Syrische Flüchtlingscamps Warum musste die fünfjährige Nahla sterben?

In Syrien ist ein fünfjähriges Mädchen ums Leben gekommen, nachdem es von seinem Vater über Wochen angekettet worden war und Hunger gelitten hatte. Der Fall legt die dramatischen Zustände in den Flüchtlingscamps offen.
Nahla al-Othman, fünf Jahre, ein paar Monate vor ihrem Tod in einem Flüchtlingscamp im Nordwesten Syriens

Nahla al-Othman, fünf Jahre, ein paar Monate vor ihrem Tod in einem Flüchtlingscamp im Nordwesten Syriens

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Hussein Al Hamad

Globale Gesellschaft
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Nahla wurde von ihrem Vater auch in dieses Bett gesperrt, das er zu einem Käfig umgebaut hatte. Ursprünglich stand es im Zelt der Familie, wurde dann als Beweismittel zur Polizeistation gebracht, wo dieses Bild entstand.

Nahla wurde von ihrem Vater auch in dieses Bett gesperrt, das er zu einem Käfig umgebaut hatte. Ursprünglich stand es im Zelt der Familie, wurde dann als Beweismittel zur Polizeistation gebracht, wo dieses Bild entstand.

Foto: macergifford / Twitter
»Zehn Jahre ohne eine Perspektive haben ihre Spur bei den Kindern hinterlassen. Wie viele Fälle geschehen jeden Tag, ohne dass irgendjemand je davon erfährt?«

Sonia Khush, Hilfsorganisation »Save the Children«

»Niemand hier kann es sich leisten, Verantwortung zu übernehmen.«

Hesham Al Omer leitet das Farjallah-Camp, in dem Nahla lebte

Ein Flüchtlingslager nahe dem Ort Killi in Nordwest-Syrien: Nahlas Familie lebt in einem kleinen, abgeschiedenen Camp

Ein Flüchtlingslager nahe dem Ort Killi in Nordwest-Syrien: Nahlas Familie lebt in einem kleinen, abgeschiedenen Camp

Foto:

Osama Jumaa / ZUMA Wire / imago images

»Ich hatte Angst, nach meinem Sohn noch ein Kind zu verlieren. Jetzt habe ich es dennoch verloren.«

Essam Abdulkarim Othman, Vater der toten Nahla, musste 21 Tage in Untersuchungshaft, bevor er entlassen wurde

Dieser Beitrag gehört zum Projekt Globale Gesellschaft