Seenotrettung Küstenwache holt Verletzte von »Sea-Watch 3«

Erneutes Drama auf Hoher See: Nach einem Notruf hat die italienische Küstenwache mehrere Menschen mit Brandwunden vom privaten Seenotschiff »Sea-Watch 3« geholt – darunter auch drei Kinder.
Die »Sea-Watch 3« 2018 vor der libyschen Küste (Archivbild)

Die »Sea-Watch 3« 2018 vor der libyschen Küste (Archivbild)

Foto: Chris Grodotzki/ dpa

Die italienische Küstenwache hat mehrere Menschen wegen ihres schlechten Gesundheitszustands vom privaten Seenotretter-Schiff »Sea-Watch 3« geholt. Stunden zuvor habe die Sea-Watch-Crew Hilfe von Malta und Italien angefordert, teilte die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch in der Nacht zu Samstag mit. Unter den sechs Personen seien auch Kinder gewesen, hieß es.

Einige hätten demnach Verbrennungen am Körper. Das Team der »Sea-Watch 3« hatte am Freitag und in der Nacht zu Freitag in mehreren Rettungsaktionen fast 100 in Seenot befindliche Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer an Bord genommen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Derzeit operieren auch die »Ocean Viking« der privaten Organisation SOS Mediterranee und die »Astral« der freiwilligen Helfer von Open Arms im Mittelmeer. Die »Ocean Viking« kam am Samstagmorgen nach eigenen Angaben mehr als 50 Menschen in der libyschen Such- und Rettungszone zu Hilfe, die mit ihrem Schlauchboot in Seenot geraten waren.

Unter den Menschen waren demnach Frauen und Kinder. Die meisten von ihnen stammten aus Kamerun und Ghana. Am Mittag und Nachmittag retteten die freiwilligen Helfer in zwei Einsätzen fast 120 Menschen. Insgesamt seien nun ungefähr 175 Bootsmigranten an Bord des Schiffs.

Im zentralen Mittelmeer treffen die Organisationen immer wieder auf Flüchtlinge und Migranten, die in oft überfüllten Booten die EU erreichen wollen. Die Ziele der Menschen, die meist von Tunesien oder Libyen aus ablegen, sind oft Italien oder Malta.

sem/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.