Europäische Staatsanwaltschaft Mehr als 170.000 Euro bei italienischer EU-Abgeordneter und ihren Mitarbeitern beschlagnahmt
Das EU-Parlament in Straßburg
Foto: Denis Lomme / dpaBei der italienischen EU-Abgeordneten Stefania Zambelli und vier ihrer Assistenten sind wegen möglichen Betrugs mehr als 170.000 Euro beschlagnahmt worden. Das teilte die Europäische Staatsanwaltschaft (Eppo) mit.
Es geht um das Erschwindeln von Gehältern: Die Mitarbeitenden der Abgeordneten sollen die Tätigkeiten, für die sie eingestellt wurden, demnach nicht oder nur teilweise erledigt haben. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, sie hätten mit ihren Angaben zur Qualifikation für den Job das Europäische Parlament belogen.
Die Eppo-Außenstelle in Mailand hatte in der Sache mit der italienischen Polizei kooperiert. Besonders brisant ist, dass Zambelli mit mindestens einem der Mitarbeiter eng verwandt sein soll.
Den Ermittlungen zufolge profitierte sie auch von den Beträgen, die das Europaparlament an ihre Angestellten überwies. Teil der Vermögenswerte, die die italienische Polizei beschlagnahmte, waren unter anderem Luxusautos.