Krieg in der Ukraine Uno fordert freien Export für Dünger aus Russland

Die Welt könne es sich nicht leisten, dass die Probleme bei der Verfügbarkeit von Düngemitteln zu einer Nahrungsmittelknappheit führen, mahnt die Uno. Und: Cherson ist laut Selenskyj noch nicht völlig befreit. Das waren die News am 11. November.
Landwirt, der ein Reisfeld in Indonesien düngt

Landwirt, der ein Reisfeld in Indonesien düngt

Foto: CHAIDEER MAHYUDDIN / AFP
Das Wichtigste in Kürze
  • Kurz nach dem Abzug der eigenen Truppen aus Cherson hat Russland eigenen Angaben zufolge mit Angriffen auf die gerade erst aufgegebene Region begonnen.

  • Die Ukraine will eine schlagkräftige Militär- und Verteidigungsindustrie aufbauen. »Wir versuchen, wie Israel zu sein – unabhängiger in den nächsten Jahren«, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Resnikow.

IAEA meldet schwere Schäden an ukrainischer Atomforschunganlage

23.47 Uhr: Die Atombehörde der Uno meldet schwere Schäden an der ukrainischen Atomforschungsanlage in Charkiw. Es gebe allerdings keine Hinweise, dass radioaktive Stoffe ausgetreten oder radioaktives Material abhandengekommen sei, sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Mariano Grossi, einer Mitteilung  zufolge. »Obwohl die Strahlungswerte normal waren, ist das Ausmaß der Schäden an dieser Kernforschungsanlage dramatisch und schockierend, sogar schlimmer als erwartet.« Ein IAEA-Team habe das Technologieinstitut vom 8. bis zum 10. November begutachtet.

Uno verlangen Ende der Hindernisse für Düngemittelexporte aus Russland

22.26 Uhr: Die Vereinten Nationen haben Länder weltweit aufgerufen, Hindernisse für den Export von Düngemitteln aus Russland aus dem Weg zu räumen. »Die Welt kann es sich nicht leisten, dass die weltweiten Probleme bei der Verfügbarkeit von Düngemitteln zu einer weltweiten Nahrungsmittelknappheit führen«, teilten die Vereinten Nationen nach Gesprächen mit dem russischen Vizeaußenminister Sergej Werschinin und seiner Delegation in Genf mit.

LME will russische Industriemetalle nicht vom System verbannen

21.52 Uhr: Die Londoner Metallbörse (LME) will nach einer Mitglieder-Befragung russische Industriemetalle nicht vom System verbannen. Die LME wolle derzeit weder ein Verbot für die russischen Metalle aussprechen noch Beschränkungen in den LME-Lagern einführen, teilte die Börse mit. Man wolle wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine keine moralische Bewertung für den Gesamtmarkt vornehmen.

Scholz sieht dreifache Aufgabe in Ukrainehilfe

21.02 Uhr: Kanzler Olaf Scholz sieht drei vorrangige Aufgaben in der Ukraine-Hilfe. Zunächst müsse man dafür sorgen, dass ukrainische Städte vor russischen Angriffen geschützt werden könnten, sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland . Er lobte die Effizienz des von Deutschland bereitgestellten Luftabwehrsystems Iris-T. Mittlerweile gebe es Interesse aus der ganzen Welt an dem System, das nicht einmal die Bundeswehr eingesetzt habe.

Zweitens müsse man die zerstörte Infrastruktur schnell reparieren. Drittens müsse man sich darauf vorbereiten, um weitere Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen zu können. Scholz warf Russlands Präsident Wladimir Putin vor, den Krieg seit zwei Jahren vorbereitet zu haben. Putin habe nur Gründe vorgeschoben, um einen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu starten, mit dem Ziel, eine »Gewaltherrschaft« in dem Land aufzubauen.

Satellitenbilder zeigen Schäden an Staudamm nahe Cherson

19.52 Uhr: Nach dem russischen Rückzug aus Cherson sind auf Satellitenbildern des US-Unternehmens Maxar erhebliche Schäden am nahegelegenen Staudamm von Nowa Kachowka zu erkennen. Maxar spricht davon, dass Teile des nördlichen Damms und der Schleusentore »vorsätzlich zerstört« worden seien. Ein Brechen des Damms würde große Teile des flussabwärts gelegenen Gebiets überfluten und für große Zerstörung um Cherson sorgen . Moskau und Kiew beschuldigten sich wiederholt gegenseitig, einen Angriff auf den Damm zu planen.

