Antwort auf Teilmobilmachung EU-Außenminister einigen sich auf achtes Sanktionspaket gegen Russland

Bislang vermochten die über Russland verhängten Sanktionen den Krieg in der Ukraine nicht zu stoppen. Mit der Teilmobilisierung hat der Kreml eine neue Eskalationsstufe erreicht – und die EU reagiert.
EU-Außenbeauftragter Josep Borell: »Wir werden neue restriktive Maßnahmen prüfen, wir werden sie verabschieden«

EU-Außenbeauftragter Josep Borell: »Wir werden neue restriktive Maßnahmen prüfen, wir werden sie verabschieden«

Foto: CHRISTOPHE PETIT TESSON / EPA

Der Westen quittierte Russlands Überfall der Ukraine mit mehreren Sanktionspaketen, Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete diese mehrfach als »wirtschaftlichen Blitzkrieg« des Westens gegen Russland. Der geht nun in die nächste Runde.

Die Außenminister der Europäischen Union haben bei einem Sondertreffen am Mittwoch die Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf dessen Teilmobilisierung für den Krieg in der Ukraine erörtert. »Wir werden neue restriktive Maßnahmen prüfen, wir werden sie verabschieden«, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell Journalisten nach dem Treffen am Rande der Uno-Vollversammlung in New York . Eine endgültige Entscheidung müsse jedoch bei einer formellen Sitzung getroffen werden, fügte er hinzu.

Borrell deutete an, dass neue Sanktionen sich sowohl gegen Einzelpersonen als auch auf bestimmte Branchen beziehen würden.

Putin hatte am Mittwochmorgen in einer Fernsehansprache die Teilmobilmachung der Russen im wehrfähigen Alter angekündigt. Nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu sollen 300.000 Reservisten die russischen und separatistischen Kräfte im Süden und Osten der Ukraine verstärken. Die Teilmobilmachung wurde von westlichen Staaten scharf kritisiert.

Borrell und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) werden heute an einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrats zum Ukrainekrieg teilnehmen.

muk/AFP
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