Pünktlich zu russischem Nationalfeiertag Ukraine bringt Briefmarke zum Gedenken an Anschlag auf Kertsch-Brücke raus

Die Kriegsbriefmarke zum Untergang der »Moskwa« wurde in der Ukraine zum Kultobjekt. Nun hat die staatliche Post eine Sonderedition zur Explosion auf der Krimbrücke herausgegeben, inklusive Anspielung auf »Titanic«.

Anfang Oktober erschütterten Detonationen die Kertsch-Brücke, die die von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim mit dem Festland verbindet. Knapp einen Monat später, am russischen Nationalfeiertag »Tag der Einheit des Volkes«, hat die ukrainische Post nun eine Kriegsbriefmarke herausgegeben, um an die Explosion zu erinnern. Zunächst hatte unter anderem der »Guardian«  berichtet.

Die von dem Künstler Yuri Shapoval entworfene Briefmarke zeigt die Brücke hinter dunkelgrauen Rauchwolken. Im Vordergrund ist die berühmte Szene aus dem Blockbuster »Titanic« zu sehen, in dem Leonardo DiCaprio und Kate Winslet am Bug des Schiffes stehen – eine Anspielung auf die Behauptung Russlands, die Brücke sei unsinkbar.

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Der Geschäftsführer der staatlichen ukrainischen Post schrieb auf Telegram, die Briefmarke zeige »die titanischen Anstrengungen unseres Volkes und unserer Streitkräfte«. Und weiter: »Unsere Brücke ist stark, ihre Brücke ist so müde wie ihre Ideologie.«

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Die Kertsch-Brücke war erst im Jahr 2018 von Wladimir Putin persönlich eröffnet worden. Sie sollte die ewige Kontrolle Russlands über die Halbinsel symbolisieren. Die Brücke gilt mit 19 Kilometern als längstes Bauwerk Europas, die Anlage beinhaltet eine Autobahn und eine Bahnstrecke.

Am 8. Oktober kam es auf der Brücke zu einer Explosion, die das Bauwerk schwer beschädigte, Teile der Brücke fielen ins Meer. Russischen Angaben zufolge war eine Autobombe der Grund für den Brand.

Kiew lässt eine mögliche Beteiligung an dem Anschlag weiter offen, Russland startete wenige Tage nach dem Anschlag als Vergeltungsmaßnahme flächendeckende Luftangriffe in der Ukraine.

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Erste Kriegsbriefmarke wurde zum Kultobjekt

Die ukrainische Post hatte bereits im April eine Kriegsbriefmarke herausgebracht, die schnell zum Kultobjekt wurde. Sie zeigt einen ukrainischen Soldaten, der dem russischen Kriegsschiff »Moskwa« den Stinkefinger zeigt.

Nach dem Untergang des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte hatte ein regelrechter Run auf das Postwertzeichen eingesetzt.

Das Motiv ist eine Anspielung auf einen aufgezeichneten Funkspruch aus den ersten Kriegstagen Ende Februar. Schiffe der russischen Marine, darunter die »Moskwa«, hatten damals die ukrainische Schlangeninsel attackiert. Eines der Schiffe forderte die dort stationierten ukrainischen Soldaten auf, die Waffen niederzulegen. Darauf antwortete der Marineinfanterist Roman Hrybow nach ukrainischen Angaben mit den Worten: »Russisches Kriegsschiff, fick dich!«

Der Soldat wurde anschließend zum Volkshelden. Der plausible, aber bisher nicht verifizierte Spruch wird seitdem landesweit plakatiert und ziert T-Shirts und andere Souvenirs.

svs
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