Krieg in der Ukraine Internationale Atombehörde besorgt wegen Gefechten nahe Tschernobyl

»Es ist unmöglich zu sagen, ob das Kraftwerk sicher ist«: Die ukrainische Regierung warnt Europa vor den möglichen Gefahren durch den Kampf rund um den Reaktor. Und die IAEA mahnt ein »Höchstmaß an Zurückhaltung« an.
Atomanlage von Tschernobyl (Archivfoto)

Atomanlage von Tschernobyl (Archivfoto)

Foto: GENYA SAVILOV / AFP

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist alarmiert. Der Grund: Die Kämpfe rund um die zerstörte Atomanlage von Tschernobyl. Wegen der potenziellen Unfallgefahr verfolge sie die Situation in der Ukraine »mit großer Sorge«, erklärte die Uno-Organisation am Donnerstag. Sie forderte von allen Beteiligten »ein Höchstmaß an Zurückhaltung«. Eine ungesicherte Atomanlage berge große Gefahr.

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Das russische Militär hatte den zerstörten Atomreaktor im Norden der Ukraine zuvor nach »erbitterten« Kämpfen mit ukrainischen Streitkräften eingenommen, wie der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak am Donnerstagabend mitteilte.

Der Zustand der alten Reaktoranlage, der Schutzhülle über dem hochgradig radioaktiven Unglücksreaktor und des Lagers für Kernbrennstoffe sei nicht bekannt, sagte Podoljak. »Es ist unmöglich zu sagen, ob das Kraftwerk sicher ist.« Es handele sich um »eine der ernstesten Bedrohungen für Europa«.

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 war das bisher schwerste Atomunglück der Welt; 36 Jahre später ist das Gebiet in weitem Umkreis noch immer radioaktiv verseucht.

kfr/AFP