Auch mehrere Brücken über den Fluss Dnipro wurden laut Maxar beschädigt.

Ukraine will Mauer an Grenze zu Belarus bauen

19.10 Uhr: Die Ukraine baut nach eigenen Angaben eine Betonwand und Sperranlagen entlang der mehr als 1000 Kilometer langen Grenze zum russischen Verbündeten Belarus. In der Region Wolyn sei ein drei Kilometer langer, mit Stacheldraht bewehrter Wall errichtet worden, teilte Präsidialberater Kyrylo Tymoschenko bei Telegram mit . Auch in den Regionen Riwne und Tschytomyr werde gearbeitet. Einzelheiten nannte er nicht. »Das ist nicht alles, aber wir werden keine Einzelheiten veröffentlichen.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bereits nach der gewaltsamen Annexion der Krim im Jahr 2014 hatte Kiew angekündigt, eine Mauer bauen zu wollen. Damals sollte ein 2000 Kilometer langer Schutzwall zu Russland gebaut werden.

Selenskyj spricht von »historischem Tag«

18.48 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts des russischen Rückzugs aus Cherson von einem »historischen Tag« gesprochen. In seiner täglichen Videoansprache sagte er, dass Spezialeinheiten bereits in der Stadt seien. »Die Einwohner von Cherson haben gewartet. Sie haben die Ukraine nie aufgegeben«, sagte Selenskyj laut seinem Telegram-Kanal . Die Stadt sei noch nicht vollständig befreit, die Einwohner entfernten jedoch bereits russische Symbole von den Straßen und Gebäuden. Selenskyj bedankte sich bei den Streitkräften.

Scholz sagt Ukraine weitere Hilfen zu

17.31 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz hat einem deutschen Regierungssprecher zufolge mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Beide hätten sich im Vorfeld des G20-Gipfels über die militärische, politische und humanitäre Lage in der Ukraine ausgetauscht. Man habe konkrete Maßnahmen zur Stärkung der ukrainischen Energieinfrastruktur  besprochen, hieß es. Scholz habe weitere Unterstützung zugesagt, vor allem in den Bereichen Energieinfrastruktur und Luftverteidigung.

Ukraine will wie Israel werden

16.55 Uhr: Die Ukraine will eine schlagkräftige Militär- und Verteidigungsindustrie aufbauen. Wie der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Reznikov mitteilte, seien die staatlichen Übernahmen strategisch wichtiger Unternehmen Teil dieser Bemühungen. Laut Resnikow soll auch eine »Drohnenarmee« entstehen als Reaktion auf die iranischen »Kamikazedrohnen«, mit denen Moskau wiederholt ukrainische Städte angriff. »Wir versuchen, wie Israel zu sein – unabhängiger in den nächsten Jahren«, sagte Resnikow. Die Entwicklung der israelischen Industrie für die eigenen Streitkräfte habe das Land unabhängig gemacht.

Russland beschießt Cherson nach Abzug

16.33 Uhr: Kurz nach dem Abzug der eigenen Truppen aus der ukrainischen Gebietshauptstadt Cherson und weiteren Orten hat Russland eigenen Angaben zufolge mit Angriffen auf die gerade erst aufgegebene Region begonnen. »Aktuell werden Truppen und Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte auf dem rechten Ufer des Flusses Dnipro beschossen«, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Die Informationen lassen sich nicht unabhängig bestätigen.

Die ukrainische Seite hatte sich jedoch schon auf derartige Angriffe eingestellt. Die Pressesprecherin des Kommandos Süd der ukrainischen Armee, Natalija Humenjuk, erklärte im Fernsehen, die Streitkräfte rechneten mit »massivem Beschuss« Chersons. Das sei allein schon durch die Nähe der neuen Verteidigungslinie der Russen auf dem gegenüberliegenden Ufer des Dnipro begründet, sagte sie.

Mehr als 30.000 russische Soldaten abgezogen

15.40 Uhr: Russland hat im Rahmen seines Abzugs aus Cherson  laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax mehr als 30.000 Soldaten an das Ostufer des Flusses Dnipro verlegt. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass der Abzug in der Nacht zum Freitag abgeschlossen worden sei. Auf der westlichen Seite des Flusses, wo auch die Regionalhauptstadt Cherson liegt, befinde sich kein einziger russischer Soldat mehr und auch kein militärisches Gerät.

