+++ Krieg in Osteuropa am Montag +++ Ukrainischer Armeechef: Werden keine Kompromisse akzeptieren

Erst wenn Russland alle besetzten Gebiete verlasse, sei man zu Verhandlungen bereit, kündigt der Oberbefehlshaber der Ukraine an. Und: Vor dem Abzug haben russische Truppen ein wichtiges Kraftwerk in Cherson zerstört. Das waren die News am 14. November.
Ukrainische Soldaten in Isjum nach der Rückeroberung der Stadt im September

Ukrainische Soldaten in Isjum nach der Rückeroberung der Stadt im September


Foto:

- / dpa

+++ Das Wichtigste in Kürze +++
  • CIA-Direktor William Burns und sein russischer Amtskollege Sergej Naryschkin haben sich in Ankara getroffen. Burns soll vor dem Einsatz von Atomwaffen gewarnt haben.

  • Die EU-Staaten wollen eine Ausbildungsmission für ukrainische Streitkräfte starten.

  • Präsident Selenskyj hat Cherson besucht.

  • Sergej Lawrow soll laut Medienberichten auf Bali im Krankenhaus gewesen sein. Seine Sprecherin dementierte das.

  • Der britische Premierminister Rishi Sunak hat Russland als »Schurkenstaat« bezeichnet.

Ukrainischer Armeechef: Werden keine Kompromisse akzeptieren

22.22 Uhr: Das ukrainische Militär wird nach Worten seines Oberkommandierenden Walerij Saluschnyj keine Kompromisse bei der Befreiung des Landes von der russischen Besatzung akzeptieren. Das teilte Saluschnjy nach einem Telefonat mit US-Generalstabschef Mark Milley mit.

»Unser Ziel ist es, das gesamte ukrainische Land von der russischen Besatzung zu befreien.«

Walerij Saluschnyj, Oberkommandierender der Ukraine

»Unser Ziel ist es, das gesamte ukrainische Land von der russischen Besatzung zu befreien«, schrieb Saluschnyj auf Telegram. Auf diesem Weg werde man nicht stehen bleiben. »Das ukrainische Militär wird keine Verhandlungen, Vereinbarungen oder Kompromissentscheidungen akzeptieren. Es gibt nur eine Bedingung für Verhandlungen: Russland muss alle besetzten Gebiete verlassen.«

Kraftwerk in Cherson nach ukrainischen Angaben vor russischem Rückzug zerstört

21.34 Uhr: Nach Angaben der Ukraine haben russische Truppen vor ihrem Abzug aus der Stadt Cherson ein wichtiges Kraftwerk zerstört. »Die Energieanlage, die das gesamte rechte Ufer der Region Cherson und einen bedeutenden Teil der Region Mykolajiw mit Strom versorgte, ist praktisch zerstört«, erklärte der Leiter des staatlichen Stromversorger Ukrenergo, Wolodymyr Kudryzkyj. Die Zerstörung sei eine Folge »der ohnmächtigen Wut der Besatzer vor ihrer Flucht«.

Uno-Generalversammlung fordert Reparationszahlungen von Russland an die Ukraine

19.45 Uhr: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Montag gefordert, dass Russland für seine Invasion in der Ukraine zur Rechenschaft gezogen wird. Sie verabschiede eine Resolution, in der die Verantwortung Russlands für die Wiedergutmachung in dem Land anerkannt wird.

Die Abstimmung in der 193 Mitglieder zählenden Weltorganisation fiel mit 94 zu 14 Stimmen bei 73 Enthaltungen aus. Es war die geringste Unterstützung der fünf Resolutionen zum Krieg in der Ukraine, die von der Generalversammlung seit dem Einmarsch Russlands in das kleine Nachbarland verabschiedet wurden.

Die Resolution erkennt dabei an, dass Russland für Verletzungen des Völkerrechts in oder gegen die Ukraine zur Rechenschaft gezogen werden muss und »die rechtlichen Konsequenzen all seiner völkerrechtswidrigen Handlungen tragen muss, einschließlich der Wiedergutmachung für die durch solche Handlungen verursachten Verletzungen, einschließlich aller Schäden«.

Resolutionen der Generalversammlung sind nicht bindend.

