Ukraines First Lady Selenska über steigende Preise »Während ihr Pfennige zählt, zählen wir unsere Opfer«

Olena Selenska äußert sich immer wieder zum Ukrainekrieg. Nun redete die Frau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der BBC – und richtete deutliche Worte an die Menschen im Westen.
Olena Selenska

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Die ukrainische First Lady Olena Selenska hat angesichts der Debatte über steigende Verbraucherpreise in Europa an das Leid in ihrem Land erinnert. »Während ihr anfangt, die Pfennige auf eurem Konto oder in eurer Tasche zu zählen, tun wir das gleiche und zählen unsere Opfer«, sagte die Frau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem BBC-Interview, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt werden sollte.

Die Geschichten der Menschen, die vor dem Krieg fliehen oder sogar ihr Leben verlieren, und ihre Gesichter müssten in aller Welt bekannt werden, sagte die 44-Jährige. »Nicht die Zahl der gefallenen Bomben oder die ausgegebenen Summen, sondern menschliche Geschichten – und davon gibt es Tausende.«

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Selenska äußert sich immer wieder öffentlich zum Ukrainekrieg. Im Juli etwa sprach sie bewegende Worte im US-Kapitol: »Der Terror geht weiter. Und ich appelliere an Sie alle (...). Ich bitte jetzt um etwas, worum ich niemals bitten wollte. Ich bitte um Waffen. Waffen, die nicht verwendet werden, um einen Krieg auf dem Land eines anderen zu führen. Sondern um das eigene Zuhause zu schützen«

Über den Weg ihres Mannes vom Schauspieler zum Kriegspräsidenten sagte Selenska, sie sei gekränkt, wenn Menschen sich darüber wunderten. »Er ist derselbe Mann, den ich schon immer gekannt habe«, sagte sie. Wolodymyr Selenskyj und seine Frau kennen sich aus Studienzeiten, sind seit 2003 verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder.

hba/dpa
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