Mit hammerähnlichem Gegenstand Angriff auf Chef von Südkoreas Regierungspartei

Song Young Gil von der Demokratischen Partei wurde während eines Wahlkampfauftritts in Seoul von einem Mann attackiert. Der Politiker musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus.
Song Young Gil während der Stimmabgabe zur Präsidentenwahl

Song Young Gil während der Stimmabgabe zur Präsidentenwahl

Foto: YONHAP / EPA

Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Südkorea ist der Wahlkampf von einer Gewalttat gegen den Vorsitzenden der regierenden Demokratischen Partei, Song Young-gil, überschattet worden. In den sozialen Medien kursieren Videos von dem Wahlkampfauftritt in Seoul. Darauf ist zu sehen, wie sich ein Mann plötzlich von hinten dem Politiker Song nähert und ihm mehrmals mit einem hammerähnlichen Gegenstand auf den Kopf schlägt. Song sei mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, er sei aber »okay«, sagte ein Parteisprecher.

Motiv unklar

Der Verdächtige wurde von umstehenden Personen überwältigt und zu einer Polizeistation gebracht. Bei dem Täter handele es sich nach Berichten südkoreanischer Medien um einen Mann in den Siebzigern, der regelmäßig Clips auf der Videoplattform YouTube veröffentliche. Was sein Motiv für das Attentat war, blieb zunächst unklar.

Song betrieb Werbung für den Kandidaten Lee Jae-myung von der Demokratischen Partei. Die Partei verurteilte die Tat ebenso wie die oppositionelle Partei »Macht des Volkes« (PPP) und deren Kandidat Yoon Suk-yeol. Die konservative PPP ist die größte Oppositionspartei im Land. Yoon gilt für die Wahl am Mittwoch als größter Rivale von Lee.

Gewählt wird ein Nachfolger für den sozialliberalen Präsidenten Moon Jae-in. Gewalt während der Wahl sei »Terror gegen die Demokratie«, wurde Moon nach dem Zwischenfall von seinem Büro zitiert.

svs/dpa

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