Bedrohung der Ukraine Russische Streitkräfte halten Manöver im Schwarzen Meer ab

Mehr als 30 Kriegsschiffe sind nach Angaben der russischen Marine beteiligt: Im Süden der Ukraine übt die Schwarzmeerflotte, U-Boote zu orten und zu zerstören. Auch in Belarus hält Russland ein Manöver ab.
Schiff der russischen Marine: Vorbereitung auf ein noch größeres Manöver

Schiff der russischen Marine: Vorbereitung auf ein noch größeres Manöver

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Russian Defense Ministry Press Service / AP / dpa

Inmitten der angespannten Situation zwischen Russland und der Ukraine hält Russland ein militärisches Manöver im Schwarzen Meer ab. Daran seien auch Flugzeuge, Hubschrauber und Schiffe beteiligt gewesen, teilte die Schwarzmeerflotte mit.

Ziel der Übungen sei, die Ortung und Zerstörung von U-Booten zu trainieren. Sie gelten als Vorbereitung auf ein größeres Manöver. Man wolle die Küste der von Russland 2014 einverleibten ukrainischen Halbinsel Krim und Marinestützpunkte gegen mögliche militärische Bedrohungen durch einen potenziellen Gegner verteidigen, hieß es. Mehr als 30 Kriegsschiffe seien im Einsatz.

Manöver auch in Belarus

Auch in Belarus hält Russland derzeit ein Manöver ab. Gemeinsam mit belarussischen Streitkräften wird nach Angaben beider Länder im Süden an der ukrainischen Grenze geübt. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko sagte, die Entscheidung über die Übung sei getroffen worden, bevor »die Hysterie« darum ausgebrochen sei.

Zur Frage, wann die russischen Truppen wieder aus Belarus abziehen, sagte er: »Das werden wir mit Wladimir Putin entscheiden.« Dem Kreml zufolge ist das Treffen des russischen Staatschefs Putin mit Lukaschenko für diese Woche angesetzt. Ein genauer Tag wurde nicht genannt. Der Kreml hatte den Abzug seiner Truppen nach Ende der Übung in Aussicht gestellt.

Laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu sind einige Manöver des russischen Militärs bereits beendet worden. Andere würden sich dem Ende nähern, sagt Schoigu zu Putin. Die gemeinsamen Übungen von Russland und Belarus sowie weitere Manöver in der Nähe der Grenze Russlands zur Ukraine haben die Befürchtung genährt, Russland plane eine Invasion seines Nachbarlandes.

Angesichts des Aufmarschs Zehntausender russischer Soldaten an der Grenze zur Ukraine hatte die US-Regierung am vergangenen Freitag davor gewarnt, dass Russland möglicherweise vor dem Ende der Olympischen Winterspiele am 20. Februar das Nachbarland angreifen könnte. Der Kreml dementierte die Vorwürfe.

sog/dpa
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