Krieg in der Ukraine Selenskyjs Stabschef: Ukraine braucht Kriegsende vor Winter

Die Kämpfe in der Ukraine müssen nach Ansicht des Präsidialamts in Kiew dringend vor Beginn der nächsten Heizperiode beendet werden. Und: Ukraine bittet Schweiz um diplomatische Vertretung in Russland. Das waren die News am 10. August.
Kiew im März

Kiew im März

Foto: ARIS MESSINIS / AFP
Das Wichtigste in Kürze:
  • Die Schweiz soll künftig die diplomatischen Interessen der Ukraine in Russland vertreten - allerdings lehnt Moskau diese Lösung ab.

  • Nach einer tagelangen Hängepartie um seine Ladung ist der Frachter »Razoni«, der als erstes Schiff seit Kriegsbeginn mit Getreide an Bord die Ukraine verlassen hatte, in einen türkischen Hafen eingelaufen.

  • Durch russischen Artilleriebeschuss auf die Stadt Bachmut im Osten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens sieben Zivilisten getötet worden.

  • Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben durch Raketenbeschuss eine Brücke beim Staudamm von Nowa Kachowka im Süden unbrauchbar für Nachschub der russischen Armee gemacht.

  • Die Außenminister der G7 haben Moskau aufgefordert, das AKW Saporischschja unverzüglich wieder der vollständigen Kontrolle der Ukraine zu unterstellen.

  • Bei den Explosionen auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach ukrainischen Angaben mindestens zehn Flugzeuge zerstört worden.

  • Russland will das besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja nach ukrainischen Angaben an die annektierte Halbinsel Krim anschließen.

Ukraine will Interessen in Moskau durch Schweiz vertreten lassen

23:19 Uhr: Die Schweiz soll künftig die diplomatischen Interessen der Ukraine in Russland vertreten - allerdings lehnt Moskau diese Lösung ab. Das Außenministerium in Kiew teilte am Mittwoch mit, die Wahrnehmung der Interessen sei mit der Schweiz bereits bilateral vereinbart worden. Die Schweiz habe »große Erfahrung bei der Erfüllung solcher Funktionen« , sagte Ministeriumssprecher Oleh Nikolenko. Nach Angaben ukrainischer Medien bestätigte das Schweizer Außenministerium die Einigung, verwies aber auf die fehlende Zustimmung aus Moskau.

Das Außenministerium in Moskau verwies auf Äußerungen von Minister Sergej Lawrow, wonach man keine Vermittlung eines Landes akzeptieren werde, das sich Sanktionen angeschlossen habe. Die Neutralität der Schweiz sei durch deren Übernahme der EU-Sanktionen entwertet, heißt es in einer Stellungnahme, aus der die Zeitung "Kommersant" zitierte. Die Schweiz vertritt in Moskau bereits die Interessen Georgiens, das seit 2008 keine diplomatischen Beziehungen zu Russland mehr hat.

»Razoni« legt in der Türkei an – Offenbar neuer Käufer für Mais-Fracht gefunden

20.50 Uhr: Nach einer tagelangen Hängepartie um seine Ladung ist der Frachter »Razoni«, der als erstes Schiff seit Kriegsbeginn mit Getreide an Bord die Ukraine verlassen hatte, in einen türkischen Hafen eingelaufen. Wie am Abend auf Ortungs-Websites zu sehen war, lief der Frachter in den Mittelmeerhafen von Mersin ein. Einem Medienbericht zufolge war zuvor ein neuer Käufer für die 26.000 Tonnen Mais an Bord gefunden worden.

Die »Razoni« hatte am Montag vergangener Woche den ukrainischen Hafen Odessa in Richtung Libanon verlassen und hätte eigentlich bereits am vergangenen Sonntag in Tripoli anlegen sollen. Dies geschah aber nicht – der libanesische Käufer der 26.000 Tonnen Mais trat nach ukrainischen Angaben vom Kaufvertrag zurück, weil sich die Lieferung wegen des russischen Angriffskrieges um fünf Monate verzögert hatte.

Daraufhin wurde händeringend ein neuer Abnehmer gesucht. Laut der Website »The Middle East Eye« wurde nun ein Käufer in der Türkei gefunden. Das Online-Medium berief sich auf einen Schiffsagenten.

