Putin greift nach der Ukraine Krieg in Europa – was Sie wissen müssen, was Sie lesen sollten

Was passiert in der Ukraine? Wie wollen sich die Menschen dort gegen Russlands Armee wehren? Und wie drastisch hat sich Deutschlands Politik geändert? Wichtige SPIEGEL-Texte im Überblick.
Ukrainische Streitkräfte trotzen den russischen Angriffen

Ukrainische Streitkräfte trotzen den russischen Angriffen

Foto: Maksim Levin / REUTERS

Russlands Soldaten rücken immer weiter in die Ukraine vor, Hunderttausende Menschen fliehen vor den Kampfhandlungen, die ukrainischen Streitkräfte leisten beharrlich Widerstand. Der SPIEGEL berichtet ausführlich über diesen Krieg in Europa. Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten und besten Beiträge – Texte und Videos – der letzten beiden Tage, gegliedert nach Themenschwerpunkten.

Putins Überfall auf die Ukraine – und die Gegenwehr im Land

Wie reagieren die Menschen in der Ukraine auf den Überfall? Was denkt die russische Bevölkerung? Ein SPIEGEL-Team berichtet aus dem Kriegsgebiet und analysiert, was Wladimir Putins Großmachtstreben für die Weltordnung bedeutet. Die ganze Titelgeschichte des Magazins lesen Sie hier:

Neben den ukrainischen Streitkräften sind auch viele Zivilisten bereit, ihre Heimat gegen die russische Invasion zu verteidigen, darunter Wjatscheslaw, Hausmeister in Kiew. Er lernt Schießen im Wald und sichert einen Bunker für 1500 Menschen. Seine Geschichte hat Jonathan Stock aufgeschrieben.

Ukrainische Streitkräfte an einem Militärstützpunkt in Kiew

Ukrainische Streitkräfte an einem Militärstützpunkt in Kiew

Foto: Maksim Levin / REUTERS

Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren dürfen das Land nicht mehr verlassen. In Kiew wurden bereits Waffen und Munition an Einwohner verteilt. Was die freiwilligen Kämpfer antreibt und wie lange ihr Widerstand halten kann, lesen Sie hier.

Wladimir Putin könne allein von seinem eigenen Volk aufgehalten werden, glauben viele. Für den Krieg wird der russische Machthaber nicht nur von seinen Gegnern kritisiert. Behörden gehen gegen alle vor, die ihre Stimme erheben, schreiben Christina Hebel und Ann-Dorit Boy.

Die Zivilbevölkerung – zwischen Trümmern und auf der Flucht

Seit Tagen dauern die Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften bereits an. Putins Truppen attackieren das Nachbarland zudem mit Luftschlägen. Was das für die Menschen vor Ort bedeutet, haben Katja Lutska und Christina Hebel recherchiert. Die Geschichte lesen Sie hier.

Erschütternde Bilder sind in einem Video zu sehen, das einen Raketeneinschlag in ein Wohnhaus im Südwesten Kiews zeigt. Wie reagieren die Menschen in der Hauptstadt der Ukraine? SPIEGEL-Reporter Christian Esch berichtet von der Situation vor Ort.

Schwarzer Rauch steigt von einem Militärflughafen nahe Kharkiv auf: Unweit davon leben Menschen

Schwarzer Rauch steigt von einem Militärflughafen nahe Kharkiv auf: Unweit davon leben Menschen

Foto: Aris Messinis / AFP

Angesichts der Kampfhandlungen in ihrem Land, versuchen die Menschen scharenweise, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind etwa 368.000 Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Flucht. Die Zahl basiere auf den Daten nationaler Behörden – und sie steige weiter, teilte die Uno am Sonntag über Twitter mit.

Bilder von der Zerstörung der Ukraine, den Kampfhandlungen und der Flucht aus dem Land finden Sie hier:

Viele Menschen in Kiew verbringen die Tage und Nächte in Schutzräumen, auch die Autorin Yevgenia Belorusets. Für den SPIEGEL schreibt sie ein Tagebuch aus der umkämpften ukrainischen Hauptstadt.

Die westliche Welt – und die Rolle Deutschlands

Waffenlieferungen an die Ukraine hatte Deutschland zunächst abgelehnt und sich auch bei einem Ausschluss russischer Banken vom Kommunikationssystem Swift zögerlich verhalten. Dann kam die Kehrtwende. Wie Kanzler Olaf Scholz diese begründet und welche Konsequenzen er aus dem russischen Einmarsch für die deutsche Bundeswehr und den Verteidigungsetat zieht, finden Sie hier zusammengefasst.

Scholz bei seiner Regierungserklärung im Bundestag

Scholz bei seiner Regierungserklärung im Bundestag

Foto: ODD ANDERSEN / AFP

Er habe Putin unterschätzt, räumt der grüne Außenpolitiker Jürgen Trittin ein. Die Strategie der ökonomischen Abschreckung sei gescheitert, sagt er. Soldaten nach Osten verlegen? Hält er für richtig – als klares Signal, wie er in einem SPIEGEL-Interview mit Valerie Höhne und Martin Knobbe erklärt.

Als die EU noch um die Schärfe ihrer Russland-Sanktionen ringt, übt Peking bereits den Schulterschluss mit Moskau. Und die USA wirken zerrissen. Vier SPIEGEL-Korrespondenten berichten aus ihren Regionen – im Video.

Und Trump? Distanziert sich zwar von Putin, singt aber gleichzeitig ein Loblied auf den russischen Herrscher. SPIEGEL-Korrespondent Marc Pitzke hat die CPAC-Konferenz der US-Republikaner besucht und den Auftritt des ehemaligen Präsidenten beobachtet. Text und Videoanalyse finden Sie hier.

Meinungen und Kommentare

Startete den Krieg gegen die Ukraine: Russlands Präsident Wladimir Putin

Startete den Krieg gegen die Ukraine: Russlands Präsident Wladimir Putin

Foto: Alexey Druzhinin/ Sputnik/ AFP
  • Von rechten Kommentatoren in Europa und den USA wird Wladimir Putin als Held gefeiert – oder zumindest als erfrischender Gegenentwurf zum vermeintlich verweichlichten Westen. Damit müsse endlich Schluss sein, findet SPIEGEL-Kolumnist Christian Stöcker.

  • Die deutsche Bevölkerung reagiere auf den Krieg in der Ukraine allzu unpolitisch, kritisiert Sarah Brockmeier, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, in einem Gastbeitrag. Das müsse sich ändern, die Zeit leerer Solidaritätsbekundungen sei vorbei.

  • »Schämen Sie sich, Herr Scholz«, forderte der SPIEGEL-Journalist Maximilian Popp in dieser Woche in einem Kommentar mit Blick auf die aus seiner Sicht halbherzige Sanktionspolitik Deutschlands.