USA verhängen Sanktionen gegen mehrere Unternehmen

19.55 Uhr: Die USA haben neue Sanktionen gegen eine Reihe von Unternehmen verhängt. Die US-Regierung wirft ihnen vor, Moskau bei der Beschaffung von Waffen zu helfen und damit den Krieg zu unterstützen. Konkret geht es um ein russisches Unternehmen, das auf die Herstellung und Produktion von Mikroelektronik spezialisiert ist sowie um drei mit der Firma in Verbindung stehende Firmen – in Armenien, Taiwan und der Schweiz.

Insgesamt hätten die USA gegen 14 Personen und 28 Einrichtungen Sanktionen verhängt, darunter auch gegen zwei Schweizer Staatsangehörige sowie mehrere Unternehmen in der Schweiz und in Frankreich.

Ukrainische Bahn fährt nach eigenen Angaben wieder nach Mykolajiw

19.16 Uhr: Fast neun Monate ist die ukrainische Eisenbahn wegen des russischen Angriffskrieges nicht in die südliche Stadt Mykolajiw gefahren. Das ändert sich nun offenbar. Der erste Nachtzug sollte am Montagabend aus der Hauptstadt Kiew abfahren, wie die ukrainische Staatsbahn mitteilte . Der Bahnverkehr nach Mykolajiw war im Februar eingestellt worden, als russische Truppen auf die Hafenstadt vorrückten.

Wegen der Befreiung der benachbarten Stadt Cherson hat sich die militärische Lage für Mykolaijw inzwischen entspannt. Auch Cherson solle binnen zehn Tagen wieder an das ukrainische Bahnnetz angeschlossen werden, kündigte Infrastrukturminister Oleksandr Kubrakow auf Facebook an.

Ukrainischer Präsident in Cherson: »Dies ist der Anfang vom Ende des Krieges«

18.39 Uhr: Es war ein emotionaler Auftritt: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die rückeroberte Stadt Cherson besucht. Er wurde von jubelnden Menschen empfangen. Eindrücke von SPIEGEL-Reporter Alexander Sarovic.

DER SPIEGEL

Russland verhängt Sanktionen gegen Jim Carrey und Margaret Atwood

18.24 Uhr: Russland hat den Hollywood-Schauspieler Jim Carrey und die Schriftstellerin Margaret Atwood aus Kanada wegen ihrer proukrainischen Haltung mit Sanktionen belegt. Sie stehen auf einer Strafliste mit 100 kanadischen Politikern, Wissenschaftlern, Künstlern und Unternehmern, deren Namen das russische Außenministerium veröffentlichte.

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Für die 100 Personen wie für andere Kanadier, die früher Sanktionen belegt wurden, gilt unter anderem ein Einreiseverbot nach Russland. Schaupieler Carrey (»Die Truman-Show«) hat mehrfach seine Solidarität mit der Ukraine bekundet. Atwood (»Der Report der Magd«) hat an Protesten gegen den Krieg teilgenommen.

Schauspieler Jim Carrey im April 2022 in Los Angeles

Schauspieler Jim Carrey im April 2022 in Los Angeles

Foto: Jordan Strauss / AP

Britischer Verteidigungsminister lobt deutsche Hilfe für Ukraine

18.16 Uhr: Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hat den deutschen Beitrag zur militärischen Unterstützung der Ukraine gelobt. »Deutschland hat in den vergangenen acht Monaten viel ungerechtfertigte Kritik einstecken müssen«, sagte Wallace nach einem Treffen mit Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht.

»Deutschland hat in den vergangenen acht Monaten viel ungerechtfertigte Kritik einstecken müssen.«

Ben Wallace, britischer Verteidigungsminister

Deutschland habe durchgehend einen soliden Beitrag geleistet und die Ukraine mit wichtigen Waffenlieferungen unterstützt, so der konservative Politiker. Er betonte unter anderem die Mehrfachraketenwerfer vom Typ M270, die einen »strategischen Unterschied« gemacht hätten, sowie die Gepard-Flugabwehrpanzer.

Im Hinblick auf die seit Langem von der Ukraine geforderte Lieferung von modernen Kampfpanzern wollte Wallace keine Zusagen machen. Man koordiniere gemeinsam mit den anderen Unterstützern der Ukraine die Lieferung von benötigten Waffensystemen.