Offenbar sieben Zivilisten im Osten durch russischen Beschuss getötet

20.15 Uhr: Durch russischen Artilleriebeschuss auf die Stadt Bachmut im Osten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens sieben Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew wurden Hochhäuser, Einfamilienhäuser und Läden im Stadtzentrum getroffen. Russland habe Mehrfachraketenwerfer des Typs Uragan eingesetzt. Sieben Anwohner seien durch Bombensplitter verletzt worden. Gouverneur Pawlo Kyrylenko hatte zuvor von sechs Toten und drei Verletzten berichtet. Unabhängig zu überprüfen sind die Angaben kaum.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf ein Kriegsverbrechen. Bachmut und die Nachbarstadt Soledar sind seit Tagen Ziel russischer Truppen, die in der Region Donbass vorzurücken versuchen. Westliche Militärbeobachter verzeichnen langsame Fortschritte der Russen. Die ukrainische Regierung hat alle Zivilisten aufgefordert, den Donbass zu verlassen.

Estland bestellt russischen Botschafter ein – Helikopter dringt in Luftraum ein

19.40 Uhr: Estland bestellt den russischen Botschafter ein, um gegen die Verletzung des eigenen Luftraums zu protestieren. »Estland betrachtet diesen sehr ersten und bedauernswerten Vorfall als vollständig inakzeptabel«, teilt das Außenministerium mit. Demnach hat ein russischer Helikopter ohne Erlaubnis einen Bereich im Südosten der kleinen baltischen Republik überflogen. Seit dem Ukrainekrieg sind die Spannungen mit Russland gewachsen.

Selenskyjs Stabschef: Ukraine braucht Kriegsende vor Winter

19.20 Uhr: Die Kämpfe in der Ukraine müssen nach Einschätzung des Präsidialamts in Kiew dringend noch vor Beginn der nächsten Heizperiode beendet werden. Ansonsten bestehe das Risiko, dass Russland die Infrastruktur für Wärme und Energie zerstöre, sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, nach Angaben der Agentur Interfax. Die russische Armee greife jetzt schon Infrastruktureinrichtungen an. »Das ist einer der Gründe, warum wir maximale Maßnahmen ergreifen wollen, um den aktiven Teil des Kriegs bis Ende Herbst zu beenden«, sagte Jermak.

Jermak sagte weiter, die ukrainische Armee versuche alles, um die von Russland besetzten Gebiete zurückzuerobern. Je länger sich russisches Militär auf ukrainischem Gebiet verschanzen könne, desto schwieriger werde es. Russland hält inzwischen hält es einschließlich der Halbinsel Krim etwa ein Fünftel des Nachbarlandes besetzt. Auf eine mögliche Lösung am Verhandlungstisch gibt es derzeit keinerlei Hinweise.

Ex-Gefangene berichten von Vergewaltigungen in russischer Strafanstalt

18.04 Uhr: Ende 2021 tauchten Videos auf, die Folterungen russischer Gefangener in einem berüchtigten Gefängnis des Landes zeigen. Die BBC hat nun mit Opfern gesprochen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Gläubiger der Ukraine stunden Rückzahlungen von Staatsanleihen

18.01 Uhr: Internationale Gläubiger kommen dem Wunsch der ukrainischen Regierung nach und verzichten für die Dauer von zwei Jahren auf Zinszahlungen und Fälligkeiten. Damit müssen die Forderungen aus 13 Staatsanleihen im Volumen von insgesamt fast 20 Milliarden Dollar zunächst nicht bedient werden. Das geht aus Unterlagen hervor, nach denen unter anderem die Investmentgesellschaften BlackRock, Fidelity International, Amia Capital und Gemsstock die Zahlungen stunden.

Linke: Ernst kritisiert Geschäftsführer wegen Aussagen zu Nord Stream 2

18.11 Uhr: Der Klimaausschussvorsitzende im Bundestag, Klaus Ernst (Linke), hat eine Aussage von Linken-Geschäftsführer Tobias Bank zu seinen Forderungen, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen, als Bevormundung kritisiert. »Der GF meiner Partei hat mich öffentlich aufgefordert, vom Parteitag abweichende Aussagen zu unterlassen. Von niemand lasse ich mir vorschreiben, was ich sage!«, schrieb Ernst bei Twitter: »Er verweist aber auf meine besondere Rolle für die Versorgungssicherheit. Genau um die geht es!«

