Mord an kurdischem Menschenrechtler Tahir Elçi Ein Schuss, der die Türkei veränderte

Vor fünf Jahren wurde der kurdische Menschenrechtsanwalt Tahir Elçi erschossen. Die Täter waren wohl Polizisten – aber Präsident Erdoğan bezichtigt die PKK. Kann ein Prozess die Schuldigen finden? Rekonstruktion eines politischen Krimis.
Tahir Elçi (M.): Der Menschenrechtsanwalt wurde 2015 in Diyarbakır, im Südosten der Türkei, erschossen

Tahir Elçi (M.): Der Menschenrechtsanwalt wurde 2015 in Diyarbakır, im Südosten der Türkei, erschossen

Foto: Ilyas Akengin/ AP/dpa
»Tahir war in seinen Beruf verliebt. Er träumte von einer Welt, in der Gerechtigkeit herrscht.«

Türkan Elçi, Witwe von Tahir Elçi

»Wir sagen, der Krieg, die Kämpfe, die Waffen, die Einsätze sollen fern bleiben von hier.«

Tahir Elçi bei einer Kundgebung Minuten vor seinem Tod

Tatort vor der Scheich-Matar-Moschee in Sur

Tatort vor der Scheich-Matar-Moschee in Sur

Foto: ILYAS AKENGIN/ AFP
Trauer um Tahir Elçi: Mehr als 100.000 Menschen haben Schätzungen zufolge an der Trauerfeier in Diyarbakır teilgenommen

Trauer um Tahir Elçi: Mehr als 100.000 Menschen haben Schätzungen zufolge an der Trauerfeier in Diyarbakır teilgenommen

Foto: AP/dpa
»Ich bin zutiefst besorgt über die fahrlässige Haltung des türkischen Gerichts.«

Alexis Anagnostakis, Vorstandsmitglied der Europäischen Anwaltskammer (ECBA)

»Wenn er heute noch am Leben wäre, wäre er selbst der Anwalt in diesem Fall.«

Aus einem Statement der Tahir-Elçi-Stiftung