Moskau will angeblich Kriegskritik in G20-Erklärung akzeptieren

17.59 Uhr: Russland ist offenbar bereit zu akzeptieren, dass in die Abschlusserklärung des G20-Gipfels eine Passage zur Verurteilung des Krieges aufgenommen wird. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Berufung auf einen westlichen Diplomaten, dass der russische Angriff in der Erklärung auch klar als Krieg bezeichnet wird – und nicht wie normalerweise von Kremlchef Wladimir Putin als militärische Spezialoperation. Russlands Zustimmung zu dem Textentwurf gelte als mögliches Zeichen dafür, dass Moskau nicht einmal mehr auf die Unterstützung des mächtigen Partners China zählen kann.

Einen Hinweis auf Zugeständnisse Russlands hatte zuvor bereits Außenminister Sergej Lawrow gegeben. Der Vertreter von Putin bei dem Gipfel sagte in einem Video seines Ministeriums, man werde die Abschlusserklärung annehmen.

»In diesem Jahr haben wir auch den Krieg in der Ukraine erlebt, der die Weltwirtschaft weiter beeinträchtigt hat«, heißt es demnach unter anderem in dem Entwurf, auf den sich die Chef-Unterhändler der Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) am Montag verständigten.

Kanada sagt Ukraine weitere Militärhilfe zu

17.11 Uhr: Kanada hat der Ukraine weitere Militärhilfe in Höhe von 500 Millionen kanadische Dollar (etwa 364 Millionen Euro) zugesagt. Das Geld solle unter anderem für Militärgüter, Treibstoff und Arzneimittel verwendet werden, heißt es in einer Erklärung von Ministerpräsident Justin Trudeau während des G20-Gipfels auf Bali. Zudem würden Sanktionen gegen 23 Russen verhängt, die an systematischen Menschenrechtsverletzungen beteiligt gewesen seien. Dazu gehörten Polizeibeamte, Richter und Gefängnismitarbeiter. Kanada hat bislang 3,4 Milliarden kanadische Dollar Militärhilfe an die Ukraine geleistet.

USA verhängen weitere Sanktionen gegen Russland

16.50 Uhr: Die USA haben weitere Sanktionen gegen Russland bekannt gegeben. Betroffen seien 14 Personen, 28 Einrichtungen und acht Flugzeuge, heißt es auf der Internetseite  des US-Finanzministeriums. Ziel sei ein internationales Netzwerk, das Technologie zur Unterstützung des russischen militärisch-industriellen Komplexes beschafft habe.

Gazprom Germania gehört nun dem deutschen Staat – Polen stellt Gazprom-Tochter unter Zwangsverwaltung

16.42 Uhr: Deutschland und Polen machen Ernst: Die Bundesregierung verstaatlicht das angeschlagene Gasunternehmen Securing Energy for Europe (Sefe), eine frühere Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Gazprom. Polen hat eine Gazprom-Tochter, die Anteile an dem Betreiber der Jamal-Pipeline hält, unter Zwangsverwaltung gestellt. Dies sei notwendig, um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur für den Gastransport zu gewährleisten, sagte Entwicklungsminister Waldemar Buda. Eine Enteignung sei laut Verfassung nicht möglich, weshalb man sich für eine Zwangsverwaltung entschieden habe.

Oppositionsführerin bezeichnet Belarus als de facto von Russland besetzt

Swetlana Tichanowskaja Anfang Oktober in der polnischen Hauptstadt Warschau

Swetlana Tichanowskaja Anfang Oktober in der polnischen Hauptstadt Warschau

Foto: Michal Dyjuk / dpa

16.30 Uhr: Belarus ist nach Einschätzung der im Exil lebenden Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja »de facto unter Militärbesatzung« Russlands. Der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko müsse allen Anweisungen aus Moskau »zustimmen, denn er weiß, dass er ohne die Unterstützung Putins nicht politisch überleben wird«, sagte Tichanowskaja der Nachrichtenagentur AFP.

Tichanowskaja rief die EU und die internationale Gemeinschaft auf, ihr Land über den Ukrainekrieg nicht zu vergessen: »Die Lage in Belarus hat sich verschlechtert«, sagte sie. »Die Zahl der politischen Gefangenen steigt, die Menschen werden willkürlich festgehalten und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.« Die Weltgemeinschaft dürfe »keine Beschwichtigungspolitik gegenüber der Diktatur betreiben und nicht vergessen, was das Regime getan hat und weiter tut«.