In einem Interview mit dem SPIEGEL  hatte Bank gesagt: »Die Linke hat auf dem Bundesparteitag zu Russland klar Position bezogen. Als Bundesgeschäftsführer erinnere ich alle Parteimitglieder, gerne auch mal offensiv und scharf, an unsere Beschlüsse.« Es sei zwar nachvollziehbar, dass Ernst sich in seiner Funktion als Vorsitzender des Energieausschusses im Bundestag Gedanken über Nord Stream 2 mache. »Das ändert jedoch nichts an der Beschlusslage unserer Partei. Vor allem ändert es nichts daran, dass wir kein infrastrukturelles Problem mit Gaslieferungen haben.«

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Ukraine fordert von EU und G7 Stopp von Visa-Ausgabe an Russen

17.10 Uhr: Die Ukraine ruft die Staaten der Europäischen Union und der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf, russischen Bürgerinnen und Bürgern keine Visa mehr auszustellen. Zur Begründung nennt Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter deren Unterstützung für Russlands Krieg gegen sein Land. »Die Russen unterstützen mit überwältigender Mehrheit den Krieg gegen die Ukraine. Ihnen muss das Recht genommen werden, internationale Grenzen zu überschreiten, bis sie lernen, sie zu respektieren.«

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US-Verteidigungsminister bekräftigt Beistand für Ukraine

16.41 Uhr: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat der Ukraine die anhaltende Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. »Wir sind entschlossen, der Ukraine zu helfen, der Ukraine die Ausrüstung und Fähigkeiten bereitzustellen, die es ihr ermöglichen, ihr Hoheitsgebiet zu verteidigen«, sagte der Pentagon-Chef in Riga nach einem Treffen mit dem lettischen Verteidigungsminister Artis Pabriks. Dies werde so lange wie nötig erfolgen. Austin betonte zugleich, dass nicht nur die USA, sondern auch viele andere Nato-Verbündete und Länder Waffen an Kiew lieferten.

Auch dem seit 2004 der EU und Nato angehörenden Lettland sicherte Austin die Solidarität der USA zu. »Wir werden eine dauerhafte Rotationspräsenz im Baltikum aufrechterhalten, einschließlich Lettland«, sagte der Pentagon-Chef. Die USA verlegen seit 2014 im Rotationsverfahren Einheiten für Manöver an die Nato-Ostgrenze.

»Wir betrachten Belarus nicht mehr als unabhängiges Land«

Lettlands Verteidigungsminister Artis Pabriks

Lettland grenzt an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Der Baltenstaat ist wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine um seine Sicherheit besorgt. »Wir betrachten Belarus nicht mehr als unabhängiges Land«, sagte Pabriks. Vielmehr sei es »Teil des Aggressorlandes« und werde in Russland integriert werden, wenn Moskau entscheide, dass die Zeit dafür gekommen sei.

Fotografin zeigt: Was geflüchtete Kinder am meisten vermissen

16.05 Uhr: Die Puppe, der Hund, Oma und Opa: Wer in ein anderes Land flieht, muss viel zurücklassen. Was fehlt besonders? Die Fotografin Rebecca Hoppé hat ukrainische Kinder in Hamburg gebeten, es aufzumalen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Diese Dinge aus der Heimat vermisst Veronika, 7, am meisten

Diese Dinge aus der Heimat vermisst Veronika, 7, am meisten

Foto: Rebecca Hoppé; Zeichnung: Veronika

Ukraine: Brücke bei Dnjepr-Staudamm nach Beschuss nicht mehr nutzbar

15.44 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben durch Raketenbeschuss eine Brücke beim Staudamm von Nowa Kachowka im Süden der Ukraine unbrauchbar gemacht. Das teilte das Armeekommando Süd per Facebook mit. Von der Besatzungsverwaltung gab es dazu bisher keine Informationen. Am Vortag hatte der russische Sender RT lediglich über regelmäßigen Beschuss der Brücke über den Schiffskanal und den Staudamm selbst berichtet.

Russland hat die Ukraine Ende Februar überfallen und danach unter anderem das südukrainische Gebiet Cherson am Unterlauf des Flusses Dnjepr weitgehend erobert. Mittels weitreichender Raketensysteme versucht die ukrainische Armee systematisch, die drei einzigen Flussquerungen in dem Gebiet zu zerstören. Damit soll der Nachschub der russischen Armee auf dem rechten Ufer verhindert und eine Rückeroberung ermöglicht werden.

