Nach Geiselnahme in US-Synagoge Britische Polizei meldet Festnahmen in Manchester

Spezialkräfte hatten die Geiselnahme in einer Synagoge im US-Bundesstaat Texas beendet, der Täter kam ums Leben. Nun sind im Zusammenhang mit der Tat zwei Männer in Großbritannien gefasst worden.
Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungen zur Geiselnahme in Colleyville

Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungen zur Geiselnahme in Colleyville

Foto: RALPH LAUER / EPA

Nach der Geiselnahme in einer Synagoge im US-Bundesstaat Texas hat die britische Anti-Terror-Polizei zwei junge Männer festgenommen. Die beiden Teenager seien im Süden Manchesters gefasst worden und würden nun vernommen, teilte die zuständige Ermittlungsbehörde in der Nacht zu Montag über Twitter mit. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

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Die Geiselnahme in der Stadt Colleyville nahe Dallas hatte sich am Samstag ereignet. Der Täter, den die Polizei als 44-jährigen Briten identifizierte, brachte vormittags während eines Gottesdienstes in der Synagoge vier Geiseln – darunter den Rabbi – in seine Gewalt und verschanzte sich mit ihnen.

Spezialkräfte drangen nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Mann in die Synagoge ein und brachten die Geiseln unverletzt in Sicherheit. Der Täter kam ums Leben – wie genau, teilte die Polizei nicht mit. Auch zu den Hintergründen hielten sich die Behörden bisher bedeckt. US-Präsident Joe Biden und das britische Außenministerium bezeichneten die Tat als »Terrorakt«.

US-Medien berichteten unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Geiselnehmer habe eine in Texas inhaftierte pakistanische Wissenschaftlerin freipressen wollen. Sie war demnach im Juli 2008 im afghanischen Ghasni festgenommen und 2010 wegen eines Angriffs auf US-Soldaten in Afghanistan von einem US-Bundesrichter zu 86 Jahren Haft verurteilt worden. Beim Verhör auf einer Polizeiwache hatte sie eine am Boden liegende Waffe an sich genommen und auf einen US-Soldaten und einen Übersetzer gezielt, ohne diese zu treffen.

Die Frau hatte an einer Eliteuniversität in den USA studiert. Später wurde ihr Name von US-Behörden auf eine Liste von Verdächtigen gesetzt, die mit al-Qaida-Terroristen in Verbindung stehen könnten.

cop/dpa
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