Finnische Premierministerin Neues Partyvideo aufgetaucht – Sanna Marin äußert sich zu Klubabend mit Sänger

Finnland diskutiert über die Feierlaune seiner Regierungschefin. Nun wurde ein weiteres Video veröffentlicht – und Sanna Marin bezog erneut Stellung: »Ich glaube, dass diese Dinge zu meinem Privatleben zählen.«
Finnlands Regierungschefin Marin bei ihrer Erklärung am Freitag

Finnlands Regierungschefin Marin bei ihrer Erklärung am Freitag

Foto: Kimmo Brandt / EPA

Die finnische Regierungschefin Sanna Marin hat sich erneut zu ihrem Privatleben geäußert. Anlass ist ein Handyclip, der bei Twitter kursiert. Darin zu sehen ist die 36-Jährige beim Tanzen mit dem Sänger Olavi Uusivirta in einem Klub in Helsinki.

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Die beiden berühren sich dabei immer wieder an Schultern und Hüfte. Für einen kurzen Moment beugt sich der Musiker nach vorn. Manche wollen darin einen Kuss auf den Hals erkennen. Eindeutig zu sehen ist das nicht.

Während einer Pressekonferenz sagte Marin, sie könne sich nicht erinnern, auf den Hals geküsst worden zu sein. Sie glaube, Uusivirta habe ihr etwas sagen wollen. »Ich glaube, dass diese Dinge zu meinem Privatleben zählen. Und ich werde sie nicht im Detail kommentieren.«

DER SPIEGEL

Sie denke nicht, dass Unangemessenes in dem Video zu sehen sei. Marin ist seit 2020 verheiratet. Der Sänger schrieb bei Instagram. »Wir sind Freunde und es ist nichts Unangebrachtes zwischen uns geschehen.«

Video geleakt

Erst Mitte der Woche hatte eine Boulevardzeitung ein Video veröffentlicht, das Marin bei einer Party mit Freundinnen zeigt. Es hatte eine öffentliche Debatte über das Auftreten der Ministerpräsidentin und eine mögliche Verletzung ihrer Amtspflichten ausgelöst.

Hintergrund ist, dass Marin während der Feier Alkohol trank, nach Angaben der Regierung aber an dem fraglichen Tag keine Vertretung hatte. Sie war kurz zuvor wegen eines Termins vorzeitig aus dem Urlaub zurückgekehrt.

Umfragen zufolge ist Marin die beliebteste Politikerin im Land. Die unkonventionelle Art der Sozialdemokratin spaltet das Land dennoch.

Auf der einen Seite stehen jene, die sie als Vorreiterin einer neuen Generation von Politikerinnen sehen. Auf der anderen Seite all jene, die fürchten, die 36-Jährige habe die Ernsthaftigkeit ihres Amtes noch nicht verinnerlicht. Diese Gräben könnten sich nun vertiefen.

sms/dpa
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