Die Eisenbahnbrücke und die Straßenbrücke bei Cherson haben die Ukrainer dabei bereits unbrauchbar gemacht. Stattdessen errichteten die russischen Truppen eine Fährverbindung für Zivilisten und Berichten zufolge auch mehrere Pontonbrücken für das eigene Militär über den knapp einen Kilometer breiten Fluss.

Russische Medien: US-Schauspieler Seagal besucht Separatistengebiet

15.30 Uhr: US-Schauspieler Steven Seagal hat russischen Medienberichten zufolge nach dem Tod Dutzender Kriegsgefangener das zerstörte Straflager Oleniwka im prorussischen Separatistengebiet Donezk in der Ostukraine besucht. »Wir sind in Oleniwka an dem exakten Platz, an dem Himars-Raketen einschlugen«, sagte der 70-Jährige in einem in der Nacht von russischen Staatsmedien verbreiteten Video. Der Star zahlreicher Actionfilme gilt als Freund von Kremlchef Wladimir Putin, hat die russische Staatsbürgerschaft und ist Mitglied der Partei Gerechtes Russland.

Im Gefängnis Oleniwka wurden Ende Juli rund 50 ukrainische Kriegsgefangene getötet und mehrere Dutzend verletzt. Seagal folgte der russischen Darstellung, dass das Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen mit US-Raketen beschossen worden sei. Die Ukraine und zahlreiche Experten sehen hingegen Russland in der Verantwortung für das Kriegsverbrechen.

Seagal wiederholte die Linie der Kremlpropaganda. Er warf Selenskyj Folter und Verbrechen gegen die Menschheit vor. Der Actionfilm-Darsteller sagte, er wolle einen Dokumentarfilm über den Krieg im Donbass drehen. Die russische Staatspropaganda behandelte das Thema wie ein Großereignis.

Bereits 2016 zu Besuch im Kreml: Steven Seagal (r.)

Bereits 2016 zu Besuch im Kreml: Steven Seagal (r.)

Foto: ALEXEI DRUZHININ/SPUTNIK/KREMLIN POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Russische Journalistin Owsjannikowa erneut festgenommen

15.16 Uhr: Die durch ihren Live-Protest gegen den russischen Militäreinsatz in der Ukraine bekannt gewordene Fernsehjournalistin Marina Owsjannikowa ist in Russland erneut festgenommen worden. Gegen Owsjannikowa seien Ermittlungen wegen der »Verbreitung von Falschinformationen« über die russische Armee eingeleitet worden, sagte ihr Anwalt Dmitri Sachwatow der Nachrichtenagentur AFP.

Seit Ende Juli wurde die zweifache Mutter bereits zwei Mal wegen »Diskreditierung« der Armee zu Geldstrafen verurteilt. Die Urteile bezogen sich insbesondere auf Veröffentlichungen in Onlinenetzwerken, in denen die Journalistin die Militäroffensive in der Ukraine kritisierte.

International bekannt wurde Owsjannikowa, als sie Mitte März während einer Livesendung ihres Arbeitgebers, einem kremltreuen Sender, hinter der Nachrichtensprecherin auftauchte und ein gegen den Militäreinsatz in der Ukraine gerichtetes Protestplakat in die Kamera hielt.

Laut ukrainischen Behörden: Frau bei russischem Beschuss nahe Saporischschja getötet

15.04 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff auf einen Vorort der süostukrainischen Stadt Saporischschja ist nach Behördenangaben eine 52-jährige Frau getötet worden. »Vier private Gebäude wurden völlig zerstört. Mehrere Dutzend Häuser haben keine Fenster und Dächer mehr«, schrieb der Gouverneur der Region, Oleksandr Staruch, auf Telegram. Vier Raketen seien in dem Dorf Kuschuhum eingeschlagen. Auch die örtliche Strom- und Gasversorgung sei ausgefallen.

Litauen entzieht Eislaufpaar Staatsorden

14.46 Uhr: Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda hat wegen eines Auftritts bei einer Show in Russland die Staatsauszeichnungen für das Eistanzpaar Margarita Drobiazko und Povilas Vanagas zurückgenommen. Dem Duo werden die im Jahr 2000 verliehenen Orden entzogen, teilte die Präsidialkanzlei in Vilnius mit. Grund ist die Teilnahme des Paars an einem Schwanensee-Ballett auf Eis im russischen Sotschi.

