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Vorbereitung auf Friedensgespräche Saudi-Arabien richtet Ukraine-Konferenz aus

Seit Monaten bemühen sich der Westen und die Ukraine um einen Friedensgipfel. Bei dem Treffen in Dschidda wollen sie die Unterstützung der neutralen Staaten für Friedensforderungen gewinnen. Russland ist nicht dabei.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Foto: Susan Walsh / dpa

Saudi-Arabien soll einem Zeitungsbericht zufolge eine internationale Konferenz zur Lage in der Ukraine ausrichten. Das Treffen ist am 5. und 6. August in der Stadt Dschidda geplant. Unter den erwarteten hochrangigen Repräsentanten von bis zu 30 Staaten seien auch Vertreter der Ukraine, westlicher Länder sowie aus Schwellenländern wie Indien und Brasilien, Indonesien und Ägypten, berichtet das »Wall Street Journal« unter Berufung auf Diplomaten.  Russland wurde nicht zu der Konferenz eingeladen.

Mit dem Treffen würden Europa und Washington ihre Bemühungen, die internationale Unterstützung für die Friedensforderungen der Ukraine auch von großen Entwicklungsländern zu gewinnen, verstärken. Viele hätten sich bisher neutral verhalten, heißt es weiter im Bericht des »Wall Street Journal«. Die Ukraine und westliche Vertreter hoffen, dass die Bemühungen zu einem Friedensgipfel später in diesem Jahr führen könnten.

An einem Gipfel in diesem Jahr würde Russland jedoch nicht teilnehmen. Der Kreml habe ernsthafte Friedensgespräche vermieden und weiter an seinen Forderungen für eine Einigung festgehalten, etwa der Annexion von Gebieten, die russische Streitkräfte derzeit nicht kontrollieren, berichtet das US-Magazin.

Westlichen Diplomaten zufolge wurde Saudi-Arabien als Gastgeber für die zweite Gesprächsrunde mit der Hoffnung ausgewählt, auch China zur Teilnahme zu bewegen. Das Land hält enge Beziehungen zu Moskau.

Dem »Wall Street Journal« zufolge versucht Saudi-Arabien, eine größere Rolle in der Ukraine-Diplomatie zu spielen. Das Weiße Haus hätte dem Land im vergangenen Jahr vorgeworfen, auf der Seite Russlands zu stehen, um die Ölpreise hochzuhalten, wodurch Moskaus Finanzen gestärkt wurden. Das Land habe außerdem den Austausch von Kriegsgefangenen erleichtert und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf einem arabischen Gipfel im Mai empfangen.

jpa/Reuters