Vorbereitung auf »aufgezwungenen Krieg« – Bundeswehr soll deutlich kampfkräftiger werden

16.22 Uhr: In einem vertraulichen Strategiepapier schwört Generalinspekteur Zorn die Bundeswehr auf harte Jahre ein. Ein Konflikt mit Russland werde wahrscheinlicher. Die Truppe müsse sich voll auf die Abwehr eines Angriffs konzentrieren. Lesen Sie hier  mehr:

»Als wir Artilleriefeuer hörten, haben wir aufgeatmet«

16.08 Uhr: Die Besatzung ist vorbei, der Alltag noch nicht wieder eingekehrt. Strom, Wasser und Netz fehlen, Läden sind geschlossen. Und die Erinnerungen an die vergangenen Monate sitzen tief. Erste Eindrücke der SPIEGEL-Reporter  aus dem befreiten Cherson:

Biden bezeichnet Rückeroberung Chersons als »bedeutenden Sieg« für die Ukraine

15.43 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat die Rückeroberung der Gebietshauptstadt Cherson durch die Streitkräfte der Ukraine als »bedeutenden Sieg« bezeichnet. Die ukrainische Armee sei »wirklich wunderbar«, sagte Biden auf der indonesischen Insel Bali. »Ich kann nur applaudieren.«

Die USA würden auch weiter helfen, damit die Ukrainer sich selbst verteidigen können. Washington werde aber nicht in Verhandlungen treten ohne Kiew. »Es gibt nichts zur Ukraine ohne die Ukraine. Es ist eine Entscheidung, die die Ukraine treffen muss«, sagte Biden mit Blick auf wiederholte Vorschläge Russlands zu Verhandlungen.

Biden machte deutlich, dass er nun eine Verlangsamung des Kriegsgeschehens erwarte wegen des Winters. Er sei aber überzeugt, dass Russland die Ukraine nicht mehr so besetzen könne, wie das zu Beginn des Kriegs am 24. Februar geplant gewesen sei.

Xi Jinping »höchst besorgt« über Ukrainekrieg

15.32 Uhr: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat sich »höchst besorgt über die gegenwärtige Situation in der Ukraine« geäußert. Bei seinem Gespräch mit US-Präsident Joe Biden am Montag auf der indonesischen Insel Bali sagte Xi Jinping nach chinesischen Angaben, China unterstütze eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland. Auch sollten die USA, die Nato und die Europäische Union einen umfassenden Dialog mit Russland führen.

Zuvor hatte das Weiße Haus mitgeteilt, dass die Staatsoberhäupter russische Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine verurteilt hätten. Beide Seiten stimmten auch überein, dass »ein Atomkrieg niemals geführt werden sollte«, hieß es. Die offizielle chinesische Darstellung des Gesprächs erwähnte das dagegen nicht. Erwähnt wurde allerdings auch nicht die sonst häufig wiederholte chinesische Argumentationslinie, dass Russlands »legitime Sicherheitsinteressen« berücksichtigt werden müssten. China hat den Einmarsch Russlands in der Ukraine bis heute nicht kritisiert und gibt Präsident Wladimir Putin politisch Rückendeckung.

CIA-Chef Burns trifft russischen Amtskollegen Naryschkin

14.56 Uhr: Der Direktor des US-amerikanischen Auslandsgeheimdiensts CIA, William Joseph Burns, hat sich in der Türkei mit seinem russischen Amtskollegen getroffen. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die »New York Times «. Burns soll Russland vor dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine gewarnt haben, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses den Medien.

Der Nationale Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten erklärte laut »New York Times«, dass es bei dem Treffen in Ankara nicht um Verhandlungen zum Kriegsende gegangen sei. Die Ukraine sei im Voraus über die Reise informiert worden, hieß es. Die USA und die westlichen Partner bestehen darauf, dass die Ukraine die Bedingungen für solche Verhandlungen bestimmt. Laut dem Sicherheitsrat sollte es bei dem Gespräch stattdessen auch um Fälle von in Russland inhaftierten Amerikanern gehen.

Zuvor hatte die russische Zeitung »Kommersant« berichtet, dass der Leiter des russischen Auslandsgeheimdiensts SWR, Sergej Naryschkin, für Gespräche mit der US-Seite in Ankara eingetroffen sei.

Lettland baut mehr als 120 sowjetische Denkmäler ab

14.20 Uhr: In Lettland sind seit dem Sommer mehr als 120 sowjetische Denkmäler demontiert worden. Nach Angaben der lettischen Kommunalverwaltungen sind alle 69 Objekte entfernt worden, deren Abbau von der Regierung in Riga bis zum 15. November vorgegeben war. Zusätzlich seien 55 weitere Objekte auf eigene Initiative der Kommunen abgerissen oder in Museen gebracht worden, sagte eine Sprecherin des Kulturministeriums am Montag der lettischen Nachrichtenagentur Leta.

