Telefongespräch Putin fordert von Scholz Erfüllung von Russlands Forderungen als Dialogbedingung

Nach dem französischen Präsidenten Macron hat nun auch Kanzler Olaf Scholz mit Putin telefoniert. Der Kreml pocht weiterhin auf eine Demilitarisierung der Ukraine.
Bundeskanzler Scholz

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CLEMENS BILAN / AFP

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Angaben des Kreml zufolge in einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz Dialogbereitschaft signalisiert – zugleich aber auf die Erfüllung russischer Forderungen gepocht. Russland sei offen für Gespräche mit der ukrainischen Seite und allen, die Frieden in der Ukraine wollten, teilte der Kreml in Moskau mit. »Allerdings unter der Voraussetzung, dass alle russischen Forderungen erfüllt werden.«

In der Mitteilung wurden diese Bedingungen noch einmal einzeln aufgelistet: Demnach geht es um »Demilitarisierung« und »Denazifizierung« sowie einen neutralen und nichtnuklearen Status der Ukraine. Außerdem fordert Moskau die Anerkennung der 2014 annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisches Territorium und eine Souveränität der Separatistengebiete Luhansk und Donezk in ihren administrativen Grenzen.

Bisher hieß es, die westlichen Staaten wollten die von Putin geforderten Bedingungen nicht akzeptieren. Putin hatte vor rund einer Woche den Angriff auf das Nachbarland Ukraine angeordnet und ihn mit dem Schutz der Menschen im ostukrainischen Donbass begründet.

til/dpa
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