Erneuter Gefangenenaustausch zwischen Ukraine und Russland

14.14 Uhr: Russland und die Ukraine haben in dem bereits über acht Monate dauernden Angriffskrieg erneut Gefangene ausgetauscht. »Es ist gelungen, 45 Kämpfer der Streitkräfte zu befreien«, teilte der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros in Kiew, Andrij Jermak, im Nachrichtendienst Telegram mit. Es handele sich dabei um Soldaten und Feldwebel. Wie viele Soldaten an die russische Seite übergeben wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Am Vortag hatte der Interimschef des von Russland beanspruchten ostukrainischen Luhansker Gebiets, Leonid Passetschnik, von mehr 35 Soldaten gesprochen, die ausgetauscht worden seien.

DER SPIEGEL

Ukrainische Flaggen in Cherson

13.42 Uhr: Nach dem Abzug der russischen Truppen aus der südukrainischen Großstadt Cherson haben die verbliebenen Einwohnerinnen und Einwohner mit ukrainischen Flaggen und Hupkonzerten gefeiert. Bilder zeigten der Nachrichtenagentur dpa zufolge, wie die blau-gelbe Fahne wieder auf dem Gebäude der örtlichen Gebietsverwaltung gehisst wurde. Ukrainische Soldaten, die sich bereits am Stadtrand befanden, wurden demnach von den Menschen enthusiastisch mit Umarmungen und Beifall begrüßt. Örtlichen Berichten zufolge waren die ukrainischen Einheiten auch bereits in die Kleinstadt Beryslaw unweit des Kachowka-Staudamms eingerückt. Auch die »New York Times«  sowie die BBC  berichten von Flaggen in der Stadt und an offiziellen Gebäuden. Auf dem Netzwerk Telegram veröffentlichte das ukrainische Parlament einen Post, der die Szenerie im Zentrum der Stadt zeigt.

Gespräche über Verlängerung des Getreideabkommens

13.17 Uhr: Eine Woche vor Ablauf des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides haben in Genf Gespräche zwischen den Vereinten Nationen und Russland zur Fortsetzung der Initiative begonnen. Laut einer Uno-Sprecherin handelte es sich um informelle Gespräche. Unklar war, ob und wann die Vereinten Nationen über das Ergebnis informieren werden.

Das Abkommen wurde im Juli unter der Vermittlung der Uno und der Türkei geschlossen und gilt bis 19. November. Ziel war unter anderem, die sichere Durchfahrt von Frachtschiffen durch das Schwarze Meer zu ermöglichen. Die Ukraine gehört zu den weltweit wichtigsten Getreideexporteuren. Gleichzeitig sollten russische Exporte von Getreide und Düngemittel erleichtert werden. Das klappt nach russischer Darstellung nicht. Die westlichen Sanktionen gegen Russland richten sich zwar nicht direkt gegen diese Exporte. Sie machen es aber schwer für Russland, Häfen anzulaufen, Zahlungen abzuwickeln oder Schiffe zu versichern.

Ukrainische Soldaten offenbar schon in Cherson

12.27 Uhr: Nach dem von Russland als vollzogen gemeldeten Rückzug an das Ostufer des Dnjepr befinden sich offenbar bereits ukrainische Streitkräfte in der Stadt Cherson. In den sozialen Medien kursieren Fotos, auf denen zu sehen sein soll, wie Bürger die heimischen Kräfte begrüßen. Der ukrainische Abgeordnete Oleksiy Honcharenko teilte via Twitter mit, dass sich bereits Truppen der Armee in der Stadt befänden.

Ein Mitglied der örtlichen Regionalvertretung berichtete, viele russische Soldaten seien beim Versuch ertrunken, Cherson zu verlassen. Andere hätten ihre Uniformen abgelegt und versteckten sich. Nun laufe die Suche nach ihnen. Überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Brüder in Schweden wegen Spionage für Russland angeklagt

11.45 Uhr: In Schweden sind zwei Brüder wegen schwerer Spionage im Auftrag von Russland angeklagt worden. Das teilte die schwedische Staatsanwaltschaft mit. Viele Informationen aus den komplexen Ermittlungen seien geheim, der Verdacht gegen die beiden Männer beziehe sich auf ein schwerwiegendes Verbrechen gegen das schwedische Geheimdienst- und Sicherheitssystem, erklärte Chefankläger Per Lindqvist. Die unerlaubt beschafften, beförderten und offenbarten Informationen könnten in den Händen einer fremden Macht der Sicherheit Schwedens schaden.

