Russlands Krieg gegen die Ukraine Tote und Verletzte bei Raketenangriff auf Einkaufszentrum in Krementschuk

In Krementschuk ist eine russische Rakete in ein Einkaufszentrum eingeschlagen, Videos zeigen hohe Stichflammen und dicke Rauchschwaden. Präsident Selenskyj spricht von mehr als tausend Personen, die vor dem Angriff im Gebäude waren.
Das brennende Einkaufszentrum in Krementschuk

Das brennende Einkaufszentrum in Krementschuk

Foto: Cover-Images / IMAGO

Eine russische Rakete hat ein Einkaufszentrum im ukrainischen Krementschuk getroffen. Das berichten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Beobachter vor Ort. Mehr als 1000 Menschen sollen zum Zeitpunkt des Angriffs im Gebäude gewesen sein. »Es ist kaum vorstellbar, wie viele Opfer es gibt«, sagte der Präsident.

Die Zahl der Toten ist nach offiziellen Angaben zufolge auf mindestens zehn gestiegen. Darüber hinaus seien rund 40 Menschen teils schwer verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, am Abend mit. Die Lösch- und Rettungsarbeiten dauerten weiter an. Von russischer Seite gab es zunächst keine Reaktion. Zunächst war von mindestens zwei Toten die Rede gewesen.

Zuvor hatte auch Dmytro Lunin den Angriff bestätigt. Er schrieb auf Telegram  von einem »zynischen Akt des Terrors«. Ärzte, Ersthelfende und Soldaten seien vor Ort. »Der Raketenangriff auf das Einkaufszentrum mit Menschen in Krementschuk ist ein weiteres Kriegsverbrechen der Russen«, schrieb Lunin.

Auf Videos im Netz sind hohe Stichflammen und dicke, dunkle Rauchschwaden zu sehen. Menschen eilen ins Freie und versammeln sich vor der lichterloh brennenden Einkaufshalle.

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Nach Angaben des Zivilschutzes sind 115 Feuerwehrleute mit 20 Löschwagen im Einsatz. Zudem sei ein Löschzug der Eisenbahn angefordert worden.

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Krementschuk, eine Industriestadt mit 217.000 Einwohnern vor dem Einmarsch Russlands, ist der Standort der größten Ölraffinerie des Landes. In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums befindet sich eine Fabrik für Straßenbaumaschinen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Monaten gegen die russische Invasion, seit mehreren Monaten ist vor allem der Osten des Landes hart umkämpft. Die Vereinten Nationen haben bisher über 4700 zivile Todesopfer erfasst, gehen aber wie die Regierung in Kiew von weitaus höheren Opferzahlen aus.

mrc/AFP/Reuters
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