Ukrainekrieg am Mittwoch Britischer Verteidigungsminister kritisiert ukrainische Forderungen – »Nicht Amazon«
Kiew will Waffen vom Westen – und bekommt auch weitere moderne Ausrüstung. Londons Verteidigungsminister Ben Wallace kritisiert jedoch den Ton der ukrainischen Regierung und fordert »etwas Dankbarkeit«. Das waren die News am 12. Juli.
Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Britischer Minister kritisiert Waffenforderungen – »Nicht Amazon«
Auch Großbritannien unterstützt die Ukraine mit Waffen. Der britische Verteidigungsminister hat nun jedoch Zurückhaltung angemahnt. Bei einem Besuch in Kiew habe man ihm eine Wunschliste mit Waffen vorgelegt, wie Wallace unter anderem laut dem »Guardian« vor Journalisten sagte. »Ich habe den Ukrainern vergangenes Jahr, als ich elf Stunden gefahren bin, damit mir eine Liste gegeben wird, gesagt: Wir sind nicht Amazon.« Der Sender Sky News zitiert ihn mit den Worten: »Ich bin nicht Amazon.«
Obwohl man sehe, dass die Ukraine den Krieg »auch für unsere Freiheiten führt«, müsse Kiew daran denken, dass es darum bitte, dass andere Staaten ihre eigenen Waffenbestände zugunsten der Ukraine aufgeben, sagte Wallace demnach. »Ob man es mag oder nicht, die Leute wollen etwas Dankbarkeit sehen.«
Ben Wallace (rechts) beim Nato-Gipfel in Litauen. Paulius Peleckis/Getty Images
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Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Damit endet das Ukraine-Update für heute. Alle wichtigen Nachrichten der Welt, auch zum Ukrainekrieg, lesen Sie den ganzen Abend und die ganze Nacht weiter bei SPIEGEL.de.
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Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Vermisster russischer General soll sich erholen
Der russische General Sergej Surowikin gilt als ehemaliger Verbündeter von Wagner-Chef Jewgenij Prigoschin. Das britische Verteidigungsministerium teilte bereits mit, dass es den General »ins Abseits gedrängt« sehe. Nun hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des russischen Parlaments, Andrej Kartapalow, Berichten zufolge gegenüber einem Reporter erklärt, dass sich Surowikin ausruhe. Kartapalow sagt in einem Video demnach: »Er ist im Moment nicht verfügbar.«
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Henrik Bahlmann
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Biden versteht Selenskyjs Frust
»Die schlechte Nachricht für Sie ist, dass Sie uns nicht mehr loswerden«, versuchte Joe Biden in Vilnius in Richtung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu beschwichtigen. »Sie müssen mit uns vorliebnehmen.« Selenskyj ist frustriert angesichts der manchmal schleppenden internationalen Hilfe, Biden zeigte dafür Verständnis. »Ich verspreche Ihnen, dass die USA alles in ihrer Macht Stehende tun, um Ihnen das, was Sie brauchen, so schnell wie möglich zu geben«, sagte Biden vor einem Gespräch der beiden. »Sie sind für die ganze Welt ein Beispiel dafür, was echten Mut ausmacht.«
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Henrik Bahlmann
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Kreml will Waffen und Ausrüstung von Wagner übernommen haben
Die Zukunft der Wagner-Söldner in Russland ist unklar. Der Kreml will die Kontrolle über die Privatarmee übernehmen, die Firma von Jewgenij Prigoschin rekrutiert fleißig weiter – das haben unsere Kollegen Alexander Chernyshev und Oliver Imhof ausprobiert. Nun hat das russische Verteidigungsministerium Bilder veröffentlicht, wie angeblich Wagner-Ausrüstung an das Verteidigungsministerium gegeben wird. Laut der Nachrichtenagentur Ria hätten die russischen Streitkräfte den Empfang von Waffen und militärischer Ausrüstung der Wagner-Gruppe planmäßig abgeschlossen. Dazu gehören demnach auch Tausende Tonnen Munition und Zehntausende Kleinwaffen. Inwiefern sich die Wagner-Gruppe dadurch auflöst, ist unklar. Teil des Deals zwischen Prigoschin und dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, um den Marsch auf Moskau abzubrechen, war, dass Prigoschin und seine Söldner nach Belarus gehen können.