Die beiden Männer sitzen seit September beziehungsweise November 2021 in Untersuchungshaft. Schwedischen Medienberichten zufolge hatte einer der beiden zum Zeitpunkt seiner Festnahme einen hohen Posten bei einer staatlichen schwedischen Behörde innegehabt, zuvor soll er auch für schwedische Geheimdienste gearbeitet haben. Beide Männer streiten die Vorwürfe demnach ab.

Putin wird auch nicht virtuell am G20-Gipfel teilnehmen

11.28 Uhr: Dass der russische Präsident nicht persönlich zum G20-Gipfel nach Indonesien reisen wird, hatte der Kreml bereits mitgeteilt. Es wurde allerdings erwartet, dass Putin zumindest online an Gesprächen teilnehmen wird. Dem erteilte sein Sprecher Dmitrij Peskow nun allerdings eine Absage. Putins Terminplanung würde dies nicht zulassen.

Kreml: Rückzug aus Cherson ist abgeschlossen

11.17 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass der Rückzug der eigenen Truppen aus Cherson auf das Ostufer des Dnjepr abgeschlossen sei. Demnach haben die Streitkräfte angeblich keine militärische Ausrüstung oder Waffen am Ufer zurückgelassen, alle Soldaten haben den Fluss überquert. Verluste an Personal, Waffen, Ausrüstung oder Material habe es nicht gegeben.

Nach unbestätigten Berichten soll es bei dem Rückzug der Besatzer allerdings teils chaotisch abgelaufen sein. Es gibt mehrere nicht verifizierte Schilderungen von russischen Soldaten und Beobachtern, nach denen etwa Armeeangehörige ihre Ausrüstung und Uniform weggeworfen haben und auf eigene Faust geflohen sind.

China bezeichnet Beziehungen zu Russland als »felsenfest«

10.55 Uhr: China hat seine Beziehungen zu Russland als »felsenfest« beschrieben. Außenamtssprecher Zhao Lijian sagte vor der Presse in Peking, beide Länder seien »umfassende strategische Partner«. China und Russland formten keine Allianz und folgten dem Grundsatz der Nichtkonfrontation. Ihre Zusammenarbeit ziele nicht auf dritte Parteien. »Die Beziehungen zwischen China und Russland haben über lange Zeit eine beständige und gute Entwicklung genommen. Es gebe ein ›hohes Maß an Vertrauen‹«.

Seit der russischen Invasion hat China dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Rückendeckung gegeben. Bis heute gibt es keine öffentliche Kritik aus Peking an seinem Vorgehen. Vielmehr hat Peking die USA und die Nato als Hauptverantwortliche des Konflikts dargestellt. Allerdings hat Putin selbst »Sorgen« auf chinesischer Seite angesprochen. In einer Abkehr von der bisherigen Zurückhaltung Chinas mit Äußerungen hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping aber vergangene Woche bei einem Treffen mit Kanzler Olaf Scholz in Peking gemeinsam und eindringlich vor dem Einsatz von Atomwaffen in dem Konflikt und der Drohung damit gewarnt.

Strategisch wichtige Antoniwkabrücke bei Cherson ist eingestürzt

10.10 Uhr: Die einzige nahe gelegene Straßenverbindung zwischen der Stadt Cherson und dem russisch kontrollierten Ostufer des Flusses Dnjepr ist eingestürzt. Nach Medienberichten soll die Antoniwkabrücke gesprengt worden sein. Ein öffentlich-rechtlicher Sender in der Ukraine veröffentlichte ein Foto, auf dem zu sehen ist, dass ganze Teile der Brücke fehlen. Die nächste Straßenbrücke über den Dnjepr liegt mehr als 70 km von Cherson entfernt.

Es war nicht sofort klar, was den Einsturz der Brücke verursacht hatte. Die ukrainische Seite hatte zuvor vermutet, dass die russischen Besatzer die Brücke als Deckung für ihren Rückzug sprengen könnten.

