Tapachula im Süden Mexikos Mehr als 2000 Migranten Richtung US-Grenze aufgebrochen

Im Süden Mexikos haben sich mehr als 2000 Menschen zusammengeschlossen und sich auf den Weg zur US-Grenze gemacht. Durch den Zusammenschluss als Gruppe erhoffen sie sich Schutz vor Gewalt und Abschiebung.
Eine Gruppe von Migranten zieht auf der Küstenstraße Richtung Norden

Eine Gruppe von Migranten zieht auf der Küstenstraße Richtung Norden

Foto: Marco Ugarte / dpa

In Tapachula im Süden Mexikos haben sich mehr als 2000 Menschen zusammengeschlossen und sind in Richtung Norden aufgebrochen. Es handele sich vor allem um Mittelamerikaner, aber auch Haitianer und Afrikaner, sagte der Aktivist Irineo Mujica von der Organisation »Pueblo Sin Fronteras«, der die Migranten begleitete, der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach gelang es ihnen, trotz aufgebotenen Personals der Migrationsbehörde und Sicherheitskräften voranzukommen. »Wenn sie uns am Durchkommen hindern wollen, ist es ihre Entscheidung. Aber wir gehen und niemand hält uns auf.« Auch am Sonntag konnte die Gruppe ihren Weg unter schwierigen klimatischen Bedingungen fortsetzen, wie die mexikanische Zeitung »El Milenio« berichtete . Die Migranten hätten einen Kontrollpunkt inmitten von Handgemengen überwunden, schrieb die Zeitung »El Universal« .

Das erste Ziel der Migranten ist Mexiko-Stadt. Einige sagten, dass sie in die USA wollten. »Wir kämpfen, um zu sehen, ob wir bis an die Nordgrenze kommen«, sagte der Nicaraguaner Antonio López der dpa. Seit fünf Monaten habe er in Tapachula festgesteckt und auf eine Möglichkeit gewartet, um in den Norden aufzubrechen. Nun will er auf der Suche nach dem amerikanischen Traum bis nach Tijuana.

Bereits im August stoppten Sicherheitskräfte hunderte Migranten

Im August waren mehrere hundert Haitianer, Kubaner und Mittelamerikaner, die in Tapachula aufbrachen, von mexikanischen Sicherheitskräften gestoppt worden. Mexiko verlangt von Migranten, die ein humanitäres Visum oder Asyl beantragen, dass sie im südlichen Grenzstaat Chiapas bleiben, solange ihre Fälle bearbeitet werden.

Seit einigen Jahren schließen sich Migranten in der Region zum Schutz vor Gewalt und Abschiebung verstärkt zu Gruppen zusammen. Aktivist Irineo Mujica sagt: »Das sind die Schwächsten, die sich nicht allein auf dem Weg machen könnten, weil die Migrationsbehörden sie aufgreifen und zurückschicken.«

tfb/dpa

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