Präsentiert wird die vom 9. bis 18. August in der Schwarzmeerstadt laufende Show von der russischen Eistänzerin Tatjana Nawka, die zugleich die Ehefrau von Kremlsprecher Dmitri Peskow ist. Die gebürtige Russin Drobiazko, die 1993 die Staatsbürgerschaft des Baltenstaats erhielt, und Vanagas vertraten Litauen insgesamt bei fünf Olympischen Spielen und fast ein Dutzend internationalen Meisterschaften. Das Paar lebt derzeit in Russland, das am 24. Februar einen Angriff auf die Ukraine begann.

»Genug ist genug!«, begründete Nauseda seine Entscheidung. »Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Eistanzpaar hervorragende Athleten waren, aber sie haben ihre Verdienste um Litauen, für die sie im Jahr 2000 ausgezeichnet wurden, mit ihrer zynischen Tat zunichtegemacht.« Bestenfalls handele es sich bei der Teilnahme an der Show inmitten des Kriegs in der Ukraine um politische Blindheit. Im schlimmsten Fall spuckten sie auf die »Erinnerung an abgeschlachtete Babys, Kinder, Frauen und alte Menschen«, schrieb Nauseda auf Facebook.

Grünen-Chef Nouripour unterstützt Selenskyjs Vorstoß zur Krim-Rückholung

14.28 Uhr: Nach dem Versprechen von Wolodymyr Selenskyj, die Krim zurückzuerobern, hat der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour den legitimen Anspruch der Ukraine auf dieses Gebiet unterstrichen. Zu den Explosionen auf einer russischen Luftwaffenbasis auf der Krim sagte Nouripour der »Rheinischen Post«: »Die ukrainische Regierung hat bereits deutlich gemacht, dass sie mit der Explosion auf dem Luftwaffenstützpunkt nichts zu tun hatte.« Unabhängig davon habe Präsident Selenskyj am Mittwoch noch einmal unterstrichen, dass die Krim ukrainisch sei, so Nouripour. »Und es ist völlig richtig, dass ein Staatspräsident keinen Quadratzentimeter seines Landes der Aggression preisgibt. Die Annexion der Krim ist und bleibt völkerrechtswidrig«, betonte der Grünen-Politiker.

Käufer will Ladung der »Razoni« nicht mehr haben

14.14 Uhr: Wochenlang haben die Kriegsparteien um die freie Fahrt des Getreidefrachters »Razoni« gefeilscht. Dem Käufer aus dem Libanon dauerte das offenbar zu lang.

FDP-Politiker: Nur noch wenige Haubitzen 2000 in Ukraine einsatzbereit

14.09 Uhr: In der Ukraine sind nach Angaben des FDP-Verteidigungspolitikers Marcus Faber derzeit nur noch ein Drittel der von Deutschland und den Niederlanden gelieferten Panzerhaubitzen einsatzbereit. Nur fünf der 15 Waffensysteme funktionierten, habe er vom Verteidigungsministerium in Kiew erfahren, wird Faber nach einer mehrtägigen Ukraine-Reise von n-tv zitiert. Seines Wissens seien aber keine Panzerhaubitzen von russischen Streitkräften zerstört worden. Vielmehr würden Ersatzteile gebraucht, die Deutschland zwar mitgeliefert habe, deren Einbau allerdings schwierig sei.

Ungarn zahlt Rechnung für Nutzung der Druschba-Pipeline

14.05 Uhr: Der Öltransport durch die Druschba-Pipeline ist vorerst gesichert. Der ungarische Mineralölkonzern MOL hat nach eigenen Angaben die ausstehenden Zahlungen geleistet. Der Ölpreis reagiert umgehend. Hier geht es zur Meldung.

Moskau: Welt »wandelt am Abgrund« nach Beschuss von Atomkraftwerk

13.45 Uhr: Das russische Außenministerium hat bezüglich der Eskalation um das Kernkraftwerk Saporischschja schwere Vorwürfe gegen die Vereinten Nationen erhoben. »Die Uno haben in dem vorliegenden Fall leider eine negative Rolle gespielt«, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa dem staatlichen russischen Radiosender Sputnik.

