Vorwurf der falschen Angaben Staatsanwälte weiten Ermittlungen gegen Trump-Konzern aus

Hat US-Präsident Donald Trump dafür gesorgt, dass dessen Sohn Eric das Familienvermögen niedriger angegeben hat, um Kredite zu bekommen und Steuern zu sparen? Diesem Verdacht gehen Ermittlerinnen nun auf die Spur.
Eric Trump als Statthalter seines Vaters im Konzern

Eric Trump als Statthalter seines Vaters im Konzern

Foto: GARY CAMERON/ REUTERS

Die New Yorker Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass die Firmengruppe von US-Präsident Donald Trump falsche Angaben zum Wert ihres Eigentums gemacht hat. Der Einreichung bei einem Gericht in Manhattan vom Montag zufolge geht es um die Frage, ob sich Trump auf diese Weise Kredite sichern sowie steuerliche und wirtschaftliche Vorteile erzielen wollte. 

Außerdem wollen die Ermittler in dem Verfahren eine Aussage des Präsidentensohns Eric Trump sowie die Herausgabe zahlreicher Dokumente der Trump Organisation erzwingen, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Eric Trump habe eine für Juli angesetzte Befragung abgesagt. Inzwischen lehne er es völlig ab, sich Fragen der Ermittler zu stellen, sagte Generalstaatsanwältin Letitia James. James erklärte, sie habe ihre Ermittlungen aufgenommen, nachdem Donald Trumps früherer persönlicher Anwalt Michael Cohen vor dem US-Kongress ausgesagt hatte, dass in Trumps Jahresabschluss der Wert einiger Vermögenswerte erhöht worden sei, um Geld für Kredite und Versicherungen zu sparen. Zudem seien andere Vermögenswerte zu niedrig angegeben worden, um Immobiliensteuern zu drücken.

Schweigegeldzahlungen für Pornostar?

In diesem Zusammenhang prüfen die Behörden vier Liegenschaften, unter anderem im Zentrum Manhattans. James zufolge ist Eric Trump als Executive Vice President der Holdinggesellschaft Trump Organization eng in eine oder mehrere Transaktionen involviert.

Es sind nicht die einzigen Ermittlungen gegen den Trump-Konzern. Der Staatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, will die Herausgabe von Steuerunterlagen von Trump und dessen Firmen über einen Zeitraum von acht Jahren einsehen. Bei den Ermittlungen geht es auch um angebliche Schweigegeldzahlungen, die Cohen dem Pornostar Stormy Daniels und dem ehemaligen Playmate Karen McDougal gezahlt haben soll. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben. Er dementiert.

jat/dpa/Reuters
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