Seit Kriegsbeginn Russland verliert laut ukrainischer Regierung 3500 Soldaten

Im Krieg in der Ukraine hat Russland bislang keine Angaben über Verluste in den eigenen Reihen gemacht. Die ukrainischen Behörden sprechen hingegen von tausenden getöteten oder verletzten Soldaten des Feindes.
Ein ukrainischer Soldat in der Hauptstadt Kiew: Bereits 3500 russische Streitkräfte sollen getötet worden sein

Ein ukrainischer Soldat in der Hauptstadt Kiew: Bereits 3500 russische Streitkräfte sollen getötet worden sein

Foto: DANIEL LEAL / AFP

Russland hat seit Beginn seines Angriffs auf die Ukraine  nach Angaben aus Kiew 3500 Soldaten durch Tod oder Verwundung verloren. Dabei gibt es jedoch unterschiedliche Angaben. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Berufung auf das ukrainische Militär von 3500 Todesopfern, Reuters hingegen unter Berufung auf Alexei Arestowitsch, Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, von 3500 getöteten oder verletzten russischen Soldaten.

Zuletzt war am Freitag von 2800 Todesopfern auf russischer Seite berichtet worden.

Die Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Russland hat bislang keine Verluste in den eigenen Reihen gemeldet. Die ukrainischen Behörden sprachen bis zum Samstag von 198 getöteten Zivilisten, mehr als 1100 seien verletzt. Wegen des Konflikts befinden sich zehntausende Menschen auf der Flucht.

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Wie ein hochrangiger Vertreter des US-Verteidigungsministeriums in einem Briefing für Journalisten sagte, gehe man davon aus, dass mehr als 50 Prozent der entlang der ukrainischen Grenze zusammengezogenen russischen Streitkräfte in die Ukraine eingedrungen seien. Noch am Freitag war von lediglich einem Drittel die Rede gewesen.

Zehntausende russische Soldaten in der Ukraine

Der Umfang der russischen Truppenbewegungen in der Nähe der Ukraine war mit mehr als 150.000 Soldaten beziffert worden. Dazu gehörten neben den Kampfverbänden auch Einheiten für Logistik und andere Aufgaben, hieß es. Wie viele Soldaten genau in die Ukraine eingedrungen sind, wollte der Vertreter nicht sagen: »Ich denke, es ist sicher anzunehmen, dass es hier um Zehntausende geht.«

  • Alle wichtigen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

Russland hatte am Donnerstagmorgen mit einem Großangriff auf die Ukraine begonnen. In mehreren Städten schlugen Raketen oder Artilleriegranaten ein. Russische Bodentruppen waren anschließend binnen weniger Stunden bis in den Großraum Kiew vorgedrungen . Selenskyj-Berater Arestowitsch sagte jedoch, dass der russische Angriff auf Kiew derzeit nicht voranschreite. »Wir bekämpfen den Feind um Kiew herum, der Feind bewegt sich im Moment nicht«, sagte er.

Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version des Artikels war von 3500 Todesopfern auf russischer Seite die Rede, es gibt jedoch widersprüchliche Informationen, die wir ergänzt haben.

hba/Reuters/AFP/AP/dpa
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