Die Diplomatin warf den verantwortlichen Stellen in den Vereinten Nationen vor, eine Inspektionsreise der Internationalen Atombehörde (IAEA) verhindert und damit eine Eskalation der Lage provoziert zu haben. »Im Uno-Sekretariat, welches sich mit Problemen der Atomenergie befasst, darunter auch mit den Folgen technischer Katastrophen und der Problematik im weitesten Sinne, sollten sie begreifen, dass die Welt am Abgrund wandelt«, erklärte Sacharowa.

Das russische Außenministerium hatte schon am Dienstag beklagt, dass eine geplante Reise der IAEA-Vertreter zu dem Atomkraftwerk in letzter Minute an Sicherheitsbedenken des Uno-Sekretariats gescheitert sei. Sacharowa legte nun nach und sprach von »verantwortungslosem Handeln«. Für Donnerstag hat Russland hat eine Sondersitzung des Uno-Sicherheitsrats beantragt. Der Rat soll von IAEA-Chef Grossi über den Zustand des AKWs unterrichtet werden.

G7 an Moskau: AKW Saporischschja ukrainischer Kontrolle unterstellen

13.35 Uhr: Die Außenminister der G7 haben Moskau aufgefordert, das AKW Saporischschja unverzüglich wieder der vollständigen Kontrolle der Ukraine zu unterstellen. »Das ukrainische Personal, das für den Betrieb des Kernkraftwerks Saporischschja verantwortlich ist, muss in der Lage sein, seinen Aufgaben ohne Drohungen oder Druck nachzukommen«, teilte das Auswärtige Amt in Berlin in einer Erklärung  der G7-Außenminister mit. »Es ist Russlands fortdauernde Herrschaft über das Kernkraftwerk, die die Region gefährdet«, kritisierte die Runde.

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Die G7 bezogen ihre Forderung auch auf sämtliche anderen kerntechnischen Anlagen innerhalb der international anerkannten Grenzen der Ukraine, um deren sicheren und gesicherten Betrieb zu gewährleisten. Deutschland führt in der G7-Runde derzeit den Vorsitz, zu ihr gehören auch Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Kanada und Japan.

Die G7-Außenminister warnten, das Vorgehen Russlands erhöhe das Risiko eines nuklearen Unfalls oder Zwischenfalls erheblich und gefährde die Bevölkerung der Ukraine, die Nachbarstaaten sowie die Weltgemeinschaft. Die Runde betonte, "wie wichtig es ist, eine Entsendung von Expertinnen und Experten der IAEO in das Kernkraftwerk Saporischschja zu ermöglichen, um Bedenken in Bezug auf nukleare Sicherheit und Sicherung sowie diesbezügliche Maßnahmen zu klären". Die IAEO-Mitarbeiter müssten mit dem ukrainischen Personal, das für den Betrieb der Anlagen verantwortlich sei, direkt und ungehindert in Kontakt treten können.

Streit um Öllieferungen durch die Ukraine vor Ende

12.52 Uhr: Im Streit um den Öltransit von Russland durch die Ukraine nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei zeichnet sich eine Lösung ab. Der russische Pipeline-Monopolist Transneft teilte laut der Nachrichtenagentur Ria mit, dass der Transit um 16 Uhr Moskauer Zeit (14 Uhr MESZ) wieder aufgenommen werden solle.

Der Sprecher der slowakischen Raffinerie Slovnaft, Anton Molnar, teilte zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit, sowohl die Ukraine als auch Russland hätten einem Kompromissvorschlag zugestimmt. Demnach würden die ungarische Raffineriefirma MOL und ihre Slowakei-Tochter Slovnaft vorerst die Transitgebühren an die Ukraine bezahlen. Slovnaft habe eine erste Zahlung bereits überwiesen, erklärte Molnar.

Seit einigen Tagen wird der Transit durch die Druschba-Pipeline, deren Name übersetzt »Freundschaft« bedeutet, unterbrochen. Transneft hatte die Ukraine für den Lieferstopp verantwortlich gemacht. Das hänge mit Zahlungsproblemen zusammen: Die Ukraine fordere für die Durchleitung russischen Öls Vorkasse, doch von Transneft getätigte Zahlungen seien wegen neuer europäischer Sanktionen zurückgewiesen worden.