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Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Die Leopard-Panzer werden in den Gefechten des Ukrainekriegs stark beansprucht und müssen dringend gewartet werden. Ursprünglich hatten Deutschland und Polen ein gemeinsames Instandsetzungszentrum in Polen geplant. Das soll es nun nicht mehr geben, wie ein Sprecher von Verteidigungsminister Boris Pistorius unserem Kollegen Matthias Gebauer bestätigte:
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Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Russisches Staatsfernsehen berichtet von Tod eines ranghohen Generals
Erst berichteten mehrere russische Telegram-Kanäle, nun auch das Staatsfernsehen: Der stellvertretende Chef des russischen Wehrkreises Süd, General Oleg Zokow, ist offenbar tot. Der Dumaabgeordnete und Ex-General Andrej Guruljow sprach am Dienstagabend in der Propagandasendung »60 Minuten« von einem »heldenhaften« Tod. Offiziell bestätigte das Verteidigungsministerium den Tod noch nicht. Laut den ersten Berichten kam Zokow beim Beschuss der besetzten ukrainischen Hafenstadt Berdjansk ums Leben. Die Großstadt liegt knapp hundert Kilometer von der Front entfernt.
Kiew hat in den vergangenen Wochen den Beschuss russischer Kommandopunkte, Logistikzentren sowie Treibstoff- und Munitionsdepots verstärkt. Dabei setzte die Ukraine auch britische Marschflugkörper ein.
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Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Scholz spricht von »erfolgreichem« Gipfel
Auch Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich zufrieden mit dem Nato-Gipfel gezeigt. »Die Zeiten sind herausfordernd, die Sicherheit in Europa steht unter Druck«, sagt Scholz bei seiner abschließenden Pressekonferenz laut der Nachrichtenagentur Reuters. »Deshalb war Vilnius ein sehr erfolgreicher Gipfel«, sagt er. »Er hat die Nato gestärkt, die Bereitschaft zur Verteidigung unterstrichen und den Zusammenhalt in der Allianz erhöht.« Scholz betonte, dass die Nato niemanden bedrohe, das Bündnis in der Lage sei, »jeder militärischen Bedrohung zu begegnen«. Warum es fast zum Eklat gekommen wäre, schreiben unsere Kollegen Matthias Gebauer und Christoph Hickmann aus Vilnius:
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Henrik Bahlmann
Nachrichtenressort
Nato-Gipfel laut Selenskyj »wichtiger Sieg«
Der Nato-Gipfel in Litauen war ein bedeutender Erfolg für die Ukraine – so sieht es zumindest der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. »Es eröffnet uns gänzlich neue Möglichkeiten im Sicherheitsbereich, und ich danke allen, die das möglich gemacht haben«, sagte Selenskyj laut der Nachrichtenagentur dpa. Er sprach demnach von Sicherheitsgarantien für sein Land auf dem Weg in das Verteidigungsbündnis Nato. Nach der Grundsatzübereinkunft mit den G7 – den führenden westlichen Industriestaaten – würden nun Abkommen mit den einzelnen Ländern sowie multinational ausgehandelt. »Die ukrainische Delegation bringt einen wichtigen Sieg der Sicherheit für die Ukraine nach Hause, für unser Land, für unsere Menschen, für unsere Kinder«, sagte Selenskyj.
