Reaktion auf Manöver vor Taiwan USA bestellen Chinas Botschafter ein

Die US-Regierung hat die Manöver Chinas vor Taiwans Küste als »provokativ« angeprangert. Das Weiße Haus bestellte auch den Botschafter Pekings in Washington ein.
Chinas Botschafter in Washington Qin Gang

Chinas Botschafter in Washington Qin Gang

Foto: Liu Jie / Xinhua / IMAGO

Nächste Runde im Konflikt zwischen China und den USA nach dem Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan: Die US-Regierung bestellte wegen der chinesischen Großmanöver den Botschafter Qin Gang ein.

Das Verhalten der Volksrepublik kritisierte John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, als »provokativ«. Chinas Antwort auf den Besuch von Pelosi könne den Frieden und die Stabilität in der Region gefährden. »Wir haben auch klargemacht, dass die USA vorbereitet sind, was auch immer Peking entscheidet zu tun.« Die USA hätten kein Interesse an einer Krise. Gleichzeitig würden die USA aber weiter Taiwan unterstützen.

China hatte am Freitag mitgeteilt, die Kontakte zu den Vereinigten Staaten auf mehreren Ebenen herunterzufahren. Unter anderem wurden ein geplantes Treffen militärischer Spitzenvertreter beider Seiten abgesagt und die bilateralen Klimagespräche ausgesetzt. Zudem habe China Sanktionen gegen Pelosi und die unmittelbaren Angehörigen der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses beschlossen. Damit werden die ohnehin gespannten Beziehungen der beiden Supermächte weiter belastet.

Dem chinesischen Botschafter sei deutlich gemacht worden, »dass Pekings Handlungen Taiwan, uns und unseren Partnern in aller Welt Sorge bereiten«, berichtete Kirby. Zudem hätten die USA erneut betont: »Nichts hat sich an unserer Ein-China-Politik geändert.«

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Teil der sogenannten Ein-China-Politik ist es, Peking als alleinigen Repräsentanten Chinas anzuerkennen. Zugleich lehnen die USA eine Änderung des Status quo bei Taiwans Beziehungen zur Volksrepublik durch Gewalt ab.

Kirby machte deutlich, dass die USA sich nicht davon abhalten ließen, »in den See- und Luftgebieten des Westpazifiks zu agieren, gemäß internationalem Recht, wie wir es seit Jahrzehnten tun«. Sein Land werde weiter Taiwan unterstützen und einen »freien und offenen Pazifik« verteidigen.

als/Reuters/AFP
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