Gedenken an die Terroranschläge vom 11. September 2001 Präsident Biden ruft die USA zur Einheit auf

US-Präsident Joe Biden hat sich zum 20. Jahrestag der Terroranschläge in New York und Washington an seine Nation gewandt. »Im Kampf um die Seele Amerikas ist Einheit unsere größte Stärke«, sagte er in einer Videobotschaft.
US-Präsident Joe Biden

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Foto: Samuel Corum / Bloomberg / Getty Images

Anlässlich des Gedenkens an die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA hat Präsident Joe Biden die nationale Einheit als größte Stärke der Vereinigten Staaten bezeichnet. In den Tagen nach den Anschlägen seien heldenhaftes Handeln, Widerstandskraft und »ein wahres Gefühl der nationalen Einheit« demonstriert worden, sagte Biden in einer am Freitagabend veröffentlichten Videobotschaft. »Im Kampf um die Seele Amerikas ist Einheit unsere größte Stärke. Einheit bedeutet nicht, dass wir an das Gleiche glauben müssen. Wir müssen einen grundlegenden Respekt und Vertrauen haben«, sagte Biden.

Der Präsident wollte am Samstag, dem 20. Jahrestag der Anschläge mit rund 3000 Toten, die drei damaligen Tatorte besuchen. Biden wollte zunächst Ground Zero in New York aufsuchen, dann die Absturzstelle des vierten entführten Flugzeugs bei Shanksville, Pennsylvania, und schließlich das Pentagon bei Washington. Er werde dabei keine Rede halten, sondern die Orte besuchen, um den Opfern seinen Respekt zu erweisen, hieß es.

Die Anschläge hätten eine Generation dazu motiviert, dem Land zu dienen und es auch gegen Terrorismus zu schützen, sagte Biden weiter. Jeder, der den USA Schaden zufügen wolle, müsse Folgendes wissen: »Wir werden dich jagen, fassen und dich zur Rechenschaft ziehen.« Dies gelte heute, morgen und für immer, betonte er.

Biden kritisierte, nach den Anschlägen seien auch »die dunkleren Kräfte der menschlichen Natur« zum Vorschein gekommen, nämlich »Angst und Wut«. Es habe etwa Vorurteile und Gewalt gegen amerikanische Muslime gegeben, gegen »wahre und gläubige Anhänger einer friedlichen Religion«, sagte Biden. Das Land dürfe sich aber nicht spalten lassen. »Die Einheit ist das, was uns ausmacht – Amerika von seiner besten Seite.«

Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida hatten vor 20 Jahren drei entführte Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers und in das US-Verteidigungsministerium vor den Toren der Hauptstadt Washington geflogen. Eine vierte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania ab, nachdem Passagiere sich gegen die Entführer aufgelehnt hatten.

Die schlimmsten Anschläge der US-Geschichte erschütterten die Weltmacht schwer, der damalige republikanische Präsident George W. Bush rief in der Folge den »Krieg gegen den Terrorismus« aus.

hen/dpa/AFP
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