Als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine müssen in Lettland alle Objekte, die totalitäre Regime verherrlichen, bis zum 15. November demontiert werden. Einen entsprechenden Beschluss hatte das Parlament gefasst. Eine daraufhin im Juli aufgestellte Liste der Regierung umfasste insgesamt 69 Denkmäler, Gedenktafeln und andere Monumente, die unter anderem die Sowjetherrschaft oder die Rote Armee verherrlichten. Dabei handelte es sich um Monumente auf öffentlichen Plätzen, die keine sterblichen Überreste von Soldaten enthielten.

Nato-Chef Stoltenberg zu Verhandlungen: »Nur die Ukraine entscheidet«

14.02 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bekräftigt, dass allein die Ukraine über mögliche Friedensverhandlungen mit Russland entscheidet. Es sei nicht Sache der westlichen Partner, die Ukraine zu Verhandlungen zu drängen. »Nur die Ukraine entscheidet, was für sie akzeptable Bedingungen sind«, sagte Stoltenberg. Es sei die Aufgabe der Nato-Partner, das Land weiter zu unterstützen.

Der Nato-Chef kam in Den Haag mit dem niederländischen Außenminister Wopke Hoekstra und Verteidigungsministerin Kasja Ollongren zusammen. Diese erklärten, dass die Ukraine weiter auf die volle Unterstützung des Landes zählen könne. Die Niederlande hatte weitere 110 Millionen Euro bereitgestellt, um der Ukraine durch den Winter zu helfen. Mit dem Geld sollen vor allem zerstörte Infrastruktur repariert werden sowie Energie und Nahrungsmittel gekauft werden.

Leseempfehlung: Ostdeutsche Gefühlsverwirrungen

13.35 Uhr: Wegen ihrer DDR-Vergangenheit wissen Ostdeutsche mehr über Russland und haben deswegen auch eine andere Sicht auf den Ukrainekrieg? Es ist Zeit, mit dieser Mär aufzuräumen. Lesen Sie hier  den Gastbeitrag des früheren langjährigen Moskau-Korrespondenten des SPIEGEL, Christian Neef.

Erster humanitärer Uno-Konvoi erreicht Cherson

12.59 Uhr: Ein erster humanitärer Uno-Konvoi hat die Menschen in der befreiten Großstadt Cherson erreicht. An Bord waren unter anderem Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel, Küchenutensilien sowie Bettzeug, warme Decken und Solarlampen, wie das Uno-Nothilfebüro OCHA berichtete.

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Insgesamt sein mehr als 6000 Menschen versorgt worden. Eine Klinik erhalte Medikamente und Material zur Behandlung von mehr als 1000 Patientinnen und Patienten. Nach ukrainischen Angaben sind noch etwa 80.000 von ehemals rund 280 000 Einwohner in der Stadt. Es war der erste Uno-Konvoi, der die Menschen in Cherson erreichte, seit Russland die Stadt Anfang März überfallen und eingenommen hatte.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind Wasser und Strom in Cherson knapp, auf Märkten fehlt es an Nahrungsmitteln und Krankenhäuser und Ärztepraxen haben nicht genügend Medikamente. Weitere Konvois seien für die nächsten Tage geplant. In anderen bereits früher befreiten Dörfern in der Nähe, hätten in den vergangenen Wochen mehr als 12.000 Menschen humanitäre Unterstützung bekommen.

Polen bereitet sich auf Aufnahme neuer Flüchtlinge vor

12.37 Uhr: Angesichts des herannahenden Winters bereitet sich Polen auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus der Ukraine vor. Für den sofortigen Einsatz habe man »deutlich mehr als 100.000 Plätze« in Sammelunterkünften vorbereitet, sagte Integrationsministerin Agnieskza Scigaj der Nachrichtenagentur dpa zufolge dem Sender Radio Plus.

Derzeit gebe es an der polnisch-ukrainischen Grenze noch keine Anzeichen dafür, dass die Zahl der Flüchtlinge wieder zunehme. Von den täglich rund 20.000 Menschen, die nach Zählung des polnischen Grenzschutzes aus der Ukraine nach Polen einreisen, seien etwa fünf bis sechs Prozent Flüchtlinge, sagte Scigaj weiter. Bei den übrigen Überquerungen handele sich um normalen Grenzverkehr.

