Putin-Telefonat mit Xi Russland und China vereinbaren intensivere Zusammenarbeit

Beistand für Wladimir Putin von Chinas Staatschef Xi Jinping: Pekings Regime will seine Kooperation mit Russland massiv ausbauen, auch im militärischen Bereich.
Wladimir Putin mit Xi Jinping im Februar in Peking

Wladimir Putin mit Xi Jinping im Februar in Peking

Foto: Alexei Druzhinin / AP

Russland hat angesichts der westlichen Sanktionen mit China einen Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart. Dies sei bei einem Telefongespräch zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Xi Jinping vereinbart worden, teilte das russische Präsidialamt am Mittwoch in Moskau mit.

Die Zusammenarbeit solle »angesichts der weltweiten Wirtschaftssituation, die sich durch die unrechtmäßigen Sanktionen des Westens verkompliziert hat«, verstärkt werden, hieß es weiter. Moskau und Peking wollen den Angaben zufolge ihre Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Energie, Finanzen, Industrie und Transport verstärken. Putin und Xi hätten zudem über »die Entwicklung der militärischen Beziehungen« gesprochen.

Ähnliche Äußerungen kamen aus Peking: China sicherte Russland seine Unterstützung in Fragen der »Souveränität und Sicherheit« zu. Xi Jinping habe bei dem Telefonat mit Putin die »gute Entwicklungsdynamik« der Beziehungen beider Länder seit Jahresanfang »angesichts der globalen Turbulenzen und Veränderungen« gewürdigt, wie der staatliche chinesische Sender CCTV meldete. Peking sei bereit, die Zusammenarbeit mit Moskau mit dem Ziel einer »gerechteren und vernünftigeren« internationalen Ordnung zu intensivieren.

Es war das zweite Telefonat der beiden Staatschefs seit Russlands Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern äußert sich China über den Krieg in der Ukraine vergleichsweise zurückhaltend – Xi möchte offenbar keinen Bruch mit Putin. Stattdessen kritisierte Peking Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland sowie Waffenlieferungen an Kiew.

Schon Wochen vor dem russischen Angriff auf die Ukraine hatten sich Putin und Xi im Februar in Peking getroffen und ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich verpflichteten, dass die Beziehungen zwischen beiden Seiten »keine Grenzen« haben würden. Es bleibt unklar, ob Xi zu diesem Zeitpunkt von Russlands Plan, in die Ukraine einzumarschieren, wusste.

als/dpa/Reuters/AFP/AP
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