Ende der Blockade Erster Getreidefrachter aus der Ukraine in Istanbul eingetroffen

Am Montag hatte die »Razoni« den Hafen von Odessa verlassen – jetzt hat das erste mit Getreide beladene Frachtschiff aus der Ukraine den Bosporus erreicht. Der Frachter wird nun von den türkischen Behörden inspiziert.
Frachter »Razoni« auf dem Schwarzen Meer kurz vor Istanbul

Frachter »Razoni« auf dem Schwarzen Meer kurz vor Istanbul

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ERDEM SAHIN / EPA

Das erste mit ukrainischem Getreide beladene Frachtschiff seit Beginn des russischen Angriffskriegs ist zur Inspektion in der Türkei eingetroffen. Der Frachter »Razoni« sei mit rund 26.000 Tonnen Mais aus der Ukraine am Schwarzmeer-Eingang der durch Istanbul verlaufenden Meerenge Bosporus angekommen und habe an der zugewiesenen Stelle geankert, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf Twitter mit .

Vertreter der Ukraine, Russlands, der Türkei und der Vereinten Nationen sollen am Mittwochmorgen an Bord gehen und das Schiff inspizieren. Damit soll unter anderem sichergestellt werden, dass die Ladung keine Waffen enthält. Anschließend soll der Frachter den Bosporus passieren. Das unter der Flagge des westafrikanischen Staates Sierra Leone fahrende Schiff steuert den Libanon an.

Durch vermintes Gewässer gelotst

Der Frachter hatte am Montag als erstes Schiff im Rahmen des von der Ukraine und Russland unterzeichneten Getreideabkommens den ukrainischen Hafen Odessa verlassen. Das Schiff musste zunächst über einen speziellen Seekorridor sicher durch in ukrainischer Küstennähe vermintes Gewässer gelotst  werden.

DER SPIEGEL

Mit den Lieferungen aus der Ukraine sollen Millionen Tonnen Getreide wieder für den Weltmarkt verfügbar werden. Die Ukraine zählte vor dem russischen Angriffskrieg zu den wichtigsten Getreideexporteuren der Welt. Für das Land geht es um Milliardeneinnahmen.

Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter Vermittlung der Vereinten Nationen jeweils getrennt mit der Türkei ein Abkommen in Istanbul unterzeichnet , um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Damit wurde auch die Einrichtung des Kontrollzentrums in Istanbul beschlossen.

mgo/dpa
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