Polens Vize-Innenminister Bartosz Grodecki sagte, aus den Gesprächen mit der ukrainischen Regierung gehe hervor, dass Kiew bestrebt sei, möglichst viele Flüchtlinge aus umkämpften Gebieten im eigenen Land zu behalten. Polen helfe im Nachbarland mit dem Aufbau von Containerdörfern, die mit eigenen Strom- und Wärmeaggregaten ausgestattet seien. Nach Angaben Grodeckis leben derzeit rund 1,3 Millionen Ukraine-Flüchtlinge im Land.

Litauen liefert Ukraine weitere gepanzerte Fahrzeuge

11.58 Uhr: Die Ukraine hat aus Litauen zwölf weitere gepanzerte Fahrzeuge vom Typ M113 als Militärhilfe für den Krieg gegen Russland erhalten. Das EU- und Nato-Land habe zehn Panzermörser samt Munition vom Kaliber 120 Millimeter und zwei Feuerleitpanzer an Kiew übergeben, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius mit . Damit habe der Baltenstaat bereits insgesamt 62 M113-Fahrzeuge für unterschiedliche Zwecke an die Ukraine geliefert.

EU beschließt Start von Ausbildungsmission für Ukraine

11.55 Uhr: Die Außenminister der EU-Staaten haben den Start einer Ausbildungsmission für ukrainische Streitkräfte beschlossen. Die Pläne für den Einsatz sehen vor, dass zunächst etwa 15.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland, Polen und anderen EU-Ländern ausgebildet werden, wie die tschechische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Die EU will damit mithelfen, dass sich die ukrainischen Truppen künftig noch besser als bislang gegen die Angreifer aus Russland verteidigen können.

Die Bundeswehr plant im Rahmen der EU-Mission eine Gefechtsausbildung für Kompanien und Taktikübungen für einen Brigadestab und die untergeordneten Bataillonsstäbe. Zudem soll es ein Training für Trainer, Sanitätsausbildungen und Waffensystemschulungen in enger Kooperation mit der Industrie geben. Insgesamt könnte in Deutschland in den kommenden Monaten eine Brigade mit bis zu 5000 ukrainischen Soldatinnen und Soldaten trainiert werden. Die Zahl wird vor allem davon abhängig sein, wie viele Soldaten das ukrainische Verteidigungsministerium angesichts des anhaltenden Krieges zur Ausbildung schicken kann.

Russland nennt Gespräche mit Uno über Getreide-Abkommen konstruktiv

11.34 Uhr: Russland hat die Gespräche mit den Vereinten Nationen über eine Verlängerung des Abkommens für ukrainische Getreide-Exporte über das Schwarze Meer als »recht konstruktiv« bezeichnet. Die Arbeiten an einer Verlängerung des bis zum Wochenende laufenden Abkommens dauerten aber noch an, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Ranghoche Uno-Vertreter hatten sich am Freitag in Genf mit einer russischen Delegation getroffen, um über Vorbehalte und Forderungen der Regierung in Moskau im Zusammenhang mit den Getreideexporten zu sprechen.

Die Uno hatten gemeinsam mit der Türkei im Juli das Abkommen vermittelt, dass trotz des russischen Angriffskrieges ukrainische Getreide-Ausfuhren über das Schwarze Meer ermöglichen soll, um globale Lebensmittelengpässe zulasten vor allem ärmerer Staaten zu verhindern.

Selenskyj besucht Cherson – und dankt den Verbündeten

10.27 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Cherson eingetroffen – wenige Tage nach dem Abzug der russischen Truppen aus der südukrainischen Stadt. »Wir kommen Schritt für Schritt in unser ganzes Land«, sagte er laut der »New York Times «. »Ich bin froh, dass wir in Cherson sind.«

»Wir sind bereit zum Frieden, zum Frieden für unser ganzes Land«, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters des Präsidenten. Selenskyj dankte demnach auch der Nato und anderen Verbündeten für ihre Unterstützung im Krieg gegen Russland.

Auf Fotos war zu sehen, wie Menschen dem Präsidenten zujubelten, einige schwenkten ukrainische Flaggen. Auch zahlreiche Soldaten waren anwesend. Ein Video, das in den Sozialen Medien geteilt wird, soll zeigen, wie Selenskyj bei dem Besuch Menschen in einem Haus zuwinkt. Diese winken zurück, eine Frau ruft »Ruhm der Ukraine«.

