Warnung vor Einmischung Putin droht Unterstützern der Ukraine mit »blitzschnellen« Schlägen

Kremlchef Putin behauptet, die Sanktionen des Westens seien wirkungslos. Wer sich von außen in den Krieg gegen die Ukraine einmische und Russland bedrohe, werde die Antwort »rasch« erhalten.
Wladimir Putin in St. Petersburg

Wladimir Putin in St. Petersburg

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ALEXEY DANICHEV / AFP

Russlands Machthaber Wladimir Putin hat den Unterstützern der Ukraine bei einer Rede vor Spitzenfunktionären in St. Petersburg mit schnellen Gegenschlägen gedroht. Wer sich von außen einmischen wolle und eine für Russland unannehmbare strategische Bedrohung schaffe, müsse wissen, dass die Antwort »blitzschnell, rasch« sein werde.

»Wir haben dafür alle Instrumente«, warnte der Kremlchef. »Und wir werden nicht prahlen. Wir werden sie anwenden, wenn es nötig ist. Und ich will, dass alle das wissen.« Die notwendigen Entscheidungen seien bereits gefallen.

Zugleich erklärte Putin den westlichen Versuch für gescheitert, die russische Wirtschaft mit Sanktionen abzuwürgen. Die »militärische Spezialoperation« in der Ukraine und im Donbass, wie der Kreml den Krieg in der Ukraine nennt, werde alle ihre vorgegebenen Ziele erreichen, sagte er. Putin hatte auch die Atomwaffen des Landes als Warnung an die Nato in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen lassen.

Der Westen wolle Russland in verschiedene Teile aufspalten, behauptete Putin vor den Abgeordneten in St. Petersburg. Zudem habe der Westen die Ukraine in einen Konflikt mit Russland getrieben.

Steinmeier warnt Kreml: Nato wird jeden Zentimeter verteidigen

Nach einem Gespräch mit der slowakischen Präsidentin Zuzanna Caputova warnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Kreml davor, die Verteidigungsbereitschaft der Nato zu unterschätzen. »Unsere Demokratien sind stark und wehrhaft«, sagte er. »Sie sind bereit und in der Lage, jeden Zentimeter des Bündnisgebietes zu verteidigen – und das gemeinsam.« Dieses unmissverständliche Signal gehe auch von den in der Slowakei stationierten deutschen und niederländischen Staffeln des Flugabwehrraketensystems Patriot aus.

Caputova dankte Steinmeier ausdrücklich für die militärische Hilfe Deutschlands: »Man sagt, in der Not kannst Du erkennen, wer Dein Freund ist.«

als/dpa/Reuters