Invasion in der Ukraine Pentagon vermutet Probleme bei der Essensversorgung russischer Soldaten

Russland kommt bei der Invasion der Ukraine nicht wie geplant voran. Das US-Verteidigungsministerium sieht Anzeichen, dass es bei der Versorgung der Truppen hapern soll.
Russische Soldaten (Archivaufnahme)

Russische Soldaten (Archivaufnahme)

Foto: Anatoly Maltsev/ dpa/dpaweb

Das Pentagon vermutet logistische Probleme des russischen Militärs beim Angriff auf die Ukraine. Nach Angaben aus Kreisen des US-Verteidigungsministeriums gibt es inzwischen Probleme, die Soldaten mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

»Es gibt (...) Anzeichen dafür, dass sie Probleme mit der Versorgung ihrer Truppen haben – dass ihnen nicht nur das Benzin ausgeht, sondern auch Lebensmittel«, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) einen Vertreter des Pentagons. Insgesamt hätten die Russen bei ihrer Offensive zuletzt keine größeren Fortschritte gemacht. Die logistischen Probleme seien dabei ein Faktor, aber auch der Widerstand der ukrainischen Streitkräfte, der größer sei als wohl von der russischen Seite erwartet.

Es gebe zwar Hinweise darauf, »dass die Moral in einigen dieser Einheiten nachlässt, weil sie nicht mit dem Widerstand gerechnet haben, der ihnen entgegengebracht wird«, sagte der Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums demnach weiter. Es könne aber auch sein, dass die russischen Truppen aus eigenem Antrieb eine Art Pause einlegten, um sich neu zu gruppieren und aufzustellen und die eigene Strategie zu überdenken.

Die russischen Truppen würden sich den Gegebenheiten vermutlich anpassen und versuchen, die Herausforderungen zu bewältigen. Der Angriff auf die Ukraine habe erst vor wenigen Tagen begonnen und Russland habe große militärische Ressourcen.

Der Pentagon-Vertreter sagte, nach US-Einschätzung seien inzwischen mehr als 80 Prozent der Truppen, die Russland zuvor an der Grenze zusammengezogen habe, innerhalb der Ukraine. Es sei unklar, warum Russland bei dem militärischen Angriff derartige logistische Probleme habe und ob dies auf Fehler bei der Planung oder der Ausführung des Angriffs zurückgehe. Auf mehrfache Nachfrage, auf welchen Informationen und Quellen genau die Angaben über Probleme auf russischer Seite beruhten, äußerte sich der Pentagon-Vertreter ausdrücklich nicht. Dazu könne er öffentlich keine Angaben machen.

als/dpa