Ukrainischen Geheimdienstinformationen zufolge halten sich weiter russische Soldaten in der Stadt auf.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

London: Russische Angriffe auf Infrastruktur in Wellen

9.34 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste setzt Russland bei seinen Angriffen auf kritische Infrastruktur auf eine wellenartige Offensive. Dadurch seien weitreichende Schäden an Kraftwerken und Übertragungsstationen entstanden, hieß es im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums auf Twitter.

Insbesondere die Hauptstadt Kiew sei stark von Stromausfällen betroffen. Bei den jüngsten intensiveren Angriffen, die Ende Oktober stattgefunden hätten, sei erstmals auch ein Wasserkraftwerk Ziel gewesen. Moskau versuche mit diesen Angriffen, die Moral der ukrainischen Zivilbevölkerung zu schwächen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

USA wollen Munition aus Südkorea für Ukraine kaufen

8.47 Uhr: Südkorea wird laut Medienberichten Munition an die USA für deren militärische Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte verkaufen. Zunächst berichtete das »Wall Street Journal« über einen vertraulichen Waffendeal zwischen Seoul und Washington, wonach die USA ihrem Verbündeten 100.000 Schuss von 150-Millimeter-Artilleriemunition abnehmen würden. Das sei genug, um die Artillerieverbände der Ukraine für mindestens einige Wochen mit Munition zur Abwehr russischer Truppen zu versorgen. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf US-Regierungsbeamte über den Deal.

Das Verteidigungsministerium in Seoul bestätigte, dass südkoreanische Unternehmen mit den USA über den Export von Munition verhandelten. Der Kauf solle »die Knappheit an 150-Millimeter-Munition auf Lager« in den USA ausgleichen. Es werde unter der Voraussetzung verhandelt, dass die USA »Endbenutzer« seien. Das Ministerium betonte, an Südkoreas Position habe sich nichts verändert, keine tödlichen Waffen an die Ukraine zu liefern.

Anmerkung: In einer frühen Version dieses Eintrags war die Bezeichnung der Artilleriemunition nicht korrekt. Wir haben den Fehler berichtigt.

Russische Rakete zerstört Wohnhaus in Mykolajiw

8.40 Uhr: Bei einem neuen Raketenangriff hat Russland nach Angaben aus Kiew ein Wohnhaus in der Stadt Mykolajiw zerstört. »Leider gibt es Tote und Verletzte. Such- und Rettungseinsätze laufen«, teilte Wolodymyr Selenskyj mit. Das sei die »zynische Antwort des Terrorstaats« auf die ukrainischen Erfolge an der Front. Russland lasse nicht ab von seiner »abscheulichen Taktik«.

Der ukrainische Gouverneur des Gebietes Mykolajiw, Witalij Kim, teilte am Morgen im Nachrichtenkanal Telegram zunächst mit, es gebe zwei Tote und zwei Verletzte nach dem Raketeneinschlag in dem fünfgeschossigen Haus. Mittlerweile ist von sechs Toten die Rede.

Litauen dringt auf Entsendung deutscher Brigade bis 2026

8.30 Uhr: Die litauische Regierung erwartet von Deutschland bis 2026 die Entsendung einer Brigade mit bis zu 5000 Soldaten zur Stärkung der Nato-Ostflanke. Der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis sagte der Nachrichtenagentur dpa während seines Besuchs in Berlin, dass Litauen in den nächsten Jahren massive Investitionen plane, um die Truppenstationierung zu ermöglichen. »Wir werden bis 2026 alles fertig haben: Übungsplätze, Kasernen und all diese Dinge.« Spätestens beim Nato-Gipfel im Juli 2023 in Litauen erwarte man, dass diese Vorbereitungen durch eine Zusage Deutschlands erwidert würden, die Soldaten zu entsenden.

Während die Regierung in Vilnius erwartet, dass eine komplette Brigade mit wechselnder Besetzung in Litauen stationiert wird, will die Bundesregierung einen Großteil der Soldaten in Deutschland für einen möglichen Einsatz bereithalten.

Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Der Baltenstaat im Nordosten Europas ist bereits seit 2017 Standort eines von Deutschland geführten Nato-Bataillons mit derzeit etwa 1600 Soldaten. Davon gehören mehr als die Hälfte der Bundeswehr an.

svs/hba/dpa/Reuters/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.