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Malte Göbel
G7-Staaten wollen Kiew moderne Ausrüstung für die Luft- und Seestreitkräfte liefern
Die G7-Gruppe westlicher Industriestaaten will die von Russland angegriffene Ukraine langfristig militärisch unterstützen. Das geht aus dem Text einer Erklärung hervor, die am Rande des Nato-Gipfeltreffens in Litauen veröffentlicht werden soll. Darin kündigt die G7-Gruppe an, sie wolle »spezifische, bilaterale und langfristige Sicherheitszusagen und -Regelungen« für die Ukraine erarbeiten. Diese sollten unter anderem die Lieferung moderner militärischer Ausrüstung, die Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte, den Austausch von Geheimdienstinformationen sowie Hilfen beim Schutz gegen Cyberangriffe beinhalten.
Konkret wollen Deutschland und die anderen G7-Staaten der Regierung in Kiew zusagen, die ukrainischen Streitkräfte so auszustatten, dass sie weiter ihr Heimatland verteidigen können und nach einem Ende des russischen Angriffskriegs so stark sein werden, dass Moskau keine weiteren Angriffe mehr wagen wird. Dafür soll dem Dokument zufolge moderne Ausrüstung auch in den Bereichen »Luft und See« zur Verfügung gestellt werden. Als eine Schlüsselfähigkeit werden der Nachrichtenagentur dpa zufolge Luftkampfsysteme genannt.
Eine zeitliche Perspektive wird nicht gegeben. Bislang unterstützen Deutschland und die anderen G7-Staaten vor allem die Landstreitkräfte der Ukraine durch Waffenlieferungen. Westliche Kampfjets und Kriegsschiffe wurden bislang nicht geliefert.
Ukrainischer Soldat mit Aufklärungsdrohne. STRINGER/REUTERS
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Malte Göbel
Stoltenberg: Waffenlieferungen an die Ukraine dringlichste Aufgabe
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Lieferung weiterer Waffen als aktuell wichtigste Aufgabe bei der Unterstützung der Ukraine bezeichnet. Bei einer Pressekonferenz in Vilnius mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj nannte er auch die von Deutschland und den USA gemachten neuen Zusagen für weitere Militärhilfe. »Natürlich ist die dringlichste Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Ukraine sich durchsetzen kann. Denn sollte die Ukraine nicht fortbestehen, gibt es auch keine Frage einer Mitgliedschaft zu diskutieren«, sagte er.
Die Ukraine habe das Recht, ihren eigenen Weg zu wählen – und es sei nicht Sache Moskaus, darüber zu entscheiden. »Die Botschaft ist: Wir stehen der Ukraine bei, solange es nötig ist, und die dringende Notwendigkeit ist es, Waffen zu liefern, die sie benötigt«, sagte Stoltenberg bei dem Gipfeltreffen des Verteidigungsbündnisses in der litauischen Hauptstadt. Zusammen mit Selenskyj begab Stoltenberg sich im Anschluss zur ersten Sitzung des neuen Nato-Ukraine-Rats, einem Instrument der weiteren Annäherung des Landes an die Nato.
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Malte Göbel
Tass meldet Telefonat zwischen russischem und US-amerikanischem Geheimdienstchef Ende Juni
Der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Narischkin, hat nach eigenen Angaben Ende Juni mit CIA-Chef William Burns telefoniert und über die Ukraine gesprochen. Es sei darum gegangen, »was man mit der Ukraine tun solle«, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Narischkin. Den Berichten zufolge war das Telefonat Ende Juni, nach dem kurzlebigen Aufstand der Wagner-Söldner. Das Gespräch darüber war demnach für Narischkin aber nur ein »Vorwand«, eigentlich sei es vor allem um die Ukraine gegangen.
Die beiden Auslandsspionagechefs haben trotz des russischen Ukrainekriegs und der dramatisch abgekühlten russisch-amerikanischen Beziehungen ihren Kommunikationsaustausch aufrechterhalten, während andere Kontaktkanäle auf ein Minimum heruntergefahren wurden. Zuletzt begegneten er und Burns sich nach offiziellem Kenntnisstand im November in der Türkei. Damals warnte Burns US-Angaben zufolge Russland vor den Konsequenzen eines russischen Einsatzes von Atomwaffen.
