine sagt, es werde lange dauern, sein Land von scharfen Kampfmitteln zu befreien – und könne nur mithilfe des Westens gelingen.
Trümmer in Kiew (am 15. März)

Trümmer in Kiew (am 15. März)

Foto: Mohammad Javad Abjoushak / dpa

Nach Ansicht des ukrainischen Innenministers Denys Monastyrsky wird es Jahre dauern, die nicht explodierten Kampfmittel zu entschärfen, die Russland abgefeuert hat. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte Monastyrsky, sein Land werde westliche Hilfe benötigen, um die gewaltige Aufgabe nach dem Krieg zu bewältigen. Eine große Anzahl russischer Granaten und Minen sei nicht explodiert, sagt der Minister. »Sie liegen unter Trümmern und stellen eine echte Bedrohung dar.«

Auch das ukrainische Militär habe Landminen an Brücken, Flughäfen und anderen wichtigen Orten ausgelegt, um zu verhindern, dass Russland diese Punkte besetze.

Die Ukraine werde nicht in der Lage sein, das gesamte Gebiet zu entminen. Der Minister bat die EU und die USA deshalb, Expertengruppen für die Räumung zusammenzustellen. Monastyrsky erklärte, die Entminungsausrüstung des Innenministeriums habe man in Mariupol zurückgelassen. In der belagerten Hafenstadt mit 430.000 Einwohnern ist die Lage dramatisch.

jpz/AP
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