Saudi-Arabien Angreifer attackiert Wachmann in französischem Konsulat

Kurz nach dem Angriff in Nizza wurde in Saudi-Arabien ein Mann festgenommen, der einen Wachmann des französischen Konsulats angegriffen hat. In Frankreich erschoss die Polizei einen Mann, der Passanten bedroht hat.
Ein arabisches Protestplakat, das Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als "neuen Kreuzritter" bezeichnet

Ein arabisches Protestplakat, das Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als "neuen Kreuzritter" bezeichnet

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JACK GUEZ / AFP

Ein Wachmann des französischen Konsulats im saudi-arabischen Dschidda ist bei einem Messerangriff verletzt worden. Das bestätigten die französische Botschaft in Saudi-Arabien und saudi-arabische Staatsmedien. Demnach sei der Wachmann ins Krankenhaus gebracht worden, aber nicht in Lebensgefahr. Der einheimische Angreifer sei festgenommen worden. Die Hintergründe des Angriffs sind noch unklar.

Seit Tagen gibt es in vielen islamischen Ländern wütende Proteste gegen Frankreich. Politiker unter anderem aus der Türkei, Iran und Ägypten empörten sich über das erneute Zeigen von Mohammed-Karikaturen in französischen Medien. Unter anderem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan rief zum Boykott auf und attackierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron scharf.

Zwei weitere mutmaßlich islamistische Angriffe in Frankreich

Ebenfalls am Donnerstag hatte ein Mann in der französischen Stadt Nizza mindestens drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

Kurz nach der Attacke in Nizza kam es im südfranzösischen Ort Montfavet nahe Avignon zu einem weiteren Zwischenfall: Polizisten töteten einen mutmaßlichen Angreifer, der Passanten mit einer Waffe bedroht haben soll. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Erst vor zwei Wochen war ein Lehrer in einem Vorort von Paris enthauptet worden. Das Verbrechen hatte im ganzen Land Entsetzen ausgelöst. Nach der Tat hatte sich Macron kritisch über den Islam geäußert und Mohammed-Karikaturen verteidigt.

mrc/AFP/Reuters
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