Explosionen auf der Krim: Laut Kiew mindestens zehn Flugzeuge zerstört

11.36 Uhr: Bei den Explosionen auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt auf der Schwarzmeer-Halbinsel sind nach ukrainischen Angaben mindestens zehn Flugzeuge zerstört worden. »Nach der Explosion, die wir gesehen haben, ist klar, dass das Kontingent der Luftwaffe getroffen wurde«, sagte der Sprecher des ukrainischen Luftwaffenstabs, Juri Ihnat, im Fernsehen. Laut Ihnat sind dort Kampfflugzeuge der Typen Suchoi Su-30M und Su-24 sowie Transportflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 stationiert.

Offiziellen Angaben aus Moskau zufolge ist ein Verstoß gegen die Brandschutzregeln für den Vorfall verantwortlich. Viele Beobachter gehen hingegen von einem ukrainischen Angriff aus. Die Führung in Kiew hat nicht die Verantwortung für die Explosionen übernommen. Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak schrieb allerdings auf Twitter: »Das ist nur der Anfang.«

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Den Militärexperten des US-amerikanischen Institute for the Study of the War zufolge will die russische Führung einen ukrainischen Angriff aus Imagegründen nicht eingestehen. Dann würde Moskau einräumen müssen, dass seine Luftabwehr versagt habe, teilte das Institut in seiner Analyse mit.

Russisches Verteidigungsministerium gibt Zerstörung von »Gepard«-Panzer bekannt

11.26 Uhr: Kremltruppen haben nach eigenen Angaben einen von Deutschland gelieferten Gepard-Flugabwehrpanzer zerstört. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. Demnach hätten die russischen Streitkräfte den Flakpanzer in der Region Mykolajiw außer Gefecht gesetzt. Außerdem seien auch drei ukrainische Kampfflugzeuge sowie sieben Himars-Raketen in der benachbarten Region Cherson abgeschossen worden.

London: Russland rekrutiert Freiwillige für neue Kampfeinheiten

10.45 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste soll Russland zur Stärkung seiner Offensive in der Ukraine Freiwillige für ein neues Armeekorps rekrutieren. Den Rekruten – Männern bis zum Alter von 50 und mit mittlerem Schulabschluss – würden lukrative Boni angeboten, hieß es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums. Hauptquartier der neuen Einheit, die von den Briten als »3rd Army Corps (3AC)« bezeichnet wird, soll Mulino, eine Siedlung im Gebiet Nischni Nowgorod östlich von Moskau, sein.

Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass es den Ukrainekrieg entscheidend beeinflussen werde, hieß es weiter aus London. Es werde den Russen voraussichtlich nicht gelingen, das neue Korps auf die übliche Truppenstärke von 15.000 bis 20.000 zu bringen.

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Nach erheblichen Verlusten kämpfen die Russen in der Ukraine derzeit einerseits daran, ihre Offensive im Donbass weiter voranzutreiben und andererseits ukrainische Gegenangriffe im Süden abzuwehren.

Polens Regierungschef prangert »Imperialismus innerhalb der EU« an

10.20 Uhr: Die Schockwirkung der russischen Invasion in der Ukraine hat laut Polens Regierung die Defizite der EU deutlich zutage treten lassen. Daher gelte es nun nicht nur, den Imperialismus Russlands abzuwehren, erklärt Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki in einem Gastbeitrag für die »Welt« :

»Wir müssen auch die Bedrohung durch den Imperialismus innerhalb der EU besiegen. Wir brauchen eine tiefgreifende Reform, die das Gemeinwohl und die Gleichheit wieder an die Spitze der Grundsätze der Union stellt.« Die politische Praxis habe gezeigt, dass die Positionen Deutschlands und Frankreichs mehr zählten als alle anderen, schreibt Morawiecki weiter: »Wir haben es also mit einer formalen Demokratie und einer faktischen Oligarchie zu tun, in der der Stärkste die Macht innehat.«

Kritische TV-Journalistin im Visier russischer Behörden

9.21 Uhr: Die durch eine Protestaktion im russischen Fernsehen bekannt gewordene TV-Journalistin Marina Owsjannikowa gerät verstärkt ins Visier der russischen Behörden. Wie Owsjannikowa Anwalt auf dem Nachrichtendienst Telegram mitteilt, wurde das Haus seiner Mandantin durchsucht und es wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen Owsjannikowa eingeleitet. Hintergrund seien russische Gesetze, die die Verbreitung von Falschmeldungen über die russische Armee unter Strafe stellen.