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Verwirrung um Sergej Lawrows Gesundheitszustand

10.12 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow soll sein Land auf dem G20-Gipfel in Indonesien vertreten – doch über seinen Gesundheitszustand gibt es nach seiner Ankunft auf Bali widersprüchliche Angaben. Das russische Außenministerium dementierte einen Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press, wonach Lawrow in ein Krankenhaus eingeliefert worden sei, und bezeichnete den Bericht als »Gipfel der Fälschung«.

Associated Press hatte unter Berufung auf indonesische Beamte berichtet, Lawrow sei nach seiner Ankunft auf Bali ins Krankenhaus gebracht worden. »Dies ist natürlich der Gipfel der Fälschung«, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. »Sergej Wiktorowitsch und ich lesen die Nachrichten und können unseren Augen nicht trauen.«

Kurz darauf veröffentlichte Sacharowa ein Video, das den Minister beim Lesen auf einer Terrasse mit Palmen und Meer im Hintergrund zeigt. Die Berichte über seinen angeblichen Klinikaufenthalt wollte Lawrow damit augenscheinlich entkräften. »Über unseren Präsidenten wird schon seit zehn Jahren geschrieben, dass er krank war«, sagte Lawrow in dem Video. »Das ist so ein Spiel, das nicht neu ist in der Politik.«

Kiew entzieht mehreren westlichen Journalisten Akkreditierung

9.40 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben mehreren westlichen Journalisten nach ihrer Berichterstattung aus Cherson die Akkreditierung entzogen. »In jüngster Zeit haben einige Medienvertreter die bestehenden Verbote und Warnungen ignoriert und ohne Zustimmung der Kommandeure und zuständigen PR-Abteilungen des Militärs ihre Berichterstattung aus Cherson aufgenommen, noch bevor die Stabilisierungsmaßnahmen abgeschlossen waren«, begründete der Generalstab auf Facebook  die Zwangsmaßnahme.

Aus dem Eintrag geht nicht hervor, welche Journalisten betroffen sind. Medienberichten zufolge sollen mindestens sechs Korrespondenten der Fernsehsender CNN und Sky News ihre Akkreditierung verloren haben, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Dem ukrainischen Medienportal Detector.media zufolge wurde zudem zwei Journalisten des ukrainischen Internetsenders Hromadske die Akkreditierung des Militärs wegen einer Reportage aus Cherson entzogen. SPIEGEL-Reporter vor Ort sind nicht betroffen.

Ukrainische und ausländische Journalisten und Medien forderten Präsident Wolodymyr Selenskyj und weitere Entscheidungsträger dazu auf , die Akkreditierungen zurückzugeben. Die Journalistinnen und Journalisten hätten »die Freude, mit der die Einwohner von Cherson der ukrainischen Armee begegneten« dargestellt und so geholfen, »die Lügen der russischen Propaganda zu widerlegen«, hieß es.

Der Winter wird die russische Moral laut London weiter senken

9.23 Uhr: Der bevorstehende Winter wird die Kämpfe in der Ukraine nach britischer Einschätzung deutlich beeinflussen. »Veränderungen bei Tageslichtstunden, Temperatur und Wetter bedeuten einzigartige Herausforderungen für die kämpfenden Soldaten«, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Weil die Tageslichtstunden deutlich abnehmen, werde es weniger Offensiven und dafür mehr statische Verteidigungslinien geben.

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Die Winterbedingungen mit mehr Regen und starken Winden sowie Schneefall führten zu Kälteverletzungen und würden die ohnehin schon niedrige Moral der russischen Streitkräfte vor zusätzliche Herausforderungen stellen, so das Ministerium weiter. Sie bedeuteten aber auch Probleme für die Wartung der Ausrüstung. »Das Risiko von Waffenfehlfunktionen steigt«, hieß es. Gleichzeitig betonte das Ministerium, dass auch ukrainische Soldaten von den Konditionen betroffen seien.