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Malte Göbel
G7 wollen Sicherheitsgarantie für Ukraine beschließen – Russland warnt vor »schwerem Fehler«
Die G7-Staaten beabsichtigen, ein internationales Rahmenabkommen zu beschließen, das die Grundlage für langfristige Sicherheitsgarantien für die Ukraine bilden soll. In einer gemeinsamen Erklärung werden die G7 skizzieren, »wie die Alliierten die Ukraine in den nächsten Jahren dabei unterstützen wird, den Krieg zu beenden und gegen jeglichen künftigen Angriff abzuschrecken«, erklärt die britische Regierung am Rande des Nato-Gipfels in Vilnius. Zu den G7 gehören die Nato-Staaten USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien sowie Japan, das als strategischer Partner am Mittwoch am Nato-Gipfel teilnimmt.
Moskau krisiert die Absichtserklärung der G7. »Wir halten diesen Schritt für einen schweren Fehler und potenziell sehr gefährlich«, sagte Präsidialamtssprecher Dmitrij Peskow. Diese Garantien würden die Sicherheit der Russischen Föderation beeinträchtigen. Dies könne Russland unmöglich tolerieren. »Mit einer solchen Entscheidung würden diese Länder Europa für viele, viele Jahre viel gefährlicher machen«, erklärte Peskow.
Moskau krisiert die Absichtserklärung der G7. »Wir halten diesen Schritt für einen schweren Fehler und potenziell sehr gefährlich«, sagte Präsidialamtssprecher Dmitrij Peskow. Diese Garantien würden die Sicherheit der Russischen Föderation beeinträchtigen. Dies könne Russland unmöglich tolerieren. »Mit einer solchen Entscheidung würden diese Länder Europa für viele, viele Jahre viel gefährlicher machen«, erklärte Peskow.
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Malte Göbel
Reparatur von Leopard-Panzern für Ukraine zunächst in Litauen – aber kein Aus für Instandsetzung in Polen
Entgegen den Berichten verschiedener Medien kann ein Sprecher von Verteidigungsminister Boris Pistorius nicht bestätigen, dass Deutschland aus der Vereinbarung mit Polen aussteigt, Leopard-Panzer auf polnischem Gebiet zu reparieren. »Polen und Deutschland verfolgen weiterhin die Idee der Instandsetzung von Leopard 2-Panzern«, sagte er. Man wolle die Reparatur der an die Ukraine gelieferten Kampfpanzer weiterhin »gemeinsam koordinieren«.
Das Ministerium bestätigte allerdings, dass die von Deutschland und anderen Partnern gelieferten Leopard-Panzer des Typs 2A5 und 2A6 zunächst »in Deutschland und voraussichtlich auch in Litauen repariert werden«. Diese Reparaturen könnten sofort beginnen. Wo die von anderen Partnern gelieferten Leopard-Panzer instandgesetzt werden sollen, sei noch unklar. »Dazu laufen noch Gespräche«, so der Sprecher.
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Sebastian Stoll

Fast die Hälfte der ukrainischen Flüchtlinge möchte in Deutschland bleiben
Nahezu die Hälfte der erwachsenen ukrainischen Kriegsflüchtlinge in Deutschland will für längere Zeit im Land bleiben. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor, für die Anfang des Jahres rund 7000 Ukrainerinnen und Ukrainer befragt wurden. Danach wollen 44 Prozent der Befragten »für immer« oder »noch einige Jahre« in Deutschland bleiben. Das sind fünf Prozent mehr als bei der Befragung im Spätsommer 2022. Grund dürfte vor allem der unsichere Kriegsverlauf in der Ukraine sei. 31 Prozent der Befragten gaben dagegen an, nach Kriegsende in ihre Heimat zurückkehren zu wollen. 23 Prozent sind noch unsicher, was sie machen sollen. Bisher gilt das Aufenthaltsrecht für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge bis März 2024.
Die Studie wurde gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vorgelegt
Die Studie wurde gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vorgelegt
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Sebastian Stoll

Selenskyj zieht positives Gipfelfazit
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ergebnisse des Nato-Gipfels als positiv bezeichnet. Diese seien zu begrüßen. Es gebe »sehr positive« Nachrichten in Bezug auf Militärhilfe. Ideal wäre gewesen, die Nato hätte formell eine Einladung an die Ukraine zum Beitritt ausgesprochen. Aber es sei besonders wichtig, dass sein Land vor einem Beitritt nicht den sonst üblichen Membership Action Plan zur Heranführung von Beitrittskandidaten durchlaufen müsse. Er glaube zudem, dass die Ukraine von der Nato nicht weniger gebraucht werde als umgekehrt.
Wolodymyr Selenskyj. Tim Ireland / EPA
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Sebastian Stoll

Leseempfehlung: »Das kann Russland noch Jahre aushalten«
Der Rubel schwächelt: Die Währung rutscht auf die Marke von 100 Rubel pro Euro ab. Einige Beobachter sahen schon Vorzeichen für einen Kollaps von Putins Kriegswirtschaft. Doch so einfach ist es nicht. Lesen Sie hier die Analyse von SPIEGEL-Redakteur Benjamin Bidder.
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Sebastian Stoll

Ukraine berichtet von schweren Kämpfen bei Bachmut
Das ukrainische Militär hat im Verlauf seiner Gegenoffensive von Fortschritten bei Bachmut berichtet, aber auch von starkem Widerstand der russischen Truppen. In Richtung der Ortschaften Bila Hora-Andriivka und Bila Hora-Kurdyumivka gebe es an einigen Stellen Erfolge, teilte der ukrainische Generalstab mit. Russland würde dagegenhalten und Truppen in die Region verlegen. Wie viel Boden die ukrainischen Truppen bei den jüngsten Kämpfen gewonnen hätten, wurde nicht mitgeteilt.
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Sebastian Stoll

Selenskyj verkündet Einigung mit Scholz über weitere Patriot-Lieferungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge beim Nato-Gipfel eine Übereinkunft mit Bundeskanzler Olaf Scholz über weitere Patriot-Lieferungen erzielt. Deutschland habe sich bereit erklärt, der Ukraine zusätzliche Abschussvorrichtungen und Raketen für die Luftabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen, schrieb Selenskyj auf Telegram. »Das ist sehr wichtig für den Schutz von Menschenleben in der Ukraine vor russischem Terror.« Um wie viele Systeme und Raketen es sich handelt und wann diese eintreffen, schrieb Selenskyj nicht.
Bereits am Dienstag hatte die Bundesregierung der Ukraine ein neues Waffenpaket zugesagt. Darin enthalten sind auch zwei Patriot-Startgeräte. Ob Selenskyj darauf Bezug nahm, blieb unklar.
Bereits am Dienstag hatte die Bundesregierung der Ukraine ein neues Waffenpaket zugesagt. Darin enthalten sind auch zwei Patriot-Startgeräte. Ob Selenskyj darauf Bezug nahm, blieb unklar.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Mindaugas Kulbis / dpa
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Sebastian Stoll

Selenskyj will für Sicherheitsgarantien »kämpfen«
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will für sein Land Sicherheitsgarantien auf dem Weg in die Nato. Dafür wolle er »kämpfen«, sagte Selenskyj am Mittwoch am Rande des Nato-Gipfels in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem kurzen Auftritt vor Journalisten. Vor anstehenden Gesprächen mit Staats- und Regierungschefs des Bündnisses nannte er insgesamt drei eigene Prioritäten. »Die erste sind neue Waffenlieferungen für die Unterstützung unserer Streitkräfte auf dem Schlachtfeld«, sagte er.
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Sebastian Stoll

Ukraine meldet Abschuss russischer Drohnen
Die ukrainischen Luftstreitkräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch russische Drohnen-Angriffe weitgehend abwehren können. Elf von 15 aus Russland gestartete Flugkörper seien abgeschossen worden, teilten die Luftstreitkräfte bei Telegram mit. Über mögliche Schäden oder Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Das russische Militär habe die Ukraine aus nordöstlicher Richtung mit iranischen Shahed-Drohnen angegriffen, hieß es weiter. Im Luftraum der Hauptstadt Kiew seien alle Drohnen abgefangen worden.
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Sebastian Stoll

London sieht Surowikin »ins Abseits gedrängt«
Britische Geheimdienste sehen weitere Anzeichen dafür, dass der russische General Sergej Surowikin nach der Meuterei der Privatarmee Wagner kaltgestellt wurde. Sein Stellvertreter als Chef der russischen Luft- und Weltraumkräfte, Viktor Afsalow, trete immer stärker in die Öffentlichkeit, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.
Als Generalstabschef Waleri Gerassimow kürzlich zum ersten Mal seit dem Wagner-Aufstand am 24. Juni im Fernsehen zu sehen war, habe ihn Afsalow per Video informiert. »Afsalow ist seit mindestens vier Jahren im Amt, aber dies ist wahrscheinlich sein erster öffentlicher Auftritt mit Gerassimow«, hieß es in London. »Afsalows erhöhte öffentliche Bekanntheit, während Surowikins Aufenthaltsort unklar bleibt, verleiht der Hypothese, dass Surowikin nach der Meuterei ins Abseits gedrängt wurde, noch mehr Gewicht.«
Als Generalstabschef Waleri Gerassimow kürzlich zum ersten Mal seit dem Wagner-Aufstand am 24. Juni im Fernsehen zu sehen war, habe ihn Afsalow per Video informiert. »Afsalow ist seit mindestens vier Jahren im Amt, aber dies ist wahrscheinlich sein erster öffentlicher Auftritt mit Gerassimow«, hieß es in London. »Afsalows erhöhte öffentliche Bekanntheit, während Surowikins Aufenthaltsort unklar bleibt, verleiht der Hypothese, dass Surowikin nach der Meuterei ins Abseits gedrängt wurde, noch mehr Gewicht.«
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Sebastian Stoll

Kiesewetter hält neue Flüchtlingswelle für möglich
Der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter hält angesichts der fehlenden Nato-Beitrittsperspektive der Ukraine eine neue Flüchtlingswelle für möglich. Es habe auf dem Nato-Gipfel kein klares Signal der Zuversicht an die ukrainische Bevölkerung gegeben, sagte Kiesewetter bei n-tv. »Wenn die ukrainische Bevölkerung diese Zuversicht nicht bekommt, dann werden ab Herbst wieder Millionen ihre Koffer packen.« Es sei vor allem der Kanzler gewesen, der bei klaren Zusagen an die Ukraine auf der Bremse gestanden habe.
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Sebastian Stoll

Lawrow gibt Westen die Schuld am Fortgang des Krieges
Warum führt Russland Krieg in der Ukraine? In der Rhetorik des Kreml gibt es weiter die Linie, dass dafür andere verantwortlich sind als man selbst. Außenminister Sergej Lawrow hat nun in einem Interview dem Westen die Schuld daran gegeben, dass der Krieg in der Ukraine andauert. »Er wird so lange weitergehen, bis der Westen seine Pläne zur Aufrechterhaltung der Vorherrschaft und seine aufgibt, Russland durch seine Kiewer Marionette eine strategische Niederlage zuzufügen«, sagte Lawrow in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der indonesischen Zeitung »Kompas«.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar vergangenen Jahres befohlen. Seitdem sind westlichen Schätzungen zufolge auf beiden Seiten mehr als 150.000 Menschen getötet und verletzt worden.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar vergangenen Jahres befohlen. Seitdem sind westlichen Schätzungen zufolge auf beiden Seiten mehr als 150.000 Menschen getötet und verletzt worden.
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sol/mgo/hba/AFP/dpa/Reuters