Die Journalistin hatte sich im März während einer Nachrichten-Live-Sendung des staatlichen TV-Senders Kanal Eins mit einem Plakat hinter die Moderatorin gestellt, auf dem sie zum Ende des Kriegs aufrief und vor Propaganda warnte. Seitdem ist die gebürtige Ukrainerin vorübergehend festgenommen worden und wegen ihrer anhaltenden Kritik an dem russischen Vorgehen in der Ukraine zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Großbritannien: Russland bildet neuen Großverband für Einsatz in Ukraine

8.38 Uhr: Russland hat Großbritannien zufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Großverband von Bodentruppen für den Krieg in der Ukraine gebildet. Das 3. Armeekorps sei in der Nähe der Stadt Mulino, östlich der Hauptstadt Moskau, stationiert, berichtet das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf seine Geheimdienste.

Elf Tote durch russische Raketenangriffe im Süden der Ukraine

8.31 Uhr: Durch nächtlichen Raketenbeschuss sind im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk offiziellen Angaben zufolge mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. »Eine tragische Nacht ... Im Kreis Nikopol hat die russische Armee 11 Menschen getötet und 13 verletzt«, schrieb der Chef der Militärverwaltung des Gebiets Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, auf seinem Telegram-Kanal. Die beiden getroffenen Ortschaften liegen dabei dem zuletzt mehrfach beschossenen Atomkraftwerk Saporischja gegenüber – am anderen Ufer des hier zum Stausee geformten Flusses Dnipro.

Am schwersten traf es demnach die Kleinstadt Marhanez. In der Stadt seien 20 mehrgeschossige Gebäude durch den Raketenbeschuss beschädigt worden, darunter der Kulturpalast, zwei Schulen und ein Wohnheim. Zehn Menschen seien in der Stadt getötet worden, elf weitere verletzt, sieben davon schwer, teilte Resnitschenko mit. In einem Dorf unweit der Großstadt Nikopol starb eine weitere Frau in ihrem Wohnhaus durch den Angriff, ein Ehepaar wurde verletzt

Russland: AKW Saporischschja soll Thema im Uno-Sicherheitsrat werden

6.52 Uhr: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll sich nun auch auf Dringen Russlands mit der Lage im Atomkraftwerk Saporischschja befassen. Die Regierung in Moskau habe darum gebeten, dass der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, den Uno-Sicherheitsrat am Donnerstag über »Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf das Kernkraftwerk Saporischschja und deren mögliche katastrophale Folgen« unterrichtet, heißt es aus Diplomatenkreisen. IAEA-Techniker sollen den Zustand des größten Atomkraftwerks Europas überprüfen. Die Ukraine hatte bereits am Montag die Inspektion der von russischen Soldaten besetzten Anlage gefordert.

Ukraine: Russland will besetztes AKW an die Krim anschließen

6.20 Uhr: Russland will das besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja nach ukrainischen Angaben an die annektierte Halbinsel Krim anschließen. Der Präsident des ukrainischen AKW-Betreibers Energoatom, Petro Kotin, sagte, die russischen Soldaten an dem Atomkraftwerk würden ein Vorhaben des russischen Atomkonzerns Rosatom umsetzen, das AKW »an das Stromnetz der Krim« anzuschließen.

»Dafür müssen zunächst die Stromleitungen des Atomkraftwerks beschädigt werden, die mit dem ukrainischen Energiesystem verbunden sind«, sagte Kotin im ukrainischen Fernsehen weiter. »Zwischen dem 7. und 9. August haben die Russen schon drei Stromleitungen beschädigt. Derzeit läuft das Werk mit einer einzigen Produktionsleitung, was ein äußerst gefährlicher Arbeitsmodus ist.«

Sobald die letzte Leitung gekappt sei, hänge das Atomkraftwerk von Diesel-Generatoren ab, sagte der Energoatom-Chef. »Dann wird alles von deren Verlässlichkeit und den Treibstoffreserven abhängen.«

Ukraine weist Verantwortung für Explosionen auf der Krim von sich

5.05 Uhr: Wer ist für die Detonationen auf einem russischen Luftwaffenstützpunkt auf der Krim verantwortlich? Es gibt unterschiedliche Angaben aus Russland und der Ukraine. Eine Zeitung bringt eine weitere Variante ins Spiel. Lesen Sie hier mehr.

svs/asa/sak/jpa/AFP/dpa/Reuters
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