Appell an Regierung in Rom »Sea-Watch 3« darf mit mehr als 250 Menschen an Bord Sizilien anlaufen

Das deutsche Rettungsschiff »Sea-Watch 3« hatte 257 Migranten aus Seenot gerettet – und war seither auf der Suche nach einem Hafen. Nun kam die Anlegeerlaubnis aus Sizilien.
Westliches Mittelmeer: Ein Schlauchboot der »Sea-Watch 3« holt Migranten an Bord

Westliches Mittelmeer: Ein Schlauchboot der »Sea-Watch 3« holt Migranten an Bord

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DARRIN ZAMMIT LUPI / REUTERS

Bei mehreren Einsätzen hat das deutsche Rettungsschiff »Sea-Watch 3« in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen an Bord genommen. Nun darf die Crew in Italien anlegen.

Das Schiff sei auf dem Weg ins sizilianische Trapani, schrieb die deutsche Seenotrettungsorganisation Sea-Watch auf Twitter. Die »Sea-Watch 3« hatte seit dem vergangenen Wochenende 257 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet.

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Seitdem appellierte die Organisation an die Regierungen von Italien und Malta, das Schiff anlegen zu lassen. Die Situation der Menschen an Bord sei »kritisch«, twitterte Sea-Watch. Viele Menschen zeigten nach einer Woche auf See Symptome von Dehydrierung und wiesen Verletzungen auf. Auch seien mehr als 70 Minderjährige auf dem Schiff.

Trapani sei den Seenotrettern von den italienischen Behörden zugewiesen worden, schreibt die Organisation auf Twitter. »Unsere 257 geretteten Gäste sind erleichtert und unglaublich glücklich, bald an einem sicheren Ort an Land gehen zu können!«

Bei mehreren Einsätzen auf dem Mittelmeer hatten die »Sea-Watch 3« und das Schiff der europäischen Organisation SOS Méditerranée, die »Ocean Viking«, am Wochenende mehr als 700 Menschen gerettet.

Seit Beginn des Jahres sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bereits mindestens 1146 Migranten bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. Nach offiziellen Zahlen waren es im vergangenen Jahr mehr als 1200 Todesopfer. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. SOS Méditerranée gibt an, seit Februar 2016 mehr als 30.000 Menschen gerettet zu haben.

asc/AFP
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