Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj in Autounfall verwickelt

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist es zu einem Verkehrsunfall gekommen – daran beteiligt war auch das Auto des Präsidenten. Selenskyj erlitt laut seinem Sprecher aber keine schweren Verletzungen.
Präsident Selenskyj (im Mai in Kiew)

Präsident Selenskyj (im Mai in Kiew)

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Ukraine Presidency / dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Sprechers in Kiew in einen Autounfall verwickelt worden. Ein Fahrzeug sei mit dem Wagen des Staatschefs und mit den Begleitfahrzeugen zusammengestoßen, schrieb Sprecher Serhij Nykyforow am frühen Donnerstagmorgen auf Facebook .

Selenskyj sei von einem Arzt untersucht worden, heißt es in der Mitteilung. »Es wurden keine ernsthaften Verletzungen festgestellt.« Nähere Details zu seinem Gesundheitszustand sind bisher nicht bekannt.

Sanitäter hätten den Fahrer des anderen Wagens versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, schrieb Nykyforow. Die Polizei untersuche die Umstände des Unfalls.

Selenskyj in Isjum: »Wir bewegen uns nur in eine Richtung – nach vorne und in Richtung Sieg«

Selenskyj hatte am Mittwoch die vor wenigen Tagen zurückeroberte Stadt Isjum in der Ostukraine besucht. Dort machte er unter anderem Selfies mit Soldaten der ukrainischen Armee und ließ sich neben der ukrainischen Fahne ablichten, wie Fotos im Telegramkanal des 44-Jährigen zeigten. »Unsere blau-gelbe (Flagge) weht über dem befreiten Isjum«, teilte Selenskyj dazu mit. »Und genauso wird sie in jeder ukrainischen Stadt und in jedem ukrainischen Dorf wehen.«

Er kündigte zudem ein weiteres Vorrücken der ukrainischen Armee an: »Wir bewegen uns nur in eine Richtung – vorwärts und bis zum Sieg.«

Selenskyj (M.) während seines Besuchs in Isjum in der Region Charkiw

Selenskyj (M.) während seines Besuchs in Isjum in der Region Charkiw

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- / dpa

Isjum ist eine der größten Städte, die bei der aktuellen Gegenoffensive der Ukraine  von den russischen Truppen zurückerobert wurde. Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge bei ihrer Gegenoffensive große Erfolge in der nordöstlichen Region Charkiw sowie an der südlichen Front nahe Cherson am Schwarzen Meer erzielt. Demnach sollen ukrainische Truppen seit Anfang September Hunderte Dörfer und Städte zurückerobert haben.

DER SPIEGEL

Aus Moskau hieß es, die russischen Truppen hätten mit »massiven Angriffen« auf die ukrainischen Gebietsgewinne reagiert und dem ukrainischen Militär dabei Verluste zugefügt. Der ukrainische Vertreter für die östliche Region Donezk bestätigte russische Angriffe entlang der gesamten Front.

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aar/dpa
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