Britischer Premier nennt Russland einen »Schurkenstaat«

9.14 Uhr: Kurz vor Beginn des G20-Gipfels hat der britische Premierminister Rishi Sunak den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen des Kriegs gegen die Ukraine scharf kritisiert. »Der Mann, der für so viel Blutvergießen in der Ukraine und wirtschaftliche Unruhe auf der ganzen Welt verantwortlich ist, wird nicht da sein, um sich seinen Kollegen zu stellen«, schrieb Sunak in einem Gastbeitrag  für die Zeitung »Daily Telegraph«. »Wir werden unsere wirtschaftliche Zukunft nicht durch die Aktionen eines Schurkenstaates in Geiselhaft nehmen lassen – und unsere Verbündeten auch nicht.«

Russland ist wie Großbritannien Mitglied der Gruppe der großen Wirtschaftsmächte (G20). Putin kommt nicht zu dem Gipfel auf der indonesischen Insel Bali, sondern lässt sich von Außenminister Sergej Lawrow vertreten.

Sunak will bei dem Treffen einen Fünf-Punkte-Plan mit Themen vorantreiben, für die eine weltweite Koordination nötig sei. Ziel sei, Russland daran zu hindern, »die Weltwirtschaft zu ersticken«. Vorrangig gehe es um Unterstützung, »wo sie am meisten gebraucht wird«, etwa für die Ukraine oder bei Energierechnungen für Verbraucher. Zudem müssten Russlands Einsatz von Lebensmitteln als Waffe beendet werden sowie Lieferketten gesichert und eine Abkehr der Energieabhängigkeit von Russland erreicht werden, schrieb Sunak.

US-Finanzministerin Yellen hofft für Weltwirtschaft auf Kriegsende

8.38 Uhr: Ein Ende des Kriegs in der Ukraine ist nach Ansicht von US-Finanzministerin Janet Yellen der beste Weg, um die weltweiten Wirtschaftsturbulenzen einzudämmen. »Russlands Krieg zu beenden ist ein moralischer Imperativ und das Beste, was wir für die Weltwirtschaft tun können«, sagte Yellen bei einem Treffen mit dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire auf Bali vor dem G20-Gipfel.

Russland will Getreideexport 2023 mehr als verdoppeln

8.18 Uhr: Die russische Regierung will wegen einer Rekordernte im kommenden Jahr nach eigenen Angaben den Getreideexport mehr als verdoppeln. Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium hätten sich auf eine Ausfuhrquote von 25,5 Millionen Tonnen verständigt, teilte Vizeregierungschefin Viktoria Abramtschenko auf Telegram mit. In diesem Jahr beläuft sich die Quote auf 11 Millionen Tonnen. Mit der Ankündigung könnte Russland politisch in Afrika und Asien punkten.

Selenskyj spricht von russischen »Gräueltaten«, Scholz kritisiert Putins G20-Absage

7.15 Uhr: Nach dem Rückzug russischer Truppen aus Cherson hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von »Gräueltaten« der Invasoren in der Region gesprochen. »Die Leichen von Getöteten wurden gefunden: von Zivilisten und Soldaten«, sagte der ukrainische Politiker. In der Region Cherson habe die russische Armee die »gleichen Gräueltaten« begangen »wie in anderen Teilen unseres Landes«. Selenskyj rief die Bevölkerung zum Durchhalten auf.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat unterdessen Putins G20-Absage kritisiert. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung, was in der Nacht geschah.

Begrüßungsküsschen und Umarmungen in Cherson

00.04 Uhr: Bei ihrer Ankunft in Cherson wurden die ukrainischen Soldaten von einer euphorischen Menge empfangen. Stadtbewohner umarmten die Truppen, schenkten ihnen Blumen und feierten ausgelassen. Sehen Sie hier die Bilder aus der befreiten Stadt.

SPIEGEL-Reporter Christian Esch und Aleksandar Sarovic haben sich indes einen ersten Eindruck vom Ausmaß der Zerstörung in Cherson gemacht. Mehr erfahren Sie in diesem Video:

DER SPIEGEL

Selenskyj berichtet von intensiven Kämpfen in Donezk

00.02 Uhr: Im Osten der Ukraine halten die Kämpfe nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in unverminderter Härte an. »Die Kämpfe in der Region Donezk sind genauso intensiv wie in den vergangenen Tagen«, sagte er in seiner täglichen Videoansprache am Sonntag. »Die Wucht der russischen Angriffe hat nicht abgenommen.« Er betonte: »Wir werden nicht zulassen, dass sie unsere Verteidigung durchbrechen.«

svs/kko/atb/sak/tfb/dpa/AFP/Reuters
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