Offensive mit Flugzeugen, Artillerie und Panzern Ukraine meldet schwere Kämpfe im Donbass

Die russische Armee hat ihre Angriffe in der Ostukraine offenbar verstärkt. An vier Orten gleichzeitig werde gekämpft, teilte das ukrainische Militär mit. Neun Vorstöße seien abgewehrt worden.
Mutmaßlicher Bombenkrater im Donbass (am 17. Mai)

Mutmaßlicher Bombenkrater im Donbass (am 17. Mai)

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Daniel Ceng Shou-Yi / dpa

Russland hat am Samstag seine Offensive im Donbass im Osten der Ukraine verstärkt. Schwere Kämpfe meldete die Ukraine aus dem Bezirk Luhansk. Das ukrainische Militär erklärte, neun Vorstöße seien abgewehrt worden. Dabei sollen in den vergangenen 24 Stunden fünf Panzer und zehn gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden sein. Am Abend sollen demnach an vier verschiedenen Orten die Gefechte angehalten haben. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Der Ukraine zufolge setzte die russische Armee an der gesamten Frontlinie im Donbass Flugzeuge, Artillerie, Panzer, Raketen, Mörser und Marschflugkörper für Angriffe auf öffentliche Infrastruktur und Wohngebiete ein. Dabei seien im Bezirk Donezk mindestens sieben Menschen getötet worden.

Die Armee der Ukraine warf dem Nachbarland zudem vor, auf 40 Dörfer in den Gebieten Donezk und Luhansk geschossen zu haben. Dabei seien 13 Häuser beschädigt worden. Ziel seien zudem eine Bahnstation und ein Friedhof gewesen.

Der Luhansker Gouverneur Serhij Gaidai teilte mit, die russischen Truppen versuchten Sjewjerodonezk zu zerstören, es werde von den Morgen- bis in die Abendstunden gekämpft. Sjewjerodonezk wird zusammen mit seiner Zwillingsstadt Lysytschansk auf der anderen Seite des Flusses Siwerskiy Donez seit Beginn des Krieges von ukrainischen Truppen trotz zahlreicher Angriffe gehalten. Nach Angaben Gaidais zerstörten die Russen am Samstag eine Brücke zwischen beiden Städten.

Offenbar vermehrte Drohnensichtungen bei Saporischschja

Im Gebiet Saporischschja im Süden der Ukraine hat die dortige Verwaltung nach eigenen Angaben vermehrt Flüge russischer Drohnen beobachtet. Das russische Militär habe die Luftaufklärung verstärkt, hieß es. Zudem seien Kolonnen von Militärfahrzeugen gesichtet worden. Saporischschja liegt nordwestlich der inzwischen von Russland eingenommenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer.

sol/dpa/Reuters
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