Ukrainekonflikt Uno fordert sofortiges Ende der russischen Besetzung der Krim

Vor sechs Jahren annektierte Russland die Krim. Die Ukraine und der Westen sehen darin eine Verletzung des Völkerrechts. Eine Uno-Resolution fordert nun den Abzug russischer Soldaten.
Soldat auf der Krim: 2014 hat Russland die Schwarzmeerhalbinsel besetzt

Soldat auf der Krim: 2014 hat Russland die Schwarzmeerhalbinsel besetzt

Foto: SHAMIL ZHUMATOV/ REUTERS

Der Konflikt um die Krim dauert bereits seit Jahren an. Grund dafür ist auch die strategisch gute Lage der Schwarzmeerhalbinsel. Im Verlauf der Krimkrise hat Russland das Gebiet 2014 annektiert. Seither ist die völkerrechtliche Zugehörigkeit der Krim umstritten. Nun stand das Thema bei den Vereinten Nationen (Uno) auf der Agenda.

Die Uno hat Russland zum sofortigen Rückzug von der Krim aufgefordert. Moskau müsse die »vorübergehende Besetzung des ukrainischen Staatsgebiets« unverzüglich beenden und alle Soldaten sowie Waffen von der Halbinsel abziehen, hieß es in einer verabschiedeten Resolution der Uno-Generalversammlung.

Die Abstimmung erfolgte auf Initiative von rund 40 Ländern, unter ihnen Deutschland, Frankreich, die USA und die baltischen Staaten. 63 Länder stimmten für die nicht bindende Resolution, 17 Mitgliedstaaten votierten dagegen und 62 weitere enthielten sich.

Russland hatte die Krim nach einem von der Ukraine und dem Westen nicht anerkannten Volksentscheid im März 2014 ins eigene Staatsgebiet aufgenommen. Seither übt Moskau faktisch die Kontrolle über die Halbinsel aus. Die Regierung in Kiew und der Westen sprechen von einer völkerrechtswidrigen Annexion und betrachten die Krim weiter als Teil der